Ich schreibe Ihnen im Dunkeln

Originaltitel: Je vous écirs dans le noir.
Buch (gebunden)
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Einfühlsam und poetisch erzählt Jean-Luc Seigle in diesem dichten, intensiven Roman von der Leidenschaft und den Wünschen einer Frau, die, attraktiv und talentiert, mit ihrem Begehren immer wieder scheitert. Es ist eine wahre Begebenheit, die Jean-Lu … weiterlesen
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Produktdetails

Titel: Ich schreibe Ihnen im Dunkeln
Autor/en: Jean-Luc Seigle

ISBN: 3406697186
EAN: 9783406697180
Originaltitel: Je vous écirs dans le noir.
Übersetzt von Andrea Spingler
Beck C. H.

27. Januar 2017 - gebunden - 207 Seiten

Beschreibung

Einfühlsam und poetisch erzählt Jean-Luc Seigle in diesem dichten, intensiven Roman von der Leidenschaft und den Wünschen einer Frau, die, attraktiv und talentiert, mit ihrem Begehren immer wieder scheitert. Es ist eine wahre Begebenheit, die Jean-Luc Seigle in seinem neuen Roman von der Hauptfigur Pauline erzählen lässt, als sie, in einem Haus in Marokko sitzend, ihre Geschichte aufschreibt. Die tragische Geschichte einer jungen und begabten Frau, die während der deutschen Besatzung Frankreichs für einen deutschen Militärarzt arbeitet und dessen Geliebte wird. Nach der Befreiung Frankreichs üben Männer der Résistance fürchterliche Rache an ihr. Später studiert Pauline in Paris, will sich ihrer großen Liebe Félix offenbaren und wird wegen ihrer Vergangenheit von ihm abgewiesen. Im Affekt tötet sie Félix. Sie wird 1950 zum Tode verurteilt, die Strafe wird in lebenslänglich umgewandelt. Währenddessen dreht der Regisseur Henri-Georges Clouzot auf der Grundlage ihres Schicksals den Film "Die Wahrheit" mit Brigitte Bardot in der Hauptrolle. Aus dem Gefängnis entlassen, muss Pauline sich mit diesem Film konfrontieren und weicht schließlich nach Marokko aus. Wieder verliebt sie sich, wieder will sie sich erklären, will herausfinden, was denn ihre Wahrheit ist.

Portrait

Jean-Luc Seigle, 1959 in Clermont­Ferrand geboren, ist Schriftsteller und Drehbuch­ autor. Er lebt in Nordfrankreich am Meer. Romane, Drehbücher und Theaterstücke gehören zu seinem Werk. Bei C.H.Beck erschien 2014 auf Deutsch in der Übersetzung von Andrea Spingler "Der Gedanke an das Glück und an das Ende", für den Seigle den Grand Prix RTL-Lire 2012 und den Prix Octave-Mirbeau erhielt.

Pressestimmen

"Ein poetischer Roman zum Thema Schuld."
Myself, Die besten 50 Bücher des Jahres, Januar 2018 "Fiebrig, dringlich und so bestürzend, dass man durch die Geschichte jagt, um sich überhaupt wieder etwas anderem widmen zu können." Nina Pauer, Die ZEIT, 22. Juni 2017 "Ein spannendes Stück Literatur, das mit Verstand und Einfühlungsvermögen direkt auf das Herz zielt." Carsten Hueck, WDR5 Bücher, 13. Mai 2017 "Jean-Luc Seigle hat hier mit der Schuldfrage ein großes Thema aufgegriffen und erzählt davon in so beeindruckender Weise, dass sein Buch noch lange nachwirkt." Partout, April 2017 "Seigle gibt (Pauline) eine eigene, faszinierende Stimme, die sie in Wirklichkeit nicht erheben durfte." Meike Schnitzler, Brigitte, 29. März 2017 "Ein eindringliches Buch über die wahren Geschichten hinter der offiziellen Geschichte. Erschütternd in seinen Details, klug in seiner literarischen Perspektive." Deutsche Welle Online, 11. März 2017 "Eine fulminante erzählerische Revision im Geiste der Literature Engagè." Eberhard Falcke, SWR2, 3. März 2017 "Atmosphärisch dicht und nachvollziehbar." Mareike Ilsemann, Deutschlandfunk, 20. Februar 2017
Bewertungen unserer Kunden
Erschütternd und Erschreckend
von Arietta - 20.04.2017
Erschütternd und Erschreckend Meine Meinung zum Autor und Buch Der Roman hat mich erschüttert und erschreckt beim Lesen, besonders da er auf einer wahren Begebenheit beruht, ging mir das ganze sehr unter die Haut. Ich kann diese Frau für ihr tun und handeln nicht verurteilen, nur bedauern, man hat sie zu dem gemacht. Ich habe das Gefühl all ihr handeln , liegt in den Wurzeln ihrer Kindheit. Eine intelligente Frau die um Liebe, und Anerkennung suchte und der ihr Begehren zum Schicksal wurde. Es ist mein erster Roman den ich von dem Autor, Jean-Luc-Seigle gelesen habe. Seine Schilderungen gingen mir beim Lesen unter die Haut. Mit sehr viel Einfühlungsvermögen erzählt er uns die Geschichte der Pauline Dubuisson, einer jungen Frau , die im Alter von 17 Jahren im besetzten Frankreich während des 2. Weltkriegs , für die deutsche Wehrmacht , für den deutschen Offizier und Arzt Dr. Domnik arbeitete, und seine Geliebte wurde. Von den Anfeindungen, besonders nach der Befreiung, wie die Männer von der Résistance, fürchterliche Rache an ihr nehmen, das alles ist sehr bildhaft und schockierend beschrieben, man sah wie sie gedemütigt , aufs brutalste Weise gefoltert und missbraucht wurde. Und doch hat er es mit seinem zum teil poetischen, klaren und kraftvollen Schreibweise , geschafft mich gefangen Zunehmen beim Lesen. Ein Buch das noch sehr lange nachklingen wird und das man nicht so schnell vergisst. Auch erfuhr man viel von dem Rollenbild der französischen Frau in der damaligen Zeit, ihren Kampf um Weiterentwicklung..... Meine Zusammenfassung zum Inhalt: Sehr schön kann man sich in Pauline hineinversetzen, als sie ihre Lebensbeichte in ihrem Exil nach der Begnadigung in Marokko niederschreibt. Man erfährt wie es zu all dem tragischen geschehen kam und sieht und erlebt es aus ihrem Blickwinkel. Ihre Kindheit war gut behütet, eine sehr fürsorgliche Mutter, die auch nach alle dem was Pauline widerfuhr hinter ihr stand. Ihr Vater war zwar ein liebevