Nicht gedacht, dass man sich so in unnötigen Umschreibungen verlieren kann.
Die Geschichte verliert sich immer wieder in unnötigen Beschreibungen von Nebensächlichkeiten. Ausführliche Schilderungen von Kleidern oder Umgebungen nehmen viel Raum ein, ohne der Handlung oder den Figuren echten Mehrwert zu geben. Zusätzlich werden zentrale Aspekte ständig wiederholt: wie schwach Jude ist, wie sehr sie leidet oder wie sehr sie doch kämpft. Das wirkt nicht vertiefend, sondern ermüdend.Was mir besonders fehlt, ist ein innerer Kern im Sinne eines tragenden Figurenensembles. Statt einer Gruppe von Vertrauten, deren Beziehungen, Konflikte und Dynamiken die Geschichte vorantreiben, dreht sich nahezu alles ausschließlich um Jude. Andere Figuren bleiben blass oder fungieren lediglich als Beiwerk. Dadurch fehlt der Geschichte emotionale Vielfalt und ein echtes Zusammenspiel der Charaktere.Die Intrigen wirken zudem plump und wenig durchdacht; vieles wird angedeutet, ohne konsequent weitergeführt zu werden. Es entsteht das Gefühl, dass die Handlung nirgendwohin führt. Ohne ein starkes Geflecht aus Figuren und Zielen fehlt der Geschichte Spannung und Tiefe.