Das Gegenteil von Hasen als Buch (gebunden)
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Das Gegenteil von Hasen

Roman. Empfohlen ab 14 Jahre.
Buch (gebunden)
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Sie sind in derselben Jahrgangsstufe und trotzdem in verschiedenen Welten. Julia, Marlene und Leonard im Zentrum der Aufmerksamkeit, der Rest irgendwo in ihrer Umlaufbahn. Dann geschieht etwas, das alles verändert: Eines Morgens macht plötzlich eine … weiterlesen
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Produktdetails

Titel: Das Gegenteil von Hasen
Autor/en: Anne Freytag

ISBN: 3453272803
EAN: 9783453272804
Roman.
Empfohlen ab 14 Jahre.
Heyne Verlag

25. Mai 2020 - gebunden - 415 Seiten

Beschreibung

Sie sind in derselben Jahrgangsstufe und trotzdem in verschiedenen Welten. Julia, Marlene und Leonard im Zentrum der Aufmerksamkeit, der Rest irgendwo in ihrer Umlaufbahn. Dann geschieht etwas, das alles verändert: Eines Morgens macht plötzlich eine Internetseite die Runde, die bis dato auf privat gestellt war. Darauf zu finden sind Julias ungefilterte Gedanken, Bomben in Wortform, die sich in kürzester Zeit viral verbreiten. Es sind Einträge, die ein ganz anderes Bild des beliebten Mädchens zeigen, das alle zu kennen glauben.
Wer hinter der Aktion steckt, ist zunächst unklar, doch nach und nach kommt heraus: Gründe dafür hätten einige.

Portrait

Anne Freytag hat International Management studiert und als Grafikdesignerin gearbeitet, bevor sie sich ganz dem Schreiben von Romanen widmete. Für ihre ersten beiden Jugendbücher wurde sie für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert, für ihren dritten Roman »Nicht weg und nicht da« für den Buxtehuder Bullen 2018. Außerdem erhielt sie dafür den Bayerischen Kunstförderpreis in der Sparte Literatur. Zuletzt bei Heyne fliegt erschienen: »Mein Leben basiert auf einer wahren Geschichte«. Die Autorin lebt mit ihrem Mann in München.

Leseprobe

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Pressestimmen

"Anne Freytag hat einen unverwechselbaren Schreibstil ohne große Schnörkel, man kommt schnell in die Geschichte und man hat das Gefühl danach immer etwas klüger zu sein, als zuvor." hr1 (Nicole Abraham)

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Bewertungen unserer Kunden
Wieder eine sehr spannende und packende Story aus München
von L. Freistedt-Buchhändler aus Erfurt - 06.07.2020
Was passiert wenn Tagebucheinträge welche beschreiben was genau ich in anderen Personen sehe und beobachte ungeschminkt an die Öffentlichkeit gelangen. Für Julia wird dieser Albtraum war und plötzlich steht sie im Zentrum der Aufmerksamkeit. Besonders gefallen hat mir, dass die Charaktere durch die über sie geschriebenen Tagebucheinträge wachsen und nicht einfach nur abblocken, dies gibt dem Leser doch sehr viel mit auf den Weg wie doch mit Kritik umgegangen werden kann und das es viel besser ist sich konstruktiv mit ihr auseinanderzusetzen ohne das die Autorin gleich mit der Moralkeule auf den Leser los geht. Wie bei "Nicht weg und nicht da" hat die Autorin auch wieder die zu der Situation passenden Musikstücke hinzugefügt, so kann der Leser noch besser in der Gefühlswelt der beschriebenen Personen abtauchen und besser in dem Roman versinken.
Wieder eine sehr spannender und packender Roman aus München
von L. Freistedt- Buchhändler aus Erfurt - 06.07.2020
Was passiert wenn Tagebucheinträge welche beschreiben was genau ich in anderen Personen sehe und beobachte ungeschminkt an die Öffentlichkeit gelangen. Für Julia wird dieser Albtraum war und plötzlich steht sie im Zentrum der Aufmerksamkeit. Besonders gefallen hat mir, dass die Charaktere durch die über sie geschriebenen Tagebucheinträge wachsen und nicht einfach nur abblocken, dies gibt dem Leser doch sehr viel mit auf den Weg wie doch mit Kritik umgegangen werden kann und das es viel besser ist sich konstruktiv mit ihr auseinanderzusetzen ohne das die Autorin gleich mit der Moralkeule auf den Leser los geht. Wie bei "Nicht weg und nicht da" hat die Autorin auch wieder die zu der Situation passenden Musikstücke hinzugefügt, so kann der Leser noch besser in der Gefühlswelt der beschriebenen Personen abtauchen und besser in dem Roman versinken.
