Zum ersten Mal hatte sie Angst gespürt. Nicht die plötzliche, panische, sondern etwas Tieferes. Eine Ahnung davon, dass alles zerbrechlich war. Dass nichts wirklich sicher war. Und die Angst war geblieben. Mal lauter, mal leiser. Aber immer da. Seite 43
INHALT
Im Buch geht es um den Ort der Schule in der Pandiemie - begleitet werden hierbei nicht nur eine Perspektive - sondern mehrere. Eine Mutter, die ihre Tochter beschützen und überfürsorglich wird. Ein idealistischer Lehrer - und ein Vater, der in eine konstruierte Wahrheit und Verschwörungserzählungen verschwindet. Es geht um die Auswirkungen der Maßnahmen und Regeln, um Kontrolle, Ansgt und Misstrauen.
Es war kein Spiel mehr. Es war eine Frage von Gehorsam oder Widerstand. Und in der Mitte standen jene, die sich weder für die eine noch für die andere Seite entschieden. Zwischen den Deutungen. Die einen hatten Angst vor der Krankheit. Die anderen hatte, hatten Angst vor der Kontrolle. Seit 215
EINDRUCK UND FAZIT
Welch eine packende Story! Puh - ich finde mit etwas Abstand (Wortwitz ich weiß:D) kann man dieses Buch lesen, direkt nach den Lockerungen, wäre ich einfach nur genervt gewesen. Ich finde der Autor schafft ein ganz realistisches Setting zu kreieren, dass es so definitiv gegeben hat. Was passiert, wenn eine Pandemie die Fronten verhärtet und man nicht mehr schafft, auf die anderen zuzugehen? Hierbei werden nicht nur die Guten und die Bösen gezeigt, sondern alle Seiten beleuchtet, ohne sich zu positionieren. Ich finde, dass dem Autor das besonders gut gelang. Ein Buch über die Entstehung von gesellschaftlichen Spaltungen - und die Frage, was passiert, wenn die Wahrheiten einzelner ganz weit auseinander driften? Insgesamt ein gutes Buch, eine kleine Gesellschaftsstudie - eine Erinnerung an diese wahnsinnige Zeit. Eine Zeit voller Unsicherheiten und Angst - was bin ich froh, dass dies vorbei ist.