Ich fand die Idee des Buches- die Trambahn, die Wanderbücherei und der intellektuelle Aufstand- einfach richtig cool. Und so wichtig, vor allem in Zeiten wie heute, wo sich einige Fehler der Vergangenheit zu wiederholen scheinen
Ich fands auch cool, dass alles rund um die Trambahn selbst auf Fakten beruht. Der Gedanke, dass es diesen Zufluchtsort für Bücherliebende wirklich gab, es einfach ergreifend
Ich fand die zwei Zeitstränge toll miteinander verwoben und fand auch die Übergänge sehr passend gesetzt. Die Geschichte wird nicht stringend erzählt, sondern springt hin und her- die Erinnerungsfetzen, die plötzlich ans Licht treten.
Man bekommt einen guten Eindruck von der Stimmung und dem Leben während der Kriegsjahre, ohne dass es sich ganz in den Vordergrund stellt.
Die Liebesgeschichte zwischen Vera und Hans fand ich gleichwohl schön wie tragisch. Ihre heimlichen Treffen und die versteckten Botschaften habe ich mit Spannung verfolgt und so gehofft, dass es ein Happy End für die beiden geben würde. Fands so nervenaufreibend, dass man bis zum Schluss eigentlich nicht wusste, was aus ihnen wurde.
Hab direkt auch Lust bekommen ein paar der verbotenen Bücher aus dem Buch zu lesen. Kästners Werke kenne ich eigentlich komplett, aber es werden ja auch noch ein paar andere genannt, was mich neugierig gemacht hat.
Für mich ein sehr gelungenes Buch. Es geht nicht allzu tief, muss es aber auch gar nicht. Es ist eine schöne Geschichte, in der man ein bisschen vergangen Zeiten nachhängen kann und die einem vor Augen führt, was niemals wieder geschehen darf. Trotzdem ist der Ton hoffnungsvoll, aufmüpfig und macht stolz, dass das gute in den Menschen nie ganz erlöschen wird.