Zum Cover:Ich finde, das Buch schaut total schön aus.Zum Inhalt:In dem Buch "Evil Eye" von Etaf Rum geht es um Yara, die nach außen hin ein perfektes Leben führt: abgeschlossenes Studium, guter Job, erzieht parallel die beiden Töchter und bereitet dann noch das Abendessen, für ihren Mann, der nach einem langen Arbeitstag nach Hause kommt, vor. Aber warum fühlt sich all das nicht richtig an? Woher kommt all ihre Unzufriedenheit, ihre Wutausbrüche, ihre zunehmende Verzweiflung? Nach einem Zwischenfall auf der Arbeit wird Yara gezwungen, eine Auszeit und psychologische Beratung in Anspruch zu nehmen. Dadurch kommt ein Stein ins Rollen, wodurch sie beginnt, sich ihren Gefühlen zu stellen.Meine Meinung:Der Schreibstil hat mich von Seite eins an sofort gecatcht, er war super flüssig. Ich bin dadurch nur so durch das Buch geflogen.Yara, unsere Hauptprotagonistin, welche uns als Ich-Erzählerin durchs Buch führt, konnte mich emotional und auch sonst einfach als Person total abholen. Die Tagebucheinträge, die immer wieder zwischen den Kapiteln waren, haben nochmal mehr Tiefe und Informationen eingebracht. In dem Buch kann man viel über Yara und ihre Vergangenheit lernen und somit auch, woher genau ihre Gefühle eigentlich stammen. Was super schön zu sehen war, war, wie sie anfängt, immer mehr für ihr Leben zu kämpfen und versucht, ihre Ängste, auch für ihre Töchter, abzubauen.Auch Yaras Oma und ihre Erzählungen über den Krieg und die anschließende Flucht aus Palästina waren total emotional und haben mich zum Teil auch wütend gemacht.Insgesamt fand ich das Buch einfach total gut. Es hat mich zum Nachdenken angeregt und mir nochmal vor Augen geführt, welchen enormen Druck Mütter und auch Frauen jeden Tag ertragen müssen.Große Leseempfehlung!