Starke Frauen, viel Abenteuer und eine ordentliche Portion Griechenland-Liebe
Zurück ins geliebte Griechenland! Statt mich dieses Mal auf Götter- und Heldengeschichten der Antike einzulassen, bin ich mit "Das Schicksal der Todesschwestern" von Iny Lorentz in das Jahr 1823 gereist.Die junge Helena fühlt sich von den gesellschaftlichen Zwängen und ihrem strengen Vater in Deutschland erdrückt. Kurzerhand flüchtet sie nach Griechenland, um den Gerüchten über ihre leibliche Mutter nachzugehen. Auf der Suche nach Familienglück, einer besseren Zukunft und einem großen Abenteuer gerät sie mitten in den griechischen Unabhängigkeitskrieg.Fesselnd und detailliert erzählt das Autorenpaar Iny Lorentz von tapferen und unabhängigen Frauen, die in einem Land leben, das selbst um seine Freiheit kämpft. Zwischen Begegnungen mit historischen Persönlichkeiten, der Volksheldin Laskarina Bouboulina, und Orten der Antike, wie etwa Sparta, lassen die Autoren die Amazonen ihrer Zeit wieder auferstehen.Wer anfangs noch etwas zimperlich ein Schiff besteigt, entwickelt sich im Laufe der Geschichte zu einer entschlossenen und selbstbewussten Frau, die für ihre Überzeugungen einsteht. Auch eine Liebesgeschichte kommt dabei natürlich nicht zu kurz.Einzig die Flut an historischen Ereignissen hat mein Leseerlebnis etwas geschmälert. Die Handlung zog sich für mich dadurch stellenweise in die Länge und selbst ich als History-Fan, die durch eine Rundreise bereits viel über die griechische Geschichte erfahren hat, habe irgendwann den Überblick verloren. Dabei empfinde ich die historischen Fakten n den Büchern von Iny Lorentz grundsätzlich als große Bereicherung - in diesem Fall hatte ich leider Schwierigkeiten, den Ereignissen zu folgen.Insgesamt ein historischer Roman mit starken Frauen, viel Abenteuer und einer ordentlichen Portion Griechenland-Liebe.