Meine Meinung:
Ich heiße Thrud. Das bedeutet Kraft.
Thrud ist die Tochter des Donnergottes Thor und wächst missachtet im Schatten ihrer Halbbrüder auf. Als Asengöttin dient sie nur zum einem Zweck, dem Gemahl zu dienen und Kinder zu gebähren. Aber Thrud hat andere Pläne. Mit Skadi und Freya sucht sie ihren eigenen Weg.
Mittlerweile kennt fast jeder Thor, Odin, Freya und Fenrir. Genauso Ragnarök, der Weltuntergang. Elin hat mit Thrud wieder eine wunderschöne und mitreißende Geschichte mit und über die nordische Mythologie geschrieben. Diesmal stehen die Frauen der nordischen Mythologie im Mittelpunkt. Thrud ist die Tochter von Sif und Thor. Leider berichtet die Edda nicht wirklich viel über sie. Aber zum Glück gibt es Elin, die sich der Geschichte angenommen hat.
Es ist einfach genial und für mich schon ein Meisterwerk, was Elin hier vollbracht hat. Der Lebensweg von Thrud ist kein einfacher und trotz aller Widrigkeiten kämpft sie sich durch. Besonders überrascht hat mich der Übergang von der Götterzeit in die Gegenwart, bis zum finalen Showdown von Ragnarök.
Der Schreibstil ist genial, flüssig und absolut fesselnd. Elin schafft es immer wieder, den Leser direkt ins Buch reinzuziehen. Das Worldbuilding und Setting ist grandios. Für mich fühlt es sich an, als ob diese Geschichte direkt aus der Edda entspringt. Thrud ist eine Rebellin durch und durch, die für die Rechte der Göttinnen kämpft und gegen die Vormachtstellung der männlichen Götter.
Mein Fazit:
Thrud ist eine Geschichte über nordische Mythen aus der weiblichen Sicht und ist basierend auf der Edda. Dieses Buch ist für alle, die nordische Mythologie, Göttertum und der Mythos Ragnarök interessieren und lieben. Ich bin absolut begeistert und glaubt mir, wenn jemand nordische Mythologie kann, dann ist es Elin P. Mortensen. Von mir gibts eine hammerstarke Leseempfehlung. Danke liebe Elin, dass du dich der Thematik der weiblichen Göttinnen angenommen hast. Für mich ist es das erste Jahreshighlight.