Manchmal braucht eine Geschichte ein wenig Anlauf, um dich dann wie ein Sturm hinwegzufegen genau so war es bei Heir of Storms.
Zu Beginn fiel es mir schwer, in die Geschichte hineinzufinden. Es passierte für meinen Geschmack etwas zu wenig, und auch die Vielzahl an Namen, Orten und Personengruppen war anfangs eine kleine Herausforderung. Aber nach den ersten hundert Seiten, als die Quests und Wettkämpfe begannen, hat mich die Handlung komplett gepackt.
Besonders spannend fand ich die Entwicklung von Blaze eine Protagonistin, die zwischen Selbstzweifeln und Stärke schwankt und im Laufe der Geschichte über sich hinauswächst. Das Magiesystem ist eindrucksvoll und leicht nachvollziehbar, und die bildhaften Beschreibungen der Welt haben mich richtig mitgenommen. Besonders die Darstellung der Elemente hat mich fasziniert.
Die Nebenfiguren haben für ordentlich Dynamik gesorgt: Während mir manche sehr ans Herz gewachsen sind, gab es andere, die man einfach nur hassen kann. Hal und Fox waren für mich zwei der interessantesten Charaktere geheimnisvoll, vielschichtig und absolut spannend bis zum Schluss. Die Auflösung einiger Geheimnisse hat mich überrascht und mitfiebern lassen.
Und dann dieses Ende! Atemlose Action, große Emotionen und ein Cliffhanger, der sofort Lust auf Band 2 macht.
Schön fand ich außerdem, dass die Geschichte ganz ohne Spice auskommt, ohne dass es etwas vermissen lässt perfekt für einen Jugendroman dieser Art. Die Liebesansätze bleiben eher subtil, was den Fokus stärker auf die Charakterentwicklung und die Intrigen lenkt.
Heir of Storms ist ein Auftakt, der mich mit seiner Mischung aus Magie, Wettkämpfen, Intrigen und Emotionen begeistert hat trotz kleiner Startschwierigkeiten. Für mich ein starkes 4,5-Sterne-Buch, das ich allen empfehlen kann, die Romantasy mit epischem Weltenbau und spannenden Prüfungen lieben.
4,5/5