In Merit im alten Ägypten wird jungen Lesenden anhand einer Geschichte die Kultur des alten Ägyptens näher gebracht. Im Mittelpunkt steht die junge Merit, die Kleopatra hilft ein mächtiges Artefakt zu finden. Mit Hilfe dieser Suche dringt man nach und nach immer tiefer in die Zeit ein, lernt Besonderheiten, die Region und auch die Mythologie kennen.
Dass die Handlung zu Kleopatras Zeiten spielt, empfand ich dabei als exzellenten Schachzug. Mit ihr als letzte Pharaonin besteht ein direkter Bezug zum alten Ägypte und dennoch kann zeitlich auf vieles zurückgeblickt werden oder es bestand bereits (z.B. so antiken Weltwunder).
Die Geschichte selbst fand ich leider nicht ganz so nachvollziehbar. Sie ist rein fiktiv und hält sich nur an wenige Fakten. Dazu spielt in ihr auch ein Phönix eine größere Rolle, den ich als Figur nicht unbedingt mit Ägypten in Verbindung gebracht hätte. Meine Recherchen haben mich aber auf den Vogel Bennu stoßen lassen und mich eines besseren belehrt. Trotzdem wäre es schön gewesen, wenn im Buch bewusst dieser statt des gebräuchlicheren Phönix gewählt worden wäre. Man hätte seine Figur ja, wie auch all die anderen faszinierenden Details, in begleitenden Kurzen Infotexten erklären können.
Das Buch besitzt für ein Lesebuch ein erstaunlich großes Format, was dazu genutzt wird ein buntes Bild Ägyptens in zahlreichen wunderschön detaillierten Illustrationen und Zeichnungen darzustellen. Und auch das Hieroglyphen-Alphabet hat sich bei uns großer Beliebtheit erfreut. Die Texte sind verständlich und gut auf die Altersklasse abgestimmt. Die Mischung aus Geschichte und realen Informationen ist ausgewogen und präsentiert sich sehr absprechend.
Kurzum, die Geschichte ist fiktiv und nicht ganz überzeugend, die Informationen die dieses Buch aber liefern sind enorm toll und vielfältig. Daher würde ich dieses Buch dennoch jedem empfehlen, der seinen Blick mal ins alte Ägypten richten und dessen Faszination spüren möchte.