Ich habe mich sehr darauf gefreut, einen Klassiker der Weltliteratur zu lesen. Ich kannte ein paar Auszüge aus der Irrfahrt von Odysseus, aber hatte mich zuvor noch nie so richtig mit den Hintergründen oder den Figurenkonstellationen beschäftigt. Auch durch die neue Verfilmung hat die Odyssee noch einmal einen neuen Hype bekommen.
Das erste Ungewöhnliche war für mich die Versform, in der die Geschichte geschrieben ist. Dadurch lässt sich das Buch nicht wie ein gewöhnlicher Roman lesen, weil es eben auch keiner ist. Durch diesen, für mich, ungewöhnlichen Schreibstil brauchte ich erst einmal etwas Zeit, um in die Geschichte hineinzufinden und auch so richtig zu verstehen, was gerade passiert. Spannend finde ich den Aufbau der Geschichte, dass es eine Art Rahmenhandlung gibt und das Buch mit den Geschehnissen nach der eigentlichen Irrfahrt von Odysseus beginnt. Dieser Aufbau hat mir sehr gut gefallen, auch wenn ich diesen Abschnitt doch ziemlich lang fand und er sich für mich etwas gezogen hat. An die Sprache musste ich mich auch zunächst gewöhnen, da sie viel umschreibt und oft sehr blumig ist. Dennoch habe ich zu der Geschichte schnell Zugang gefunden. Es ist eben ein Klassiker und vom Schreibstil nicht zu vergleichen mit modernen Büchern.
Insgesamt bin ich froh, dass ich mich an diesen Klassiker herangetraut habe. Die Sprache weist einige Tücken auf, aber ich finde, dass man als Leser dort relativ schnell hineinfindet. Dennoch nimmt das Lesen dieses Buches einige Zeit in Anspruch, da es eben nicht die klassische Bettlektüre ist, sondern schon mehr Nachdenken und Anstrengung verlangt.