Feuersturm

Eine Geschichte des Zweiten Weltkriegs. Originaltitel: The Storm of War. A New History of the Second World War.…
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Der Beginn des Zweiten Weltkriegs liegt achtzig Jahre zurück, doch die Folgen sind bis heute spürbar. Der britische Historiker Andrew Roberts hat Ursachen und Verlauf des globalen Kriegs neu erzählt. Seine dichte, quellennahe Darstellung wurde als Me … weiterlesen
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Produktdetails

Titel: Feuersturm
Autor/en: Andrew Roberts

ISBN: 3406700527
EAN: 9783406700521
Eine Geschichte des Zweiten Weltkriegs.
Originaltitel: The Storm of War. A New History of the Second World War.
mit 52 Abbildungen, 22 Karten und 3 Grafiken.
Übersetzt von Werner Roller
Beck C. H.

14. Februar 2019 - gebunden - 896 Seiten

Beschreibung

Der Beginn des Zweiten Weltkriegs liegt achtzig Jahre zurück, doch die Folgen sind bis heute spürbar. Der britische Historiker Andrew Roberts hat Ursachen und Verlauf des globalen Kriegs neu erzählt. Seine dichte, quellennahe Darstellung wurde als Meisterwerk gerühmt, das große Anschaulichkeit im Detail mit einem souveränen Überblick über die zahlreichen Kriegsschauplätze verbindet und die Leser von der ersten Seite an fesselt.
Andrew Roberts folgt der Frage, warum die Achsenmächte den Krieg verloren: tatsächlich durch strategische Fehler und aus ideologischer Verblendung oder wegen der Übermacht der Alliierten? Im Mittelpunkt steht die Militärgeschichte mit ihren Operationen und Schlachten zu Land, zu Wasser und in der Luft sowie dem Wettlauf der Rüstungsproduktion und Informationsbeschaffung. Dabei gelingtes ihm, alle Kriegsschauplätze - in Europa, Afrika und Asien, im Atlantik und Pazifik - gleichberechtigt darzustellen. Roberts hat zahlreiche Schlachtfelder besucht, was seiner Darstellung eine mitreißende Anschaulichkeit verleiht. Docher verliert sich nie im Sog der Ereignisse, sondern behält die großen Zusammenhänge im Auge und wechselt virtuos zwischen den Ebenen: von den Politikern und Generälen über die Soldaten in Schützengräben und Sandstürmen bis hin zuden unzähligen Opfern dieses größten Krieges aller Zeiten.

Portrait

Andrew Roberts, Historiker und Journalist, ist Gastprofessor am Department of War Studies des King's College London sowie Fellow der Royal Society of Literature. Er gilt als "Britain's finest military historian" (Economist).

Pressestimmen

"Roberts liefert spannende Fragestellungen."
Welt.de, Berthold Seewald

"Präzise und auf der Höhe angelsächsischer Kunst der Geschichtserzählung."
Süddeutsche Zeitung, Joachim Käppner

"Glänzend erzählte Geschichte."
Timothy Snyder, The New York Times Book Review

"Mit seiner hervorragend geschriebenen, umfassenden Neuerzählung des größten Konflikts der Geschichte, liefert Roberts ein Meisterstück."
Ian Kershaw, The Guardian Books of the Year

"(...) die beste einbändige historische Darstellung des Zweiten Weltkriegs (...)"
Michael M. Uhlmann, Claremont Review of Books

"(...) meisterhafte Beherrschung von Stoff, Stil und, ja, Statistik (...)"
Aram Bakshian, The American Spectator

"(...) die erste durchweg lesbare Geschichte des Zweiten Weltkriegs; ein literarischer und historischer Blitzkrieg (...)."
John R. Coyne, The Washington Times

"Roberts hat einen luziden Erzählstrom geschaffen, der dieses Buch flüssig wie einen Roman macht."
Wiley Hilburn, Shreveport Times

"(...) ein meisterhafter Erzähler (...)"
Publishers Weekly

"Eine schwungvolle und elegante Synthese umfangreicher Forschungsergebnisse (...)"
Kirkus Reviews

"Eine ebenso fundierte wie gut erzählte Einführung, die auch dem Kenner etwas zu bieten hat."
Library Journal Advanced Reviews

"Roberts ist ein großartiger Erzähler (...) es könnte sogar sein Meisterwerk sein."
Dan Jones, The Times History Books of the Year

"Er beweist einen eleganten Schreibstil, zähe Recherche und einen hellwachen Verstand."
The Economist

"(...) beschert furioses Lesevergnügen (...)."
Keith Lowe, The Daily Telegraph

"Ein Meisterwerk, ein unglaublich lesenswertes Kunststück historischer Verdichtung, in angenehmem Tempo erzählt."
Ina Pindar, The Guardian

Rezensionen

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung vom 16.03.2019

Hätte, hätte, Panzerkette

Rote Elefanten auf deutschen Fahnen: Der britische Historiker Andrew Roberts taucht den Zweiten Weltkrieg ins Zwielicht strategischer Spekulationen.

Von Andreas Kilb

Gesamtdarstellungen des Zweiten Weltkriegs sind nicht die Stärke der deutschen Geschichtswissenschaft. Zwar gibt es seit 2008 das vom Militärgeschichtlichen Forschungsamt herausgegebene zwölfbändige Riesenwerk "Das Deutsche Reich und der Zweite Weltkrieg", aber wer nach kompakteren Erzählformen sucht, ist immer noch auf angelsächsische oder französische Autoren angewiesen. Vor dreißig Jahren waren das Raymond Cartier und Basil Liddell Hart, heute sind es John Keegan und Antony Beevor. Die Herausforderung an die Autoren ist dabei immer noch dieselbe: den Krieg in allen Aspekten zu schildern, ohne sich in Kleinigkeiten zu verlieren; die politischen Verhältnisse der kriegführenden Mächte in den Blick zu nehmen, ohne darüber den Gang der Ereignisse zu vernachlässigen.

Der britische Historiker Andrew Roberts hat sich dieser Aufgabe mit Verve gestellt. Nach einer kurzen Einleitung skizziert er auf 750 Textseiten die dramatischen Entwicklungen vom Überfall der Wehrmacht auf Polen bis zur Kapitulation Japans im August 1945. Dabei entgeht ihm kaum ein wichtiges Detail, auch wenn man sich fragt, ob der U-Boot-Krieg im Atlantik, das "Inselspringen" der Amerikaner im Pazifik, die Konferenzen von Teheran und Jalta oder die sowjetische Schlussoffensive auf Berlin nicht doch breiteren Raum verdient gehabt hätten. Aber es sind nicht solche Nebensachen, die den Erkenntnisgewinn dieses Buches trüben - und es ist auch nicht das mit vierzig Seiten sehr kurz geratene Kapitel über die Judenvernichtung, in dem Roberts die Frage, ob die alliierten Luftstreitkräfte Auschwitz hätten bombardieren sollen, zwar in aller Ausführlichkeit diskutiert (und verneint), aber das bürokratische System, das die Ermordung von sechs Millionen Menschen organisierte, nur sehr oberflächlich umreißt.

Nein, das, was der Darstellung von Roberts fast von Anfang an eine unangenehme Schlagseite gibt, ist ihre Haltung zu ihrem Gegenstand. Roberts betrachtet den Zweiten Weltkrieg nicht als im Einzelnen kontingentes, aber aufgrund der Kräfteverhältnisse insgesamt unvermeidlich ablaufendes Gewaltgeschehen, sondern als militärisches Planspiel, das auch ganz anders hätte ausgehen können. Das beginnt bei der Manöverschelte für den Befehl, der die deutschen Panzer vor Dünkirchen stoppte, während die Royal Navy das britische Expeditionskorps evakuierte, und setzt sich fort in der Betrachtung der strategischen Alternativen, die Hitlers Armeen bei Kriegsbeginn im Mittelmeerraum hatten. "Mit einem Bruchteil der beim Unternehmen ,Barbarossa' eingesetzten Soldaten", so Roberts, hätte die Wehrmacht Gibraltar, den Nahen Osten und die Golfregion erobern, den Suezkanal blockieren und Großbritannien von der Ölversorgung abschneiden können. Aber: "Hitler entschied sich stattdessen im Juli 1940 für den Angriff auf die Sowjetunion im darauffolgenden Frühjahr."

Es ist weniger die kontrafaktische Erörterung von Handlungsmöglichkeiten als die Ausblendung aller ideologischen und geographischen Gegebenheiten, die solche Gedankengänge ebenso überflüssig wie unhistorisch macht. Hitler schickte im Juli 1940 keine Armee nach Nordafrika, weil die Italiener dort noch auf dem Vormarsch waren, und er wollte die Golfregion nicht erobern, weil der "Lebensraum im Osten", auf den seine gesamte Kriegsplanung zielte, nicht dort, sondern östlich der Weichsel lag. Aber der armchair general Roberts schaut eben von ganz weit oben auf das Gewimmel am Boden, und aus dieser himmelhohen Perspektive liegen die geschichtlichen Optionen klar zutage. "Hätten die Nazis bereits zu Kriegsbeginn über so viele einsatzfähige U-Boote verfügt wie im März 1945 - also über 463 Einheiten anstelle von nur 43 -, hätten sie den Krieg vielleicht gewonnen." Und hätte Hitler den Krieg um ein paar Jahre verschoben, "und wären die Fabriken für die Panzer- und Flugzeugproduktion besser geschützt und so im Reichsgebiet verstreut gewesen, dass ihre Zerstörung für die Alliierten schwieriger gewesen wäre", dann hätte sein Reich eine noch bessere Chance gehabt.

Der Gipfel dieser Sandkastengedankenspiele ist erreicht, wenn Roberts am Ende des Kapitels über die Judenvernichtung die Figur eines vom Antisemitismus geheilten "Führers" auf sein welthistorisches Schachbrett stellt: Dieser "hätte 1939 möglicherweise Millionen der klügsten und bestausgebildeten Europäer für die deutschen Kriegsanstrengungen einspannen können, darunter auch mit dem Nobelpreis ausgezeichnete Atomphysiker". In England und Amerika, wo das Buch vor zehn Jahren erschienen ist, hat man an solchen Sätzen keinen Anstoß genommen. Hierzulande liest man sie mit Schaudern.

Roberts' Strategieseminar läuft auf eine schlichte Tautologie hinaus: Hitler habe den Krieg aus demselben Grund verloren, aus dem er ihn begann - "er war ein Nazi". Was das aber hieß, worin die nationalsozialistische Ideologie bestand und welche Rolle der Vernichtungskrieg gegen die Sowjetunion in ihr spielte, ist Roberts keine tiefere Überlegung wert. Lieber lässt er sich seitenlang über Pétains Altersschwäche, Montgomerys Arroganz und Schukows Lust an Hinrichtungen aus oder bramarbasiert über das "steinerne Herz" der Roten Armee, das sich beim Anblick der zerstörten und ausgemordeten russischen Städte auf dem Vormarsch nach Westen noch "weiter verhärtete".

Man kann es auch anders ausdrücken: "Feuersturm" ist ein Buch, das der Anekdote den Vorrang vor der Analyse gibt und lieber aus Soldatentagebüchern und Generalsmemoiren als aus wirtschafts- und technikgeschichtlichen Studien zitiert. Das beschleunigt die Lektüre, zeigt aber auch die Grenzen einer rein ereignisorientierten Historiographie. Ein freihändig formulierter Satz wie jener über den stalinschen Terror, den es "wahrscheinlich eben doch" gebraucht habe, "um die Sowjetunion im Krieg zu halten", ersetzt eben kein Expertenwissen zum Stalinismus. Immerhin erfährt man bei Roberts nicht nur, was Goebbels während der Alliierten Invasion in Süditalien las - "So grün war mein Tal" -, sondern auch, dass das Militärmuseum in Stalingrad Originalzeichnungen des deutschen Generals Paulus von 1942 aufbewahrt. Sie zeigen rote Elefanten, die auf einer deutschen Fahne herumtrampeln. So machte sich jeder sein eigenes Bild.

Andrew Roberts: "Feuersturm". Eine Geschichte des Zweiten Weltkriegs.

Aus dem Englischen von Werner Roller. Verlag C. H. Beck, München 2019. 896 S., Abb., geb.

© Alle Rechte vorbehalten. Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH, Frankfurt.
Bewertungen unserer Kunden
Qualitativ hochwertige Zusammenfassung
von Sikal - 16.05.2019
Bereits 2009 erschien die englische Version dieses Buches des Historikers Andrew Roberts. Nun endlich die deutsche Ausgabe "Feuersturm", erschienen im Verlag C.H. Beck. Nachdem ich bereits etliche Bücher über diese Zeit lesen durfte, war ich gespannt auf Andrews Werk, um einen anderen Blickwinkel auf das Geschehen zu bekommen. Und was soll ich sagen? Es ist ihm hervorragend gelungen, eine gut zu lesende Zusammenfassung darzustellen. Andrews gelingt es die großen Zusammenhänge plausibel hervorzuholen und verständlich abzuleiten, die Entwicklung und der Verlauf des Krieges werden ebenso erläutert, wie die getroffenen Entscheidungen - hier geht er sehr ins Detail und erklärt genau wer was ausgelöst hat. Somit ist der Verlauf des Krieges gut nachzuvollziehen, militärische Strategien werden analysiert und Beweggründe dargestellt. Der Autor bedient sich auch etlicher Zeitzeugenberichte (Tagebücher, ), um das Grauen nachvollziehbar darstellbar zu machen - wenn ihm dies auch sicherlich nur ansatzweise gelingen kann. Etliche Zitate der obersten Führungsriege sind ebenfalls nachzulesen, sowie Befehle und Pläne. Positiv finde ich, dass nicht nur die Gräuel des NS-Regimes ausgeführt wurde, sondern die aller kriegsführenden Nationen (beispielsweise Japan). Hier geht der Autor sehr ins Detail. Natürlich darf auch alles rund um den Holocaust nicht fehlen oder das Grauen des Russlandfeldzuges. Roberts stellt klar, dass hochtitulierte Offiziere sehr wohl wussten, worauf sie sich einließen - auch wenn diese im Nachhinein alles gerne anders darstellten. Doch Roberts zeigt auch auf, welche Fehlentscheidungen getroffen wurden (nicht nur jene Hitlers). Dass anfangs Hitlers Truppen durch diverse Überraschungsangriffe punkten konnten und so eine militärische Überlegenheit aufzeigten, bringt ihnen das Lob des Autors ein. Doch der weitere Verlauf, der Größenwahn Hitlers, bis hin zu planlosem Dahingemetzel kritisiert der Autor massiv. Interessant auch, dass der Autor Szenarien aufzeigt, wenn gewisse Entscheidungen anders gefallen wären. Ich finde das Buch sehr gelungen, man erhält ordentlich zusammengefasst ein Werk, welches das gesamte Spektrum rund um den Zweiten Weltkrieg abdeckt. Es bleibt jedem selbst überlassen, welche Schlüsse man daraus für unser heutiges Europa zieht. Der Krieg liegt lange zurück, doch manches Mal scheint es, gewisse Dinge wiederholen sich. 5 Sterne
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