
Die Reihe behandelt den Massenmord im Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz erstmals im Kontext der nationalsozialistischen Besatzungs-, Wirtschafts- und Gesellschaftspolitik im eroberten Polen. Die Verbrechen werden dabei in Bezug gesetzt sowohl zur Alltagsrealität der Häftlinge als auch zum politischen Geschehen in der zivilen Umgebung des Lagers. Im Mittelpunkt des Forschungsprojektes stehen Fragen nach dem ideologischen Zusammenhang zwischen "Germanisierung" und Vernichtung, nach der Verstrickung der deutschen Privatwirtschaft in den systematischen Massenmord und nicht zuletzt nach dem Verhalten der deutschen Bevölkerung angesichts von Terror und Mord.
Der Band versammelt Beiträge zu ausgewählten Aspekten der Lagerpolitik des "Dritten Reiches". Begünstigt durch die Öffnung der osteuropäischen Archive, werden neue Fragestellungen und Perspektiven der Forschung präsentiert. Die Spannbreite der Themen reicht von der Struktur der "Häftlingsgesellschaft" über die Bedingungen der systematischen Vernichtungspolitik im besetzten Osten bis zur Frage nach der Wahrnehmung der Verbrechen in der deutschen Gesellschaft.
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