Der Autor hat das Leben seiner Urgroßmutter als Vorlage für den Roman genutzt. Er schildert den Werdegang einer jungen Frau, die es - in bescheidenen Verhältnissen geboren- zur Hebamme in ihrem Kirchspiel bringt. Sie geht ihren langen, nicht eben einfachen Weg nicht im heutigen Norwegen, sondern ergreift den Beruf im 19. Jahrhundert, zu einer Zeit, als Geburtshilfe eigentlich in den Händen medizinisch nicht ausgebildeter Nachbarinnen und weiblicher Verwandter lag. Dementsprechend hat die Heldin Stina mit Vorurteilen zu kämpfen, als man sie behördlicherseits zur einzig zuständigen - aber auch kostenpflichtigen - Geburtshelferin an ihrem Wohnort ernennt... Das Buch schildert eindrucksvoll und sehr gut lesbar die Verhältnisse im ländlichen Norwegen, beginnend im frühen 19. Jahrhundert. Stinas Geschichte zu folgen, war spannend und kurzweilig.