"Wenn Sie auf der Suche nach wirklich üblen Kerlen sind, dann schauen Sie sich doch mal in ihren eigenen Reihen um."InhaltFür August Emmerich und seinen Gehilfen Ferdinand Winter wartet hier ein Fall in den besten Kreisen der österreichischen Gesellschaft im Jahr 1923. Kurz hintereinander werden 3 gut betuchte, vornehme Damen in ihren Zimmern erschlagen und vom Täter zugedeckt. Das viele Bargeld und die Wertgegenstände bleiben jedoch unangetastet. Die einzige Gemeinsamkeit zwischen den Frauen ist ihre Bekanntschaft mit dem pensionierten Kriminalkommissar Heinrich Wertheim. Dieser war kurz vor dem Ende seiner aktiven Berufszeit mit einem Serienmörder konfrontiert, der nach genau demselben Tötungsmuster vorging. Doch er konnte ihm nichts nachweisen und musste die Fälle schließlich unverrichteter Dinge ad Acta legen. Der Verdacht das 10 Jahre später der damalige Hauptverdächtige zurückgekehrt ist und weitermordet, liegt auf der Hand. Doch Emmerich findet dessen Leiche, angespült auf dem Friedhof der Namenlosen und nach Obduktion der Leichenteile wird klar, das dieser schon seit seinem Verschwinden ums Leben gekommen ist. Doch wer ist das verbindende Glied zwischen damals und heute? Wessen Zorn richtet sich nach wie vor auf die Schönen und Reichen der Gesellschaft und vor allem welches Motiv steckt dahinter?MeinungDiese Kriminalreiche der österreichischen Autorin verfolge ich von Anfang an und habe diesmal auch die Reihenfolge der Fälle eingehalten. Mittlerweile sind mir die beiden Ermittler August Emmerich und Ferdinand Winter regelrecht ans Herz gewachsen und ich verfolge mit großem Interesse ihre Ermittlungsarbeit und den Umgang miteinander. Ein sehr sympathisches Team, mit dem Herz am rechten Fleck und für damalige Verhältnisse recht unkonventionellen Methoden. Auch hier kann man als Leser wunderbar miträtseln und entdeckt die Leidenschaft für Kriminalistik immer wieder neu. Dennoch hatte ich diesmal nicht den leisesten Schimmer, um welches Motiv es sich hier handeln könnte. Zugegeben, die Auflösung wurde nur sehr kurz behandelt und war für mich auch nicht ganz befriedigend, doch das spielt insgesamt nur eine untergeordnete Rolle. Nach wie vor bleibt Spielraum für weitere Fälle, denn Emmerich findet in einem Schließfach geheimnisvolle Akten und sein ehemaliger Bekannter aus dem Waisenhaus scheint in ernsten Schwierigkeiten zu stecken - die Vergangenheit möchte noch nicht ruhen ...FazitEigentlich habe ich es nicht anders erwartet, aber es sind abermals 5 Lesesterne für den derzeit aktuellsten Fall aus der August-Emmerich-Reihe geworden. Ich habe gleich mal nachgeschaut, ob es schon bald Nachschub geben wird, konnte aber leider nichts finden. Ich hoffe ungemein, dass es hier weitergeht, und werde mich zeitnah mit den anderen Fällen und Ermittlern aus der Feder der Autorin befassen, die ich noch in der Hinterhand habe. Felix Blom - auch da bin ich seit dem ersten Band mit an Bord der geneigten Leserschaft und die Reihe "Unter Wölfen" hätte ich ebenfalls noch im Visier.Hier gibt es eine eindeutige Leseempfehlung von mir und es macht auf Grund der personellen Entwicklung des Personals durchaus Sinn in chronologischer Reihenfolge zu Lesen, selbst wenn die Fälle nichts miteinander zu tun haben.