Interessantes Werk über den Nutzen von ki Bezug auf Sprache beziehungsweise die Gefahren
Sie ist in Aller Munde - die KI. Schon selbstverständlich scheint es zu sein Texte mit ihr zu verfassen. Ob E-Mails, Mitarbeitergespräche, Glückwunsch-Gedichte, Presseartikel oder Rezensionen , jeder kann sich mit Leichtigkeit einen Text schreiben lassen. "Daniel Caroppo ist Pressesprecher bei der DAK Gesundheit und lehrt an der dualen Hochschule Baden-Württemberg. Als Kommunikation Experte verbindet er berufliche Praxis mit publizistisch Schreiben"Mit diesem Buch hat er ein Plädoyer für die Individualität in der Sprache gehalten. Er verteufelt die KI nicht, sondern sieht sie als wertvolles Werkzeug, stellt aber durchaus infrage wie glatt gebügelt wir unsere Texte demnächst haben wollen. Wollen wir noch Verantwortung für Inhalte übernehmen? Oder ist es gar so, dass es uns nicht mehr wichtig ist, einen eigenen verbalen Fußabdruck zu hinterlassen, einen eigenen Stil zu entwickeln und erkennbar zu bleiben. Lebendig bleibt Sprache nur, wenn wir uns trauen, Fehler zu machen und auch sprachlich ab und an über die Stränge zu schlagen.Weiterhin geht es in diesem Buch auch darum wie wir uns nach und nach der KI anpassen. Mal abgesehen davon, dass der Stil den Bach runtergeht, ist auch die Ethik zu hinterfragen. Dazu gehört transparent zu bleiben und auch zu kennzeichnen, wenn wir Texte mit KI verfasst haben. Viele weitere Themen wie Glaubhaftigkeit, die politische Bedeutung von KI und der Branchenwandel werden hier angesprochen. Das Buch ist mit etlichen Beispielen gespickt. Immer mal wieder gibt es ein Fazit zu einzelnen Abschnitten, was das Lesen wesentlich erleichtert, besonders dann, wenn man auf der Suche nach einem bestimmten Thema ist. Das Werk hat den Charakter eines Arbeitsbuch. Der Autor konfrontiert uns mit Fragen, die wir uns in der Eigenreflexion oder in größeren Gruppen beantworten und diskutieren können. Ab und an gibt es auch kleine Aufgaben.Ich fand den Text sehr bereichernd und insgesamt gut verständlich geschrieben. Er eignet sich hervorragend dazu mit Teams an der Frage zu arbeiten, wie viel KI wir wollen und inwieweit sie uns denn nun wirklich nützt.Ich spreche also eine Empfehlung aus, wenn man sich mit KI ganz speziell in Bezug auf das Thema Sprache befassen möchte. Ein Buch, dass man nicht in einem Rutsch durchliest, sondern immer mal wieder zur Hand nimmt und das sicherlich Diskussionen und Positionen stärkt.