**Inhaltsangabe Verlag:**
Seit vielen Jahren begleitet Diane Button Menschen in ihrer letzten Lebensphase sie sitzt bei ihnen am Bett, regelt mit ihnen die wichtigen Dinge und unterhält sich über das Leben, das nun hinter ihnen liegt. Was sie von den Sterbenden erfährt, birgt in sich einen Schatz an berührenden Einsichten darüber, was ein »gutes Leben« ausmacht. Denn oft werden sie uns erst im Rückblick bewusst: die Momente, Dinge und Entscheidungen, durch die wir wahres Glück und tiefe Erfüllung empfunden haben.
Diane Buttons Buch öffnet uns die Augen für das, was wirklich zählt. Es lädt dazu ein, Ziele und Prioritäten zu überdenken, Beziehungen zu pflegen und unsere Begabungen zu entfalten um das Beste aus der kostbaren Zeit zu machen, die uns gegeben ist. Denn es ist nie zu spät, ein gutes Leben zu leben!
**Meine Inhaltsangabe:**
Warum jedes Leben ein kostbares Geschenk ist, zeigt die Autorin hier in ihren Erlebnissen mit den Sterbenden, die sie auf deren letztem Weg intensiv begleitet hat. In 28 Lektionen werden anhand ganz persönlicher Lebensgeschichten Möglichkeiten beleuchtet, wie jeder sein Leben zu einem besseren, glücklicheren, erfüllteren machen kann. Am Ende gibt sie dann noch ganz konkrete, praktische Maßnahmen und Übungen an die Hand, was man für sich machen kann, um gut zu leben und später dann genauso gut zu sterben.
Erster Satz: »Ich bin eine Death-Doula eine Begleiterin sterbender Menschen.«
**Mein Eindruck:**
Jeder hat sich schon einmal gefragt, wie das Leben wohl gelaufen wäre, wenn man dies oder jenes anders gemacht, dort anders reagiert oder sich andere Prioritäten gesetzt hätte. Auf dieser Frage baut das Buch auf, jedoch quasi von hinten. Denn hier kommen Sterbende, Menschen am Ende ihres Lebens zu Wort. Menschen, die also tatsächlich ihr ganzes Leben (kurz oder lang) so gut wie hinter sich haben, nun einen Blick darauf werfen und wohl mit Fug und Recht behaupten können, was im Leben am Ende denn wirklich zählt. Das ist für jeden etwas anderes und doch läuft es auf nur ein paar wenige Dinge heraus. Mit den Geschichten dieser Menschen versucht die Autorin mit 28 Lektionen darzulegen, worauf man vielleicht einen Fokus legen sollte, welche Weichen man stellen kann, um am Ende seines Lebens zu sich selbst sagen zu können: ich hatte ein gutes Leben und kann daher jetzt gelassen gehen. Diese Lektionen können Kleinigkeiten sein (Umgib Dich mit Dingen, die dir Freude bereiten) oder auch Grundlegendes (Nimm dir Zeit und denke darüber nach, wie man sich an dich erinnern soll, und dann sei ab heute dieser Mensch). Alle sind jedoch eins: berührend, zum Nachdenken anregend und verständlich vermittelt. Dafür sorgen die vielen persönlichen Geschichten der Sterbenden, die mich so manchen Kloß haben herunterschlucken lassen. Wer sich mit diesen Themen gern auseinandersetzt und seinem Leben vielleicht ein bisschen mehr Bedeutung geben möchte oder vielleicht gerade jetzt im Augenblick mit einem Sterbenden in Berührung steht, für diejenigen empfehle ich dieses Buch wärmstens! Sehr gut zu lesen und zu verstehen, kein unrealistisches Esoterikgebrabbel, sondern echte Erlebnisse und eine warmherzige Methode, mal über sich selbst und das eigene Leben nachzudenken. 5/5 Sterne.