Englands größter Kriegerkönig - Dan Jones mitreißende Biografie
Henry ist ein Kind, das unerwartete Zufälle, ein wohlmeinender Gott und ein strenger Vater mit jahrelanger Präzision zu einem König formen. Als er mit sechsundzwanzig Jahren schließlich den englischen Thron besteigt, übt er das Amt des Königs genauso aus, wie man es von ihm erwartet: hart gegenüber Feinden und Verrätern, kompromisslos in seinem Anspruch an sich und andere, fest im Glauben und unnahbar hinter einer Maske kühler Abgeklärtheit, durch die in den seltenen Momenten der Ruhe eine künstlerische Seite schimmert.
Im kalten Februar 1400 schreitet ein Junge hinter dem Sarg Richards II. und zweifelt bitterlich an einer Entscheidung seines Vaters. Warum musste Richard sterben? War Gnade denn keine Option? Dieser Dreizehnjährige wird eines Tages König von England sein, wird von den Zeitgenossen verehrt und später von Shakespeare literarisch unsterblich gemacht werden. Henry V. ist der Staatsmann, der besser als jeder andere seiner Zeit versteht, wie man sich auf internationalem Parkett behauptet. Er ist der König, der mit feinem Gespür für die fragile Beziehung zwischen Monarch und Volk innenpolitische Harmonie bewahrt. Er ist der nervenstarke General, der Frankreich in der Schlacht von Azincourt eine historische Niederlage zufügt und den Engländern den Traum von der französische Krone erfüllt. Er hat das Schicksal auf seiner Seite, bis eine Infektion schafft, was viele zuvor vergeblich versucht haben: Mit nur fünfunddreißig Jahren stirbt Henry V. Was wäre gewesen, wenn?