Broken Dove hat für mich genau das geschafft, was ich mir von einer gelungenen Fortsetzung wünsche. Die Geschichte wird größer, intensiver und gleichzeitig noch spannender. Nach Silver Elite waren meine Erwartungen ziemlich hoch und trotzdem konnte mich der zweite Band wieder vollkommen abholen.
Besonders begeistert hat mich, wie viel mehr man diesmal über die Welt erfährt. Während im ersten Band die Silver Elite stärker im Mittelpunkt stand, bekommen wir nun einen umfassenderen Einblick in Uprising und die Modifizierten. Dabei wird schnell deutlich, dass die Grenzen zwischen gut und böse nicht so eindeutig sind, wie man vielleicht zunächst denkt. Immer wieder werden beide Seiten beleuchtet und dadurch entstehen neue Fragen darüber, wem man eigentlich vertrauen kann.
Wren steht auch diesmal im Zentrum der Geschichte und ich mochte sie wieder unglaublich gerne.
Sie ist alles andere als perfekt, genau das macht sie für mich aber so authentisch.
Einige neue Figuren bringen frischen Wind in die Geschichte, während bekannte Charaktere aus dem ersten Band wieder auftauchen. Xavier konnte mich besonders für sich gewinnen. Ich mochte auch die Entwicklung in Richtung Love Triangle sehr, auch wenn ich weiterhin Team Cross bin.
Der Schreibstil war wieder flüssig und unglaublich fesselnd. Trotz der Seitenzahl hatte ich nie das Gefühl, nur langsam voranzukommen, sondern wollte ständig wissen, was als Nächstes passiert.
Immer wieder werden neue Geheimnisse angedeutet oder bereits bekannte Ereignisse aus einer anderen Perspektive betrachtet, wodurch die Spannung konstant erhalten bleibt. Gleichzeitig werden genügend neue Fragen aufgeworfen, sodass man permanent versucht, die nächsten Entwicklungen vorherzusehen. Das Ende hat mich sprachlos mit einem Cliffhanger zurückgelassen.
Fazit: Broken Dove war für mich ein absolutes Highlight. Eine spannende Dystopie mit einer immer komplexer werdenden Welt, emotionalen Momenten, starken Figuren und einer Handlung, die mich bis zur letzten Seite gefesselt hat.