Schon als ich das wunderschöne und geheimnisvolle Cover von Ein Haus aus Salz und Tränen gesehen habe, wusste ich, dass ich dieses Buch unbedingt lesen muss. Es war mein erstes Buch der Autorin Erin A. Craig und nach diesem Buch bin ich mir sicher, dass es nicht mein letztes sein wird.
Schon von Anfang an hat mich das Buch sehr gefesselt, was nicht zuletzt an dem grandiosen Schreibstil von Erin A. Craig liegt, der auch dafür gesorgt hat, dass ich mir alles sehr gut vorstellen konnte.
Das Buch beginnt direkt mit einer Beerdigung einer der Thaumas Schwestern, um die es in diesem Buch geht, wobei das komplette Buch aus der Sicht von Annaleigh Thaumas, der mittlerweile zweitältesten Schwester, erzählt wird. Diese ungewöhnliche Eingangsszene sorgt schon zu Beginn für eine düstere Atmosphäre, die auch im restlichen Buch bestehen bleibt.
Wir verfolgen die 8 verbliebenen Thaumas Schwestern, früher waren es einmal 12, und ihren Vater, sowie seine Frau Morella. 4 Schwestern sind innerhalb kürzerer Zeit gestorben und alle denken, dass ein Fluch auf der Familie lastet und die Schwestern sich selbst umgebracht haben. Annaleigh glaubt allerdings nicht daran und versucht herauszufinden, was wirklich geschehen ist.
Die Charaktere fand ich authentisch und ich mochte Annaleigh, deren Gedanken gut nachvollziehbar waren, gerne. Auch die anderen Schwestern waren interessant, genauso wie der geheimnisvolle Cassius. Hierbei mochte ich vor allem auch die Anziehung zwischen Cassius und Annaleigh und ihre ganze Beziehung.
Die Handlung war ebenfalls sehr interessant und an der ein oder anderen Stelle ein wenig gruselig. Interessant fand ich hierbei vorrangig die geheimnisvollen Bälle, auf denen die Schwestern Nacht für Nacht tanzen. Und auch die düsteren und grotesken Zeichnungen von Verity werfen einige Fragen auf.
Als dann schließlich die letzten Seiten kamen, konnte ich gar nicht mehr aufhören und ich musste das Buch in ca. 2-3 Tagen durchlesen, da ich unbedingt wissen wollte, wie es endet und was hinter allem steckt. Die Auflösung hätte ich definitiv nicht so erwartet, fand sie allerdings durchaus nachvollziehbar und authentisch gestaltet.
Insgesamt ein düsteres und märchenhaftes Buch, das mir sehr gut gefallen hat und nun zu meinen Lieblingsbüchern zählt. Empfehlen würde ich es allen Lesern, die Bücher mit einem märchenhaften und gotischen Vibe, sowie einer kleinen Liebesgeschichte mögen und auch nicht vor ein paar gruseligen Momenten zurückschrecken.