Vier Jugendliche finden an einem verlassenen Pier einen Ort, an dem sie ihrem schwierigen Alltag entfliehen können. Dort entsteht eine außergewöhnliche Freundschaft, die sie für immer prägen wird. 25 Jahre später stößt Louisa auf ein berühmtes Gemälde, welches sie tief berührt. Auf der Suche nach der Geschichte dahinter entdeckt sie nicht nur das bewegende Schicksal der vier Freunde, sondern erkennt auch, dass wahre Freundschaft selbst die Zeit überdauern kann.
Fredrik Backman hat einen ganz speziellen Schreibstil, den ich schon immer absolut gefeiert habe und über den wir uns auch hier wieder freuen dürfen! Wir erleben die Geschichte aus der Sicht eines allwissenden Erzählers. Außerdem wechselt dieser immer wieder zwischen Gegenwart und Vergangenheit. Wir erfahren also nach und nach, was in jenem Sommer wirklich passiert ist.
Der Autor überzeugt, wie in all seinen Romanen, mit unglaublich gut ausgearbeiteten Charakteren, die liebenswert, besonders und vielschichtig sind. Sie haben glaubhafte Ecken und Kanten, Wünsche und Ängste, was sie nahbar und authentisch macht. Ich liebe die Dynamik untereinander und ihre Dialoge. Diese kommen mal traurig, mal tiefgründig, mal sehr sarkastisch daher.
Insgesamt hat dieses Buch bei mir ein Wechselbad der Gefühle ausgelöst: ich schwankte immer zwischen Trauer, Entsetzen, Unverständnis und Wut. Hinzu kam die Angst um lieb gewonnene Charaktere, weil immer wieder beängstigende Andeutungen gemacht werden. Es gibt aber auch viele schöne, herzerwärmende und humorvolle Momente, die einem ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Gleichzeitig regt das Buch zum Nachdenken an.
Es ist eine Geschichte über Freundschaft, Zusammenhalt, Familie, Verlust und die kleinen Momente, die das Leben besonders machen. Für mich definitiv ein Highlight!
Es werden allerdings einige sehr ernste Themen behandelt, mit denen ich persönlich nicht gerechnet hätte. Da wäre eine Triggerwarnung tatsächlich ganz angebracht. Diese gibt es aber leider weder im Buch noch auf der offiziellen Verlagsseite.