Ein gefühlvolles Buch mit einer wichtigen Thematik
von Tinis Bücherwelt und mehr - 05.07.2020
Als ich schon das Cover und den Titel zu Das Gegenteil von Hasen von Anne Freytag sah, wusste ich sofort, dass ich das Buch lesen muss - ohne überhaupt zu wissen, worum es eigentlich geht. Doch auch der Klappentext klang sofort vielversprechend und ich wurde auch nicht enttäuscht, denn das Buch hat mir einige tolle Lesestunden gebracht und zwischenzeitlich bekam ich auch Gänsehaut, da mich die Geschichte wieder sehr berührt hat. Julia Nolde gehört zu den beliebten Mädchen der Schule - jeder möchte mit ihr befreundet sein und dann ist sie auch noch mit dem Schulschwarm Leonard zusammen - ihr Leben scheint perfekt. Bis zu dem Tag, als ihr Laptop überraschend verschwindet und nach und nach Blogbeiträge auftauchen - geschrieben von Julia, doch niemand sollte sie jemals sehen, denn diese Beiträge enthalten ihre tiefsten Gedanken und nie hätte sie diese irgendwem anvertraut. Die Verbreitung der Texte ist nicht mehr aufzuhalten und plötzlich weiß die gesamte Schule darüber Bescheid - im Mittelpunkt Julia, die plötzlich nicht mehr weiß, was sie tun soll und ihr Leben steht von einer Sekunde zur anderen auf dem Kopf. Anne Freytag hat es wieder geschafft, mit einem leichten Schreibstil und einer lockeren Art ein Buch zu schreiben, welches eine so wichtige Thematik wie Mobbing beinhaltet und diese auf eine Weise thematisiert, dass man dennoch den Spaß am Lesen nicht verliert. Mir als Leserin ging diese Geschichte sehr nahe und ich konnte immer wieder kaum glauben, wie brutal es auf einer Schule zugehen kann - wie grausam die Schüler*innen zu einander sind und wie machtlos man als Elternteil oder Lehrer daneben steht ohne auch nur einen Ansatz davon zu ahnen.  Das Buch ist unterschiedlich geschrieben. Auf der einen Seite lesen wir immer wieder Protokolle über die Zusammenkünfte der Lehrer mit einem Schüler und dessen Eltern, was dort gesagt wird, wer beschuldigt wird und wie immer wieder jemand versucht sich rauszureden. Es wird oft Julia selbst die Schuld in die Schuhe geschoben - dass es ja gerecht sei, dass ihr das alles nun passiert nachdem, was sie geschrieben hat - ohne dass sich irgendwer mal fragt, warum sie das geschrieben hat, warum sie alle irgendwie doch täuschen konnte und was eigentlich wirklich dahinter steckt. Wir begleiten die Schüler durch die Tage bis zur Aufklärung des Falls, immer wieder mit Zeitangaben, wer wann wo ist und mit wem gerade was macht. Zwischendurch werden ab und an Kommentare einiger Schüler angezeigt, wobei mir nie klar war, ob das in einem Forum geschieht, ob das Aussagen sind, die die Schüler zu den Lehrern gesagt haben oder in welchem Moment diese erschienen sind. Aber das machen manche der Kommentare nicht weniger schickierend. Auch wenn mir das Buch nicht ganz so gut gefallen hat wie Nicht weg und nicht da , hat Anne Freytag es wieder geschafft mich mit ihrer Geschichte zu berühren. Dieses Buch sollte sehr viel Aufmerksamkeit bekommen, damit Mobbing in Schulen weniger verharmlost wird und vielleicht auch früher Anzeichen dessen erkannt werden kann. Es ist ein Wohlfühlbuch mit einer wichtigen Thematik und einer Geschichte, die mich als Leser nicht so schnell loslassen wird.
Ein Buch, das mit leisen Tönen ganz laut ist ... ein absolutes Must-Read
von Monina83 - 03.07.2020
Meine Meinung: Ich muss gestehen, dass ich das Buch zunächst aufgrund seines ungewöhnlichen Titels gar nicht im Kopf hatte. Erst als es dazu eine Kampagne von "ehrlich & anders" gab und ich deswegen den Klappentext gelesen hatte, wollte ich es lesen. Außerdem war ich sehr neugierig auf Anne Freytag, deren Bücher von vielen Bloggern und Lesern sehr gelobt werden, von der ich aber noch nichts gelesen hatte. Als ich zu lesen begann, war ich ehrlich gesagt etwas skeptisch. Man erfährt sofort, dass die Einträge von Julia veröffentlicht wurden und diese eingeschlagen sind, wie eine Bombe, aber im negativen Sinne. Was jedoch wirklich in den Beiträge steht, bleibt zunächst geheim, was bei mir die Neugierde bis ins Unermessliche gesteigert hat. Es werden immer nur Andeutungen gemacht, Personen erzählen, dass sie schockiert sind, mit den Worten verletzt wurden, dass sie das nie von Julia gedacht hätten usw. aber was sie denn nun wirklich geschrieben hat, erfährt man erst nach dem ersten Viertel des Buches. Ich muss ja gestehen, das hat mich fast wahnsinnig gemacht, ist aber natürlich ein gekonnter Trick der Autorin, ihre Leser am Ball zu behalten. Mich hat sie damit jedenfalls gekriegt und ich war richtig an die Seiten gefesselt und das obwohl ich mich erst einmal an den Schreibstil gewöhnen musste. Tatsächlich verbringt man als Leser nämlich viel Zeit in der Gedankenwelt der einzelnen Charaktere. Jeder erzählt aus seiner Sicht, wie er die Dinge erlebt hat, schildert seine Gefühle und Gedanken, berichtet von seinen Erfahrungen mit Julia und vom Umgang mit der ganzen Situation. Dadurch bekommt man vor allem anfangs wenig Dialoge, dafür viele Erzählungen. Eigentlich mag ich das ja nicht besonders, weil ich finde, dass Dialoge ein Buch flüssiger machen, aber in diesem Fall hat es perfekt zur Geschichte und zu den Protagonisten gepasst und nachdem ich mich daran gewöhnt hatte, fiel es mir auch gar nicht mehr großartig auf. Die Story an sich ist durch die ganzen Verdächtigungen wirklich sehr spannend. Als Leser versucht man Hinweise zu finden und das Rätsel zu entschlüsseln, wer hinter der Veröffentlichung steckt. Doch obwohl mich das brennend interessiert hat, geriet es irgendwann doch in den Hintergrund, weil es viel wichtiger wurde, was zwischen den Protagonisten passiert. Die Veröffentlichungen der Beiträge zieht nämlich einen ziemlichen Rattenschwanz hinter sich her und wirkt sich auf das Leben aller aus, manchmal im negativen, manchmal aber auch im positiven Sinne. Dabei versteht es Anne Freytag sehr gut, die Probleme von Jugendlichen in all ihrer Vielfältigkeit darzustellen und so geschickt in die Geschichte einzuflechten, dass sie einfach zu den Protagonisten dazugehören. Es geht um die erste Liebe, um Sex und Sexualität, um Verhütung, um Aussehen, um Schönheitsideale und Mobbing. Es geht um Freundschaft, ums anders sein, darum, sich anzupassen oder seinen Weg zu gehen, es geht um Erwartungen, um Familie und wie man als Jugendlicher in all dem seinen Platz findet. Dabei geht Anne Freytag auch wie selbstverständlich (und genau so sollte es sein), mit den Themen Homosexualität und verschiedene Ethnien um. Es gibt ein Mädchen, das auf Mädchen steht und eines, das bi ist. Da gibt es eine Protagonistin mit asiatischen Wurzeln und einen mit dunkler Haut, alles ganz normal und kein großes Thema. Genau so sollte das meiner Meinung nach in Büchern sein. Aber dieses Buch hat mich überhaupt dahingehend fasziniert und begeistert, dass es ohne großartige Effekthascherei auskommt. Natürlich werden Wahrheiten ausgesprochen, die man vielleicht nicht gerne hört und Dinge werden veröffentlicht, die eigentlich privat bleiben sollten, aber DER große Skandal bleibt aus, denn das hat die Geschichte auch gar nicht nötig. Es gibt genug Sachen, mit denen sich Jugendliche herumschlagen müssen und damit ist das Buch herrlich authentisch und Leser in dem passenden Alter können sich sicher sehr gut damit identifizieren. Mich hat es jedenfalls schwer begeistert, wie dieses Buch mit leisen Tönen doch so laut sein kann. Fazit: Auf "Das Gegenteil von Hasen" bin ich erst auf den zweiten Blick aufmerksam geworden, hätte aber wirklich einiges verpasst, wenn ich es nicht gelesen hätte, denn dieses Buch hat mich schwer beeindruckt. Sehr authentisch schreibt Anne Freytag über die Probleme von Jugendlichen und nimmt dabei auch verschiedene Arten der Sexualität oder Ethnien wie selbstverständlich in den Alltag mit auf. Ohne Effekthascherei, aber sehr einfühlsam geht sie auf verschiedene Themen wie Mobbing, Outing, familiäre Probleme, Freundschaft, erste Liebe, Enttäuschungen, Schönheitsideale, Erwartungen der Eltern oder der Gesellschaft, Sex und Verhütung und vor allem die Macht der Worte ein. Denn manchmal tut die Wahrheit weh, aber manchmal kann sie auch eine neue Chance eröffnen. Ein Buch, das zeigt, dass es mit leisen Tönen doch so laut sein kann. Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.
