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Ins Unreine

Zur Poetik der Übersetzung II. 1. Auflage.
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Ohne die Übersetzer:innen wäre »Weltliteratur« ein leerer Begriff. Doch was ist das: Übersetzen? Und: Verändert sich die Vorstellung vom Übersetzen in Zeiten wie heute, wo viele Sprachen auf einer Straße gesprochen werden und immer mehr Menschen in m … weiterlesen
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Produktdetails

Titel: Ins Unreine
Autor/en: Esther Kinsky, Gabriele Leupold, Andreas Tretner, Christian Hansen

ISBN: 3751803505
EAN: 9783751803502
Zur Poetik der Übersetzung II.
1. Auflage.
Herausgegeben von Marie Luise Knott, Georg Witte
Matthes & Seitz Verlag

12. August 2021 - gebunden - 167 Seiten

Beschreibung

Ohne die Übersetzer:innen wäre »Weltliteratur« ein leerer Begriff. Doch was ist das: Übersetzen? Und: Verändert sich die Vorstellung vom Übersetzen in Zeiten wie heute, wo viele Sprachen auf einer Straße gesprochen werden und immer mehr Menschen in mehreren Sprachen zu Hause sind? Was macht man als Übersetzer oder Übersetzerin mit mehrsprachigen Texten? Was mit der Präsenz der Thora im modernen Hebräisch? Wie kann man Intuition und Kalkül miteinander kombinieren? Und was geschieht beim Übersetzen mit dem Ungesagten? Schließlich schweigen alle Sprachen verschieden. Und alle Sprachen infizieren sich verschieden aneinander. Sprachen sind unrein. Man übersetzt ins Unreine.

Der vorliegende Band versammelt die sieben Antrittsvorlesungen der August Wilhelm von Schlegel-Gastprofessur zur Poetik der Übersetzung aus den Jahren 2014-2020.

Portrait

Marie Luise Knott lebt als freie Autorin, Kritikerin und Übersetzerin in Berlin. Zuletzt erschien: Verlernen. Denkwege bei Hannah Arendt, erweiterte Neuauflage 2017, nominiert für den Leipziger Buchpreis und den Tractatus-Preis für philosophische Essayistik. Mitherausgeberin von John Cage. Empty Mind zusammen mit Walter Zimmermann, Berlin 2012. Übersetzerin von Anne Carson, Anthropologie des Wassers und dies., Albertine. 59 Liebesübungen. Kürzlich erschien Dazwischenzeiten. 1930 - künstlerische Wege in der Erschöpfung der Moderne. In dem Internet-Kulturmagazin »www.perlentaucher.de« hat sie eine Kolumne für zeitgenössische Lyrik unter dem Titel: Tagtigall.

Georg Witte, 1952 in Arnsberg geboren, lehrt am Peter-Szondi-Institut und am Osteuropa-Institut der Freien Universität Berlin. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören die russische Literatur des 18. Jahrhunderts, die russischen Avantgarden, inoffizielle Kunst in der Sowjetunion sowie Materialität der Schrift und die Ästhetik des Dings.

Esther Kinsky, 1956 in Engelskirchen geboren, lebt in Berlin und in Battonya/Ungarn, nahe der Grenze zu Rumänien und Serbien. Sie ist Schriftstellerin und Übersetzerin aus dem Polnischen, Russischen und Englischen (u. a. Henry D. Thoreau, Lob der Wildnis). 2009 war sie für den Übersetzerpreis der Leipziger Buchmesse nominiert und erhielt den Paul-Celan-Preis. In dem Essayband Fremdsprechen (2013) reflektiert sie das Verhältnis von Texten und ihren Übersetzungen. Seit 2010 sind drei Gedichtbände erschienen: die ungerührte schrift des jahrs (2010), Aufbruch nach Patagonien (2012) und Naturschutzgebiet (2013). 2014 veröffentlichte sie den Roman Am Fluß, der ebenso wie ihr Roman Banatsko (2011) auf der Longlist für den Deutschen Buchpreis stand, und 2015 mit dem deutsch-französischen Franz-Hessel-Preis ausgezeichnet wurde.
Sie bekleidet im Wintersemester 2017/2018 die August-Wilhelm-von-Schlegel-Gastprofessur Poetik der Übersetzung an der Freien Universität Berlin

2015 wurde ihr der Kranichsteiner Literaturpreis zuerkannt. Aus der Preisbegründung: »Am Fluß ist ein Roman von packender Intensität. Mit behutsamer Präzision nimmt Esther Kinsky armselige Geschäfte, schäbige Reihenhäuser, Stadtbrachen und sumpfige Treidelpfade in den Blick, entwirft die Topographie eines Londoner Vororts und stößt auf Spuren der eigenen Vergangenheit. Durch ihre bildhafte Sprache gewinnt sie den Randbezirken der Wirklichkeit, die zu Abbildern eines seelischen Zustandes werden, poetische Facetten ab. Ihre mäandrierenden Erkundungen folgen den Ausläufern des River Lea und spülen Geschichten von seltsamer Schönheit an die Oberfläche.«

Gabriele Leupold, 1954 geboren, übersetzte u. a. Ossip Mandelstam, Michail Bachtin, Boris Pasternak, Andrej Platonow und die Werke von Warlam Schalamow. Sie erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter den Paul-Celan-Preis, den Johann-Heinrich-Voß-Preis, den Hieronymus-Ring und den Jane Scatcherd-Übersetzerpreis 2018 der Heinrich Maria Ledig-Rowohlt-Stiftung.

Andreas Tretner, 1959 in Gera geboren, u bersetzt aus dem Russischen, Bulgarischen und Tschechischen u. a die Bu cher von Michail Schischkin, Vladimir Sorokin und Viktor Pelewin. Fu r seine U bersetzungen erhielt er den Paul- Celan-Preis und den Internationalen Literaturpreis des Hauses der Kulturen der Welt.

Christian Hansen, 1962 in Köln geboren, ist Übersetzer aus dem Spanischen. Zu den von ihm übersetzten Autoren zählen u. a. Roberto Bolaño, Julio Cortázar, Alan Pauls und Sergio Pitol.

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