"Die Legende von Una Everlasting" lässt mich zwiegespalten zurück; anfangs war ich absolut verliebt in dieses Buch - und das nicht nur wegen des wunderschönen Farbschnitts ;).
Alix E. Harrow baut ihre Geschichte märchenhaft auf - denn zunächst liest man eben die Legende von Una, um dann in der eigentlichen Geschichte zu landen:
Im fiktiven und leicht dystopischen Dominion lebt Owen Mallory. Ein ehemaliger Soldat und mittlerweile ein Gelehrter und Experte der Geschichte Dominions. So kennt er natürlich auch all die Legenden von Sir Una Everlasting, die etliche Jahrhunderte zuvor half diesen Staat aufzubauen.
Doch eines Tages wird er mit Hilfe eines magischen Buches in die Vergangenheit gebracht, denn Una braucht Hilfe bei ihrer letzten Queste.
Was dann passiert, ist wahrlich sagenhaft..
Alix E. Harrow baut mit ihren Worten ein ganz besonderes Gefühl beim Leser auf.
Eigentlich bin ich ja gar nicht so die Fantasy-Leserin, und erstrecht Ritter und historisch sind eher selten meins. Hier hatte ich aber ungemein Lust drauf und zu Beginn echt viel Spaß!
Ich fühlte mich immer mal wieder an die Artus-Saga erinnert; mit dieser werde ich mich in nächster Zeit auch näher beschäftigen. ;)
...bis dann der time-loop einsetzte.
Ja, richtig. Wir haben hier ein Buch mit Zeitreisen vor der Nase. Das hatte ich nicht erwartet.
Im Grunde fand ich das auch sehr cool, insbesondere weil so die Liebesgeschichte sehr gut zu Geltung kam und wirklich ergreifend wurde ("Outlander" lässt grüßen?). Aber gefühlt habe ich so manche Stellen drei mal gelesen.
Irgendwie müssen ja die 500 Seiten zusammenkommen, ja, aber.. nee, so toll fand ich es jetzt auch nicht, dass ich das in mehrfacher Ausführung brauchte.
Muss bei diesem Buch aber auch irgendwie doch so sein, denn sonst wird die gesponnene Intrige nicht deutlich (worüber ich aber nicht mehr sagen werde, denn diese ist wirklich gelungen!).
Leider habe ich noch einen deutlichen Kritikpunkt:
Wenn ich eine Sage, Legende, einen Mythos oder ein Märchen lese, und dann unbedingt Liebe und vielleicht etwas spice dabei sein muss, dann möchte ich dennoch keine Begriffe wie "Mö*e" oder "Sch*anz" lesen. Das empfand ich als deplatziert und hat der Geschichte etwas den Charme genommen.