Aus tiefstem Herzen menschlich und ehrlich
von Y. Schwindhammer - 28.06.2020
Das Ende der Schulzeit in der Oberstufe ist in Sicht. Und an jeder Schule gibt es "DIE" Clique, in deren Dunstkreis sich jeder gern sonnen möchte oder aber einfach nur das Daueropfer dieser Clique ist. Julia, Marlene und Leonard sind genau so eine Clique: Allseits beliebt, keine schlechten Schüler, die Zwillinge Marlene und Leonard aus einem privilegierten Elternhaus und immer ein Mobbing-Opfer findend. Julia hat es mit ihrer Mutter, die drei Jobs gleichzeitig hat, nicht so leicht, denn um ihre Geschwister muss sie sich auch noch kümmern. Ihre geheimsten Gedanken vertraut sie daher einem Internet-Blog auf ihrem Laptop an. Und dann der Super-GAU: Ihr Laptop geht verloren und plötzlich werden ihre Einträge im Internet öffentlich für jeden zugänglich. Doch wer ist für den nun folgenden Dauer-Spießrutenlauf von Julia verantwortlich? Wer ist Hase und wer ist das Raubtier im "Hasenpelz"? "Das Gegenteil von Hasen" von Anne Freytag ist keine Jugendliteratur im klassischen Sinne, auch wenn die Protagonisten zum größten Teil Jugendliche sind. Es geht viel mehr um ganz normale gesellschaftsproblematische Dinge wie Mobbing, Fluch und Segen des Internets, Trennung innerhalb der Familie, damit einhergehender gesellschaftlicher Abstieg und Schamgefühle. Doch auch eher jugendliche Probleme wie das Finden der eigenen sexuellen Identität, inklusive dem Dazustehen, das Finden der Stellung innerhalb der Gesellschaft, Schließen von Freundschaften und Aufkommen von Liebe, der Schmerz, wenn diese ein Ende finden, stellen einen großen Teil des Romans dar. All dies wird von der Autorin in unglaublich ehrliche, knackige Worte verpackt. Ich gebe zu, der Einstieg in das Buch fiel mir zuerst nicht leicht, denn eigentlich wollte ich erst einmal nur schnell ins Buch hineinlesen. Dabei kam ich mit Julia zuerst überhaupt nicht klar, ich konnte sie nicht richtig fassen. Doch schnell merkte ich, dass ich einfach beim Weiterlesen bleiben musste, denn so entgingen mir keine der vielen Kleinigkeiten und Zusammenhänge. So spülte mich die Handlung regelrecht mit sich fort. Und ich wurde nicht enttäuscht: Ein Krimi verpackt in einer Geschichte über Jugendliche, die beim Suchen ihrer Identität mit dem ganz normalen Leben konfrontiert werden. Es war für mich hochinteressant, über die Auswirkungen von Mobbing aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu lesen. Und hier kommt Linda ins Spiel: Hut ab vor dieser starken Persönlichkeit! Sie hat mich persönlich am meisten beeindruckt. Auch das Cover möchte ich nicht unerwähnt lassen. Das niedliche kleine, unschuldig blickende Häschen wirft doch einen interessanten Schatten. Ob es nun ein Fuchs oder ein Wolf ist, ist völlig zweitrangig. Für mich stellt es einfach nur die Möglichkeit der Zweideutigkeit dar, die in vielen Dingen im Leben zu finden ist. Ganz nebenbei begegnet ein kleiner Hase im Buch mehreren Personen, einfach so und mitten in der Stadt. So wurde auch das Cover von der Autorin wunderbar ins Geschehen eingearbeitet. Fazit: Anne Freytag, von der ich vorher noch kein Buch gelesen hatte, was ich aber nun dringend ändern muss, hat mir mit diesem Roman über tiefste Menschlichkeit, Ehrlichkeit und Moral das bisherige Lese-Highlight des Jahres beschert. Ich gebe zu, am Ende habe ich doch leicht vor mich hin geschnieft und sinnierte noch einige Zeit für mich hin. Das passiert mir echt selten. Daher bin ich regelrecht gezwungen, eine volle Leseempfehlung zu geben. Aber bitte den Roman nicht mal schnell zwischendurch lesen, da entgeht dem Leser doch so einiges und das wäre schade.
Aus tiefstem Herzen menschlich und ehrlich
von Y. Schwindhammer - 28.06.2020
Das Ende der Schulzeit in der Oberstufe ist in Sicht. Und an jeder Schule gibt es "DIE" Clique, in deren Dunstkreis sich jeder gern sonnen möchte oder aber einfach nur das Daueropfer dieser Clique ist. Julia, Marlene und Leonard sind genau so eine Clique: Allseits beliebt, keine schlechten Schüler, die Zwillinge Marlene und Leonard aus einem privilegierten Elternhaus und immer ein Mobbing-Opfer findend. Julia hat es mit ihrer Mutter, die drei Jobs gleichzeitig hat, nicht so leicht, denn um ihre Geschwister muss sie sich auch noch kümmern. Ihre geheimsten Gedanken vertraut sie daher einem Internet-Blog auf ihrem Laptop an. Und dann der Super-GAU: Ihr Laptop geht verloren und plötzlich werden ihre Einträge im Internet öffentlich für jeden zugänglich. Doch wer ist für den nun folgenden Dauer-Spießrutenlauf von Julia verantwortlich? Wer ist Hase und wer ist das Raubtier im "Hasenpelz"? "Das Gegenteil von Hasen" von Anne Freytag ist keine Jugendliteratur im klassischen Sinne, auch wenn die Protagonisten zum größten Teil Jugendliche sind. Es geht viel mehr um ganz normale gesellschaftsproblematische Dinge wie Mobbing, Fluch und Segen des Internets, Trennung innerhalb der Familie, damit einhergehender gesellschaftlicher Abstieg und Schamgefühle. Doch auch eher jugendliche Probleme wie das Finden der eigenen sexuellen Identität, inklusive dem Dazustehen, das Finden der Stellung innerhalb der Gesellschaft, Schließen von Freundschaften und Aufkommen von Liebe, der Schmerz, wenn diese ein Ende finden, stellen einen großen Teil des Romans dar. All dies wird von der Autorin in unglaublich ehrliche, knackige Worte verpackt. Ich gebe zu, der Einstieg in das Buch fiel mir zuerst nicht leicht, denn eigentlich wollte ich erst einmal nur schnell ins Buch hineinlesen. Dabei kam ich mit Julia zuerst überhaupt nicht klar, ich konnte sie nicht richtig fassen. Doch schnell merkte ich, dass ich einfach beim Weiterlesen bleiben musste, denn so entgingen mir keine der vielen Kleinigkeiten und Zusammenhänge. So spülte mich die Handlung regelrecht mit sich fort. Und ich wurde nicht enttäuscht: Ein Krimi verpackt in einer Geschichte über Jugendliche, die beim Suchen ihrer Identität mit dem ganz normalen Leben konfrontiert werden. Es war für mich hochinteressant, über die Auswirkungen von Mobbing aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu lesen. Und hier kommt Linda ins Spiel: Hut ab vor dieser starken Persönlichkeit! Sie hat mich persönlich am meisten beeindruckt. Auch das Cover möchte ich nicht unerwähnt lassen. Das niedliche kleine, unschuldig blickende Häschen wirft doch einen interessanten Schatten. Ob es nun ein Fuchs oder ein Wolf ist, ist völlig zweitrangig. Für mich stellt es einfach nur die Möglichkeit der Zweideutigkeit dar, die in vielen Dingen im Leben zu finden ist. Ganz nebenbei begegnet ein kleiner Hase im Buch mehreren Personen, einfach so und mitten in der Stadt. So wurde auch das Cover von der Autorin wunderbar ins Geschehen eingearbeitet. Fazit: Anne Freytag, von der ich vorher noch kein Buch gelesen hatte, was ich aber nun dringend ändern muss, hat mir mit diesem Roman über tiefste Menschlichkeit, Ehrlichkeit und Moral das bisherige Lese-Highlight des Jahres beschert. Ich gebe zu, am Ende habe ich doch leicht vor mich hin geschnieft und sinnierte noch einige Zeit für mich hin. Das passiert mir echt selten. Daher bin ich regelrecht gezwungen, eine volle Leseempfehlung zu geben. Aber bitte den Roman nicht mal schnell zwischendurch lesen, da entgeht dem Leser doch so einiges und das wäre schade.
Flottes Jugendbuch mit großem Suchtfaktor und authentischen Charakteren!
von Der Medienblogger - 25.06.2020
Als ich vor knapp drei Jahren im Urlaub Den Mund voll ungesagter Dinge beendet habe, beschrieb ich es in der dazugehörigen Rezension als einfach schön . Anne Freytag hat darin bereits eindrucksvoll bewiesen, dass sie charmante Charaktere entwerfen kann, die aus dem echten Leben zu stammen scheinen. Das sommerliche Gefühl, das meine Brust erfüllt, wenn ich an das Buch zurückdenke, war Auslöser für meine hohe Erwartungshaltung gegenüber Das Gegenteil von Hasen . Der Schreibstil der Autorin ist ab der ersten Seite wieder sehr flüssig und lässt sich gut lesen. Bis zum letzten Kapitel kann man das Buch nicht mehr aus der Hand legen, so groß ist der Suchtfaktor. Sie entwirft ein spannendes Szenario, das neben seinem Unterhaltungswert auch noch einen Miträtsel-Effekt kreiert, der das Lesepublikum in den Bann schlägt. Die auftretenden Figuren sind authentisch ausgearbeitet und vielseitig. Es bereitet richtig Freude, sie auf den vierhundert Seiten zu begleiten. In der vorliegenden Geschichte verblassen die Grenzen, die klassisch gute Figuren von den bösen trennen, vielmehr erkennt man - wie im wahren Alltagsleben - unterschiedliche Motive wie Rache, Selbstschutz oder Treue hinter den Aktionen der Mitmenschen. Der Buchtitel ist dafür eine schöne Metapher. Die Autorin bedient sich dabei auf geschickte Art und Weise eines Perspektivwechsels, durch den das Lesepublikum einen Überblick über das Innenleben zahlreicher Charaktere erhält. Das weiß bis auf die Szenen, die den Bewusstseinsstrom der Schulleiterin wiedergeben, durchaus zu begeistern; diese sind für den Handlungsfortschritt nur wenig ergiebig. Dass ich mich mit den meisten Figuren selbst gut identifizieren konnte, ermöglicht ein völliges Eintauchen in die Geschichte. Zudem gefällt mir die bunte Bandbreite an Werten, die Freytag ihren Leser*innen mit auf den Weg gibt. Ihr lauter Aufruf zu gegenseitiger Toleranz und gemeinsamer Solidarität und gegen soziale Ausgrenzung aller Art ist eine starke Botschaft für die jugendliche Zielgruppe. Die angesprochenen Thematiken haben einen großen Alltagsbezug, wodurch die Autorin ihr Feingefühl für die heutige Generation unter Beweis stellt. Denn: sie veralbert sie nicht in von Klischees triefenden Parodien, sondern nimmt die Jugendlichen und mitsamt ihren Ängsten, Sorgen und Problemen ernst. Der großartige Miträtsel-Effekt, der das hohe Erzähltempo mit sich zieht, wird leider etwas gemildert durch das etwas ernüchternde Ende. Ich möchte nicht sagen, dass mir das Ende nicht gefallen hat, denn es kam definitiv unerwartet. Aber leider ist es etwas hinter meinen Erwartungen zurückgeblieben und konnte somit nicht mit der Qualität des restlichen Romans mithalten. Eine langfristige Wirkung bleibt bei der vorliegenden Lektüre aus, denn dadurch geht die Handlung nicht genügend in die emotionale Tiefe. Dennoch liegt hier ein leicht zu lesendes, amüsantes Jugendbuch vor, das ich uneingeschränkt weiterempfehlen kann. Das Gegenteil von Hasen ist ein flottes Jugendbuch mit großem Suchtfaktor und authentischen Charakteren, das auf seinen vierhundert Seiten durchweg zu unterhalten weiß.
Ein wunderbares Buch - nicht nur für Jugendliche
von timothy1971 - 15.06.2020
Ich kannte bisher noch kein Buch von Anne Freytag und habe "Das Gegenteil von Hasen" gelesen, weil ich den Klappentext spannend und das Thema interessant fand. Sowohl der Schreibstil als auch der Inhalt haben mich sofort in den Bann gezogen und ich wollte immer wissen wie es weitergeht. Die Handlung ist in einige aufeinanderfolgende Tage aufgeteilt, an denen zu verschiedenen Zeiten das Geschehen jeweils aus Sicht der Protagonisten geschildert wird. Dabei kommt nach und nach ans Licht, dass nicht alles so ist wie es scheint und manche Fassade beginnt zu bröckeln. So basiert die Spannung nicht alleine darauf, wer den Stein durch die Veröffentlichung von Julias geheimen Einträgen über ihre Mitschüler ins Rollen gebracht hat, sondern wie sich die Personen (und das sind nicht nur Julias jugendliche Mitschüler) entwickeln und so langsam ihr wahrer Charakter zum Vorschein kommt. Dabei - so viel kann man vorwegnehmen - entpuppt sich am Ende für einige das vermeintliche Drama zum Glücksfall, indem das Zwangsouting ihnen erlaubt endlich sie selbst zu sein. Der Roman überzeugt auf ganzer Linie durch seine aktuelle Thematik (Cyber-)Mobbing, seine einfühlsame aber sehr gut lesbare Sprache und seine Aussage, die eher dezent aber doch deutlich genug rüberkommt. Dazu gibt es noch einen tollen Soundtrack, der in verschiedenen Situationen die Stimmung der jeweiligen Person auch akustisch wiedergibt (die Lieder werden mit Titel und Interpret genannt und ich empfehle jedem/-r Leser/-in sich die Mühe zu machen, die Songs an den entsprechenden Stellen anzuhören - sie sind z.B bei YouTube problemlos zu finden). Alles in allem ein wunderbares Buch - nicht nur für Jugendliche.
Mit dem Rücken zur Wand
von hasirasi2 - 12.06.2020
"Jeder von uns ist in der Geschichte eines anderen der Böse." (S. 403) Julia, Marlene und Leonard sind befreundet und die beliebten Schüler ihrer Schule, wobei Julia immer ein bisschen im Schatten der anderen beiden steht. Das Trio hat jahrelang andere gemobbt und obwohl ihr "Hauptopfer" heute da darübersteht, hat es die seelischen und körperlichen Verletzungen natürlich nicht vergessen. Vor ihren Mitschülern, Freunden und der Familie ist Julia stets nett, höflich und ausgeglichen. Ihre Mutter ist stolz auf sie und dankbar, weil sie bei der Erziehung und Versorgung ihrer jüngeren Geschwister hilft. Doch alles, was Julia stört oder sie sich nicht zu sagen traut, vertraut sie ihrem Wordpress-Blog an. Sie hat Angst, sonst an den ungesagten Worten zu ersticken. "Jeder Eintrag ein Schwall aus erbrochenen Worten." (S. 35) Der Blog ist nicht öffentlich, nur für sie bestimmt, und auf ihrem Laptop gespeichert. Doch eines Tages ist der Laptop weg und ihre Posts werden nach und nach veröffentlicht. "Sie denkt an die vielen Wahrheiten, die oft nur in dem Moment gestimmt haben. ¿ Worte als Ventile, die nun zu Waffen werden." (S. 160) Jeder Tag in der Schule wird zum Spießrutenlaufen. "Normalerweise wird Julia gesehen, heute wird sie angestarrt." (S. 139) Plötzlich kennen alle ihr innersten Gedanken und Gefühle und hassen sie dafür - denn sie hält ihnen einen Spiegel vor. "Mich durch ihre Augen zu sehen, war, als würde meine Realität zum ersten Mal vollkommen scharf. Als wäre ich davor immer ein bisschen kurzsichtig durchs Leben gegangen." (S. 121) Was sie geschrieben hat, ist oft die Wahrheit und verletzt die Betreffenden. Anne Freytags neuestes Jugendbuch "Das Gegenteil von Hasen" hat mich 30 Jahre zurück in meine Schulzeit katapultiert, denn auch ich wurde gemobbt. Ich fand es interessant, die Beweggründe der Mobber zu lesen - lieber andere niedermachen und damit von sich ablenken, als selbst in die Schusslinie geraten. Und genau wie die Rektorin habe auch ich überlegt, ob ich mich so an meinen Peinigern gerächt hätte, wenn sich mir die Chance geboten hätte. Die verschiedenen Betroffenen erzählen ihre Geschichte, Erlebnisse, Gedanken und Gefühle abwechselnd selbst, unterbrochen von den veröffentlichten Posts und dem Protokoll der Schulleitung. Dadurch ist der Erzählstil zum Teil sehr rau und hart, aber auch ehrlich, aufwühlend, erschütternd und extrem emotional. Die Hauptthemen sind Freundschaft, Vertrauen, Liebe, Sexualität und natürlich Geheimnisse. Das Buch entwickelt schnell eine unglaubliche Dynamik, zieht den Leser in einen Sog, spielt mit Erwartungen und Gefühlen. Wann kommt der nächste Post und wen trifft es? Kommt auch Julias größtes Geheimnis ans Licht? Wo zieht der Verursacher die (moralische) Grenze? Die Suche nach ihm liest sich so spannend wie ein Krimi. Ich war mir mehrfach sicher, sie oder ihn enttarnt zu haben, und lag dann doch wieder falsch. Und obwohl ich die Situation aus eigenem Erleben kenne, haben mir nicht nur die Schüler leidgetan, über die Julia geschrieben hat und deren Geheimnisse jetzt plötzlich keine mehr sind, sondern auch sie selbst. Sie ist eine normale Jugendliche, mit den üblichen Problemen und Sorgen, die ihren Platz im Leben noch finden muss und beliebt sein will. Und ihre Post waren ja auch nur für sie bestimmt - sie wollte niemanden absichtlich verletzen, das will nur derjenige, der sie jetzt veröffentlicht Ich finde es gut, dass die Autorin auch auf die Auslöser fürs Mobbing eingeht - z.B. Religion, Aussehen oder sozialer Hintergrund. Damit macht sie klar, dass es jeden von uns erwischen kann. Denn wer mobben will, findet einen Grund. Meiner Meinung nach sollte das Buch an allen Schulen als Pflichtlektüre gelesen werden.
Das Internet vergisst nie!
von g - 12.06.2020
Diese traurige Erkenntnis muss Julia machen, als erst ihr Laptop verschwindet und kurz danach ein Shitstorm ohnegleichen losbricht, da ihr geheimes Online-Tagebuch öffentlich gemacht wurde. Darin befinden sich leider keine romantischen Schwärmereien und übliche Teenie-Probleme, sondern ein brutales Sammelsurium von Schlägen unter die Gürtellinie und das bei den Menschen, die ihr wichtig sind. Anne Freytag lässt mit ihrer unnachahmlichen und jugendlichen Sprache ein spannendes Jugendbuch rund um Mobbing und Pubertät entstehen. Für mich waren besonders das ansprechende Cover und der bisherige Ruf von Freytag als DER Jugendbuchautorin Gründe das Buch zu lesen. Anders als der Klappentext es vermuten lässt, dauert es eine Weile bis Julias Posts an der Schule die Runde machen. Dadurch sind die Charaktere bis dahin gut bekannt und als Leser*in fühlt man mehr mit, aber durch den Klappentext war ich doch auf den ersten 100 Seiten eher ungeduldig und wollte, dass es endlich losgeht. Als es dann losgeht, herrscht großes Chaos. Der ständige Perspektivwechsel passt hier sehr gut und erinnerte mich an den Film 8 Blickwinkel, denn nur langsam verkleinert sich der Verdächtigenkreis. Zwar ist die Masse schnell sicher, wer Julia so in die Pfanne hauen will, aber wie so oft, ist die Mehrheit nicht automatisch auf der richtigen Fährte! Für Julia bricht unterdessen ein Leben als beliebtes Mädchen und Alpha-Weibchen zusammen, sie wird Opfer von heftiger psychischer und physischer Gewalt. Zum Glück gibt es vernünftige Menschen, die Julia trotz ihrer heftigen Tagebucheinträge stützen. Das Buch liest sich durch den jugendlichen Schreibstil sehr flüssig, verschiedene brisante Themen wie Coming Out, Sexualität und Migration werden neben dem Hauptthema Mobbing angerissen und gut dargestellt. Manch*e Leser*in mag die Probleme vielleicht als pubertär abtun, aber für jugendliche Leser*innen sind sie mit viel Tiefgang beschrieben. Mein größter Kritikpunkt ist tatsächlich das sogenannte Finale. Im Grunde baut sich die Spannung im Mittelteil auf und ich habe einen Paukenschlag zum Ende erwartet. Stattdessen waren die letzten 100 Seiten aber mehr wie bei Rosamunde Pilcher. Julias Postings haben alle einmal durchgeschüttelt und am Ende ist alles gut? Das erscheint mir unrealistisch und einfallslos, aber vielleicht sollten Jugendbücher eben doch ein Happy End-Gesamtpaket enthalten. Leider war mir auch die/der Schuldige im Verlauf des gesamten Buches zu blass, sodass ich sein/ihr Motiv nur bedingt nachvollziehen konnte. Trotz des sehr seichten Endes ein wahrlich schönes Jugendbuch mit perfekter Jugendsprache und vielen wichtigen Themen, die öfter in Büchern angesprochen werden sollten. Und irgendwo findet sich bei Anne Freytag jede*r wieder. Das Motto von Heyne[fliegt trifft es gut: Ein tolles Buch zum Erwachsenwerden!
