Ein Stück Papier, das 12 Leben verändert!
Kate ist verzweifelt! Sie wünscht sich nichts sehnlicher, als dass ihr Sohn Gott begegnet und seine Liebe erfährt. Doch egal was sie tut, sie dringt nicht zu ihm durch. Also versteckt sie einen Zettel in seiner Jacke, ohne zu ahnen, dass diesem eine weite Reise bevorsteht und er Menschenherzen berühren wird.
Die Idee dieses Buches fand ich sehr spannend und hat sofort mein Interesse geweckt. Es ist kein klassischer Roman mit einem oder zwei Erzählsträngen, sondern wird in 13 kleinen Geschichten erzählt. Ich fand es sehr schön, dass ganz unterschiedliche Personen mitgespielt haben, die in total unterschiedlichen Welten leben. Denn dieser Psalm spricht nicht nur eine Gruppe von Personen an, sondern alle: vom Businessman, Leistungssportlerin, Landwirt und Heimatlosen, die alle mit ganz unterschiedlichen Herausforderungen leben. Gleichzeitig fand ich es sehr schade, dass man keine der Personen wirklich kennenlernen konnte. Bei jedem hat man ein paar Stunden oder Tage miterlebt, bevor man den Zettel auf seiner weiteren Reise begleiten durfte. Mir persönlich hätte es besser gefallen, wenn das Buch etwas länger gewesen wäre oder die Anzahl der verschiedenen Personen geringer, dafür hätte man von den einzelnen Personen mehr erfahren können.
Durch die kurzen Begegnungen haben die Menschen sehr schnell eine Beziehung zu Gott gefunden, was mir dann doch eher unrealistisch vorkam und wodurch ich mich etwas gehetzt fühlte.
So unterschiedlich die einzelnen Personen auch sind, so hat dieser Psalm jedem einzelnen Mut gemacht, dass Gott in jeder Situation dabei ist und unser Hirte sein möchte. Auch mich persönlich hat dieser Psalm auf zwei Arten bewegt. Zum einen inhaltlich. Mir geht es oft so, dass ich diesen Psalm nicht ganz so bewusst lese, schließlich kenne ich ihn ja. Doch da jede Person von einem anderen Vers angesprochen wird, hat auch der Leser die Möglichkeit, sich noch einmal mit jedem einzelnen zu beschäftigen. Zum anderen hat mir die Geschichte gezeigt: Gott wirkt auch durch kleine Gesten! Durch einen Zettel, durch ein Gespräch, durch ein ich bring dir ein Stück Kuchen vorbei. Man muss nicht vor hunderten von Menschen stehen und predigen oder nach Afrika in die Mission gehen, obwohl das natürlich auch wichtig ist und Menschen bewegt! Du und ich können jetzt anfangen, da wo wir sind. Bei der einsamen Frau von nebenan, bei dem alleinerziehenden Vater, bei der gestressten Kollegin. Gott geht mit und er möchte wirken!