Die Künstlerin Aye Klinge hat mit ihrem Comic-Roman Der Zahn ein tolles Debüt hingelegt!
Erzählt wird in ausdrucksstarken Bildern, die wenig Worte benötigen, die Geschichte der beiden Schulmädchen Mila und Karla.
Mila hat panische Angst vor Vampiren. Weil sie sich allgemein sehr leicht erschrecken lässt, wird sie von den anderen Kindern gemobbt. Nur Niklas steht ihr als Freund zur Seite, ansonsten verarbeitet Mila ihre Ängste, indem sie zeichnet.
Bis irgendwann ihre Klassenkameradin Karla nicht mehr mitmachen will beim Mobbing: Sie findet Mila nett und freundet sich mit ihr an.
Allerdings hat Karla selbst ein großes Geheimnis: Sie stammt selbst aus einer Vampirfamilie.
Als Karla bei Mila übernachtet und ihr ein Zahn ausfällt, droht ihr Geheimnis aufzufliegen, denn ein langer, spitzer Fangzahn beginnt zu wachsen ... Deshalb wollen Karlas Eltern sie von der Schule nehmen und stattdessen aufs Internat, eine weit entfernte Vampir-Akademie schicken. Doch Karla möchte weder ihren geliebten Opa noch ihre neue Freundin Mila verlieren.
Als Karlas wahre Identität gelüftet wird, gerät alles durcheinander und die Freunschaft der beiden Mädchen ist in Gefahr. Nur wenn starre Regeln gebrochen werden und Vorurteile überwunden werden, hätten sie eine Chance ...
Aye Klinge verbindet gruselig-unerhaltsamen Lesespaß perfekt mit Tiefgang. Die Geschichte setzt ein wichtiges Zeichen gegen Vorurteile, Ausgrenzung und Mobbing.
Die Vampirwelt ist hier eine wunderbare Metapher für Diversität, das Leben zwischen zwei Kulturen und das Gefühl, einfach anders zu sein und nicht in die normale Gesellschaft hineinzupassen.
Uns hat dieses Plädoyer für mehr Offenheit sehr gut gefallen: Ganz klare Leseempfehlung!
Vielen Dank an den Kibitz-Verlag und Lovelybooks.de für dieses Rezensionsexemplar!