Ein Klassiker von Francine Rivers
Francine Rivers ist eine meiner absoluten Lieblingsautorinnen. Die Bücher über die ersten Christen von ihr, hatte ich bislang noch nicht gelesen. Nach diesem atemberaubenden Roman aber, möchte ich die weiteren Bücher dazu lesen. Die Geschichte beginnt sehr authentisch und spielt im Jahr 70 n. Chr. Jerusalem wird derart imposant und detailliert beschrieben, dass man als Leser das Gefühl hat vor Ort zu sein. Gleichzeitig ist es sehr traurig zu erkennen, wie schwierig es die ersten Christen hatten, und mit welchen Widrigkeiten sie kämpfen mussten ohne dabei ihren Glauben zu verlieren. Wie durch ein Wunder überlebt Hadassa das Massaker an den Christen. Trotz des Schmerzes über den Verlust ihrer Familie und ihres Traumas, ist sie stark und fleißig. Als Sklavin nach Rom verschleppt, ist sie dennoch resilient genug, um die Familie bei der sie als Dienerin arbeitet lieb zu gewinnen. Marcus, der Sohn des Hauses ist sehr angetan von der gutmütigen Hadassa. Aber haben die beiden eine Chance auf eine gemeinsame Zukunft? Wird es Hadassa etwa in Rom besser als erwartet ergehen? Kann sie vielleicht sogar in ihrer neuen Umgebung missionieren und Gottes Liebe weitergeben?Francine Rivers schreibt wunderbar und einzigartig. Hinten im Buch befindet sich ein kleines Glossar mit den gängigen lateinischen Begriffen der damaligen Zeit. Dieses ist sehr interessant und lehrreich. Das Buch ist sehr ausdrucksstark und tiefgründig geschrieben. Die Autorin hat sehr gut recherchiert und alle Gepflogenheiten, Nahrungsmittel, Baukunst und Kleidungsstil der damaligen Zeit passend und natürlich in die Erzählung einfließen lassen. Auch der damals gängige Antisemitismus wird sehr prägend eingebaut. Hadassas Glaube, Hoffnung und Stärke hat die Autorin derart gut transportiert, sodass der Leser immer weiter lesen möchte. Das Buch hat mir ausgezeichnet gefallen und ich möchte es unbedingt weiterempfehlen.