Ein Sommer in Rom, der viel zu schnell vergeht
Manchmal braucht es nur einen fremden Jungen und eine unbekannte Gasse, damit aus einem Sommer plötzlich eine Erinnerung fürs ganze Leben wird.Rom wird in "Run Away With Me" viel mehr als nur zur Kulisse. Zwischen alten Gebäuden, Kunstwerken, versteckten Orten und Geschichten habe ich mich gemeinsam mit Danny und Angelo durch die Stadt treiben lassen. Besonders schön fand ich, wie langsam aus Neugier Nähe entsteht. Diese erste Liebe fühlt sich zart, aufregend und gleichzeitig unglaublich verletzlich an.Brian Selznick erzählt dabei wunderbar bildhaft und beinahe verträumt. Vergangenheit und Gegenwart fließen ineinander, und Rom scheint selbst Geheimnisse zu flüstern. Die Illustrationen verstärken diese besondere Stimmung zusätzlich und haben mich immer wieder innehalten lassen.Ganz leise liegt jedoch von Anfang an ein Abschied über der Geschichte. Danny weiß, dass dieser Sommer irgendwann endet, und genau dieses Wissen macht viele Momente zwischen den beiden noch intensiver. Manchmal war mir die Erzählung etwas zu ruhig, doch gerade ihre melancholische Atmosphäre hat mich berührt.Eine wunderschöne Geschichte über erste Liebe, Sehnsucht, Entdeckung und einen Sommer, den man am liebsten für immer festhalten würde.