Optisch ist das Buch wirklich hübsch, der Farbschnitt ist wunderschön und sehr detailreich gestaltet, und auch die Innenseiten sind richtig gelungen.
Der Schreibstil ist angenehm und flüssig, sodass man gut in die Geschichte hineinfindet.
Das Worldbuilding war grundsätzlich interessant und die Idee mit den Schädeln war mal etwas anderes, weshalb ich mich sehr darauf gefreut habe, leider blieb es jedoch etwas oberflächlich.
Adela war mir sympathisch und auch Kian konnte man gut nachvollziehen. Der Perspektivenwechsel zwischen den beiden hat mir ebenfalls gefallen.
Allerdings konnte ich keine richtige Bindung zu den beiden aufbauen, da sich viele Aspekte ihrer Beziehung für mich zu stark wiederholt haben und dadurch wenig emotionale Tiefe entstanden ist. Besonders am Anfang dreht sich vieles sehr um ihre körperliche Anziehung, wodurch mir der Zugang zu ihnen schwerer gefallen ist.
Die Nebencharaktere hingegen fand ich deutlich stärker gelungen, besonders Etana und Cecelia habe ich schnell ins Herz geschlossen.
Gegen Ende nimmt die Handlung deutlich an Tempo zu, wodurch viele Ereignisse sehr plötzlich passieren und etwas überhastet wirken, vor allem im Vergleich zum vorherigen Verlauf.
Die Grundidee der Geschichte hatte definitiv viel Potenzial, das für mich leider nicht ganz ausgeschöpft wurde. Es gab einzelne gute Momente, trotzdem blieb die emotionale Bindung zu den Figuren insgesamt eher gering und auch das Magiesystem hätte für mich noch etwas mehr Tiefe vertragen.