Bedrückend, gerade jetzt in der Hitze.
Heute möchte ich euch "Ins fahle Herz des Sommers" von Andreas Eschbach vorstellen.Ich hatte das zweifelhafte Vergnügen, dieses Buch ausgerechnet während der aktuellen Hitzewelle zu lesen. Zweifelhaft deshalb, weil die Geschichte dadurch noch bedrückender wirkte.Eschbach entwirft eine Zukunft, in der das Klima unumkehrbar gekippt ist. Die Erde wird immer heißer. Tagsüber ist ein Aufenthalt im Freien unmöglich. Selbst nachts ist die Hitze kaum zu ertragen. Pflanzen und Tiere sind fast vollständig verschwunden. Nur wenige Menschen haben überlebt und kämpfen täglich ums Überleben.Beim Lesen drängte sich mir immer wieder die Frage auf: Wie weit ist dieses Szenario wirklich von unserer Realität entfernt? Die vergangenen Jahre haben gezeigt, dass sich die Erderwärmung vielerorts schneller bemerkbar macht, als lange angenommen wurde. Die aktuellen Hitzewellen machen deutlich, dass der Klimawandel längst keine ferne Zukunftsvision mehr ist.Wird unsere Welt einmal so aussehen wie die von Fausto? Werden Menschen vor der Hitze fliehen müssen? Werden Hunger, Wassermangel und Krankheiten zum Alltag?Ich hoffe von Herzen, dass es nie so weit kommt.Gerade deshalb hat mich dieses Buch so beeindruckt. Andreas Eschbach gelingt es, eine erschreckend glaubwürdige Zukunft zu zeichnen, die lange nach der letzten Seite nachhallt. Es ist ein spannender Roman, aber zugleich auch ein Denkanstoß darüber, welche Folgen unser heutiges Handeln oder Nichthandeln haben kann.Ein Buch, das mich nicht nur bestens unterhalten, sondern auch nachhaltig beschäftigt hat.