Fangen wir mal mit der Optik an. Ich finde das Buch kommt unheimlich edel daher. Ich liebe ja Goldprägung und das macht das Buch hier einfach besonders hochwertig. Auch der goldene Buchrücken sieht super im Regal aus
Außerdem finde ich es super, dass das Buch ein Lesebändchen hat. So kann man sich direkt eine Seite markieren, die man vielleicht als nächstes backen möchte.
Das Buch beginnt mit einer Einführung und entführt uns direkt ins Wien der 20er. Hier wird einmal mit Bildern und Text geschildert, was alles als Inspirationsquelle für das Buch gedient hat. Normalerweise lese ich sowas eigentlich nicht. Aber hier fand ich es echt gut gemacht und war so neugierig, dass ich erstmal alles gelesen habe, bevor ich mich intensiver den Rezepten gewidmet habe.
Die Rezepte sind in sieben Kapitel unterteilt. Hierbei geht es um Kuchen, Torten, Schnitten, Tee Gebäck, Mehlspeisen, Weihnachtsgebäck und Puddings.
Ich glaube jeder der gerne backt, wird hier fündig werden. Natürlich sind nicht alle Rezepte für jeden. Ich persönlich bin zum Beispiel kein Fan von gebackenem Obst. Dafür liebe ich alle Arten von Rührteig und so habe ich schon im ersten Kapitel das Problem bekommen, nicht zu wissen, was ich zuerst backen soll - Luxusprobleme würde ich sagen. Ich denke es wird noch eine ganze Weile dauern, bis ich mich durch das Buch probiert habe. Und darauf freue ich mich schon sehr.
Die Rezepte selbst sind alle ziemlich gleich aufgebaut. Jedes Rezept wird von einem Foto begleitet, was ich persönlich auch super finde. Ich mag es einfach zu sehen, wie das fertige Ergebnis aussehen kann (auch wenn es manchmal etwas frustrierend ist, wenn man es nicht genauso hinbekommt ).
Auf der zweiten Seite befindet sich das Rezept selbst, mit einer Überschrift und einer kleinen Erklärung zum Rezept - woher es kommt, wann es erfunden wurde, woher es seinen Namen hat ....
Auf der Seite findet man dann sehr übersichtlich alle Zutaten aufgelistet, die man für den Teig, die Füllung usw. braucht. Was man hier allerdings nicht findet, sind die Utensilien, die man braucht, so wie eine komplette Zeitangabe. Diese muss man sich aus dem Rezept rauslesen. Das ist so ein bisschen der einzige Punkt, den ich etwas schade finde. Ich mag es, wenn ich auf den ersten Blick sehe, wie lange ein Rezept dauert, damit ich einschätzen kann, ob es zeitlich in den Rahmen passt. Auch mag ich es, wenn der Schwierigkeitsgrad dabei steht. Aber das ist wirklich meckern auf hohem Niveau.
Auch zwischen den einzelnen Rezepten gibt es immer wieder Anekdoten zu Zutaten oder den Rezepten.
Außerdem gibt es grundsätzliche Tipps und Tricks, wie man z.B. einen Rührkuchen macht, Torten am besten füllt, einen Biskuit macht oder bspw. was bei der Herstellung eines Germteigs wichtig ist.
Ich finde das Backbuch unheimlich toll. Ob ein einfacher Marmorkuchen oder eine aufwendige Sachertorte. Für alles findet man hier ein Rezept. Die Rezepte sind gut verständlich erklärt und die Bilder sind einfach unheimlich schön. Gerade die Optik muss ich hier noch einmal besonders herausstellen, denn die gefällt mir so so gut. Das Buch ist auf jeden Fall ein neues Schmuckstück in meinem Backbuch Regal.