Ich hatte wirklich hohe Erwartungen an dieses Buch: Enemies-to-Lovers, Leidenschaft und ein spannendes Fantasy-Setting - eigentlich genau mein Ding. Leider wurden diese Erwartungen für mich nicht ganz erfüllt.Der Fantasy-Aspekt ist für meinen Geschmack deutlich zu kurz gekommen. Abgesehen vom Schattenkönig selbst war kaum etwas wirklich "fantastisch", sodass dieser Teil der Geschichte eher in den Hintergrund gerückt ist. Ich hätte mir hier deutlich mehr gewünscht, um tiefer in die Welt eintauchen zu können.Mein größter Kritikpunkt waren allerdings die Charaktere. Ich habe es leider nicht geschafft, eine wirkliche Verbindung zu den Protagonisten aufzubauen. Sie wirkten auf mich oft sehr distanziert, kühl und teilweise auch egoistisch, wodurch mir der emotionale Zugang gefehlt hat. Auch der Schattenkönig bleibt lange eher auf Abstand, und erst spät bekommt man einen besseren Einblick in seine Persönlichkeit.Einige Entwicklungen gingen mir zudem zu schnell oder wurden zu einfach abgehandelt, wodurch mir insgesamt die Tiefe gefehlt hat - sowohl in der Handlung als auch in den Beziehungen. Auch das emotionale Mitfiebern blieb dadurch leider etwas aus.Positiv hervorheben möchte ich jedoch das Setting: Die Welt, die Burg mit ihrem Garten und die Umgebung, wurden anschaulich beschrieben. Hier konnte ich mir vieles gut vorstellen, und dieser Aspekt hat mir wirklich gut gefallen.Insgesamt war The Shadows Between Us für mich ein Buch mit einer spannenden Grundidee, das aber sein Potenzial nicht ganz ausgeschöpft hat. Mir haben vor allem mehr Gefühl, mehr Tiefe und ein stärkerer Fantasy-Anteil gefehlt.