Ein absolutes Must-Read! Es werden unglaublich wichtige Themen angesprochen
von Lenisworldofbooks - 07.06.2020
Julia Nolde schreibt ihre Gedanken über andere Leute auf ihrem Internet Blog auf und lässt ihren Gedanken wirklich komplett freien Lauf. Natürlich ist dieser auf privat gestellt. Doch dann verschwindet plötzlich ihr Laptop und ihr Blog wird öffentlich. All ihre Gedanken, die teilweise sehr verletzend sind, können jetzt alle lesen. Doch wer hat dies getan? Für mich ich das Gegenteil von Hasen ein absolutes Must-Read. In diesem Buch geht es vor allem um Mobbing bzw. Cybermobbing, aber es werden auch noch andere sehr wichtige Themen angesprochen. Doch trotz der vielen Themen wirkt es nicht unglaubwürdig oder übertrieben. Das Buch ist ehrlich und unbeschönigt. Es ist einfach nur echt! Wie Anne Freytag mit den Wörtern umgehen kann ist einfach unglaublich. Mich konnte jede Seite so sehr berühren und zum Nachdenken bringen. Mir ging die Geschichte von Julia sehr sehr nahe. Es ist definitiv keine leichte Lektüre. Der Schreibstil ist so super und das Buch ist bis zur letzten Seite total spannend. In meinem Kopf haben sich die ganze Zeit Theorien entwickelt, wer denn hinter der Veröffentlichung stecken konnte. Und immer wieder wurden sie dann doch nicht bestätigt. Ich konnte es gar nicht mehr aus der Hand legen und hätte es am liebsten in einem Rutsch gelesen. Meine Erwartungen an das Buch wurden deutlich übertroffen. Jede Figur in dieser Geschichte ist besonders und hat sein eigenes Päckchen zu tragen. Es geht um viele verschiedene Personen, aber auch hier war es nicht zu viel. Durch die Einblicke in das Gefühlsleben von sehr vielen verschiedenen Charakteren wird das Buch noch tiefgründiger. Die einzelnen Einträge von Julia, die veröffentlicht wurden, konnte man auch ungeschönt nachlesen. Es sind einfach ihre Gedanken, wie sie ihr in den Kopf gekommen sind. Einfach echt! Es muss wirklich Horror gewesen sein, als diese veröffentlicht wurden. Julia tat mir in diesem Moment so leid und ich habe so sehr mit ihr mitgelitten. Ein Buch, das am besten jeder gelesen haben sollte. Jahreshighlight! 5/5 Sterne.
Zum Nachdenken anregend
von Vanny09 - 05.06.2020
Bei dem Buch Das Gegenteil von Hasen von Anne Freytag handelt es sich um einen Jugendroman ab 14 Jahren. Der Roman thematisiert u.a. die unbekannten Bedrohungen die Seitens des Internets ausgehen und das immer wieder auftretende große Thema Mobbing. Julias bis dato privaten und sentiven Blogeinträge werden für jeden sichtbar und dadurch verbreitet sich ein rasendes virales Lauffeuer. Wer hinter dieser Aktion steht und welche Motive dahinterstecken, lest ihr am Besten selbst. Das Cover hat mir auf Anhieb gefallen, ein absoluter Eyecatcher für alle Fans von Hasen und Kaninchen. Warum grade das Motiv verwendet wurde und was es mit dem Titel aufsich hat, wird immer Verlauf der Geschichte immer deutlicher. Der Roman ist zu einem absoluten Pageturner für mich geworden, damit hatte ich am Anfang absolut nicht gerechnet. Ich bin zwar keine 14 Jahre mehr aber ich habe mich trotzdem bestens unterhalten gefühlt. Der Schreibstil hat mir auf Anhieb gefallen, er war so angenehm und bildlich, dass ich das Buch leider schon in kürzester Zeit beendet hatte. Auch der Aufbau hebt sich deutlich von anderen Büchern ab. Neben der Einteilung in Tage und Uhrzeiten, finden wir hier auch immer wechselnde Gedankengänge der Protagonisten. Unterstützt wird dieses durch Textnachrichten, Gesprächsprotokolle oder auch Gesprächen untereinander. Dieser Aufbau sorgt für eine gelungene Abwechslung. Das Ende hatte es noch mal echt in sich, denn damit hätte ich nicht gerechnet. Die Charaktere waren zahlreich, so war für jeden was dabei. Besonders ans Herz gewachsen sind mir Linda und Julia. Sie haben eine tolle Entwicklung genommen und sorgen auch noch mal für die ein oder andere unerwartete Überrraschung. Fazit: Ein Buch, welches nicht durch jungen Lesern gefallen dürfte. Ich nehme auf jeden Fall einige Aspekte mit, die man noch mal überdenken sollte wie z.B. den Passwort- bzw. Schutz der eigenen Daten vorallem im Internet. Die Geschichte hat gezeigt, dass es wichtig ist nicht immer mit dem Strom zu schwimmen. Macht euch euer eigenes Bild und lasst euch nicht von den Vorurteilen anderer leiten.
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