Ich hatte anhand des Covers etwas anderes, Kindlicheres, erwartet, aber es war trotzdem ganz cool.
Peggy Devona ist gerade mal zwölf, lebt in einem kleinen englischen Dorf und kann Geister sehen und mit ihnen sprechen. Dafür wird sie von dem unsympathischen und gehässigen Pastor Tate verfolgt, obwohl der nicht genau weiß, dass Peggy ein Whisperling ist, denn das wissen nur ihre Familie und ihre beste Freundin, die vierzehnjährige Sally. Als Sally einen Job bei einer reichen alten Frau erhält, scheint es endlich auch deren Familie besser zu gehen. Bis sie eines Tages des Mordes an ihrer Arbeitgeberin angeklagt wird und gehängt werden soll. Peggy weiß, dass sie es nur mithilfe ihrer Whisperlingfähigkeiten schaffen wird, ihre Freundin zu retten. Ich hatte anhand des doch relativ niedlichen Covers etwas anderes erwartet, aber das heißt nicht, dass das Buch schlecht war, im Gegenteil. Verpackt in eine kindgerechte Story wird vieles aufgegriffen, das für das 19. Jahrhundert typisch war. Arme Bauernfamilien, bei denen schon die Kinder mitarbeiten mussten, dasselbe für Arbeiter und Minenkumpel. Der Tod war allgegenwärtig und konnte jeden treffen. Mir gefiel auch, dass der schurkische Geistliche Tate heißt, das schlägt so einen schönen Bogen in die heutige Zeit zu einem wirklich ekelhaften Brüderpaar. Auf angenehme Weise bekam man hier jedenfalls ganz nebenbei in eine fantastische Geschichte noch ein wenig ... Geschichte vermittelt.