Nachdem furiosen ersten Band der Trilogie und dem etwas schwächeren zweiten Teil, hat mir dieser dritte und abschließende Band wieder gut gefallen. Koski lebt seit den Geschehnissen in Teil 2 in den USA und hat sich aus der Weltpolitik gänzlich zurückgezogen. Er leidet wegen seiner kleinen Tochter unter einem starken Verfolgungszwang und versucht seine kleine Familie auf jede nur erdenkliche technische Art zu schützen. Leider wird dieser Schutzwall ziemlich leicht mit Hilfe der vertrauensseligen Haushälterin überwunden - die das mit dem Leben zahlt - und die kleine Tochter wird entführt. Als Leo davon erfährt, hat er gerade einen unfreiwilligen Besuch beim US-Präsidenten, der fast vor seinen Augen vergiftet wird. Leo und eine Journalistin setzen sich aus dem Weißen Haus ab und die russischen Entführer seiner Tochter verlangen, dass er der Öffentlichkeit beweisen soll, dass die Vize-Präsidentin den Giftanschlag verübt hat.
Leo gerät also zwischen die Präsidentenmörder und die Entführer und versucht sich irgendwie durchzulavieren, damit seine Tochter überleben kann.
Die Spannung ist von Anfang an sehr hoch und Leo sympathisch wie auch schon in den Vorgängerbänden. Manches ist etwas an den Haaren herbeigezogen aber alles in allem wurde ich gut unterhalten. Schade, dass die Journalistin ziemlich schnell verschwindet und keine große Rolle mehr spielt. Und ich hätte mir gerne noch mehr politische Verwicklungen gewünscht. Unter den Politthrillern gehört das Buch und die Trilogie zu einer soliden Mittelfeld-Fraktion. Ich empfehle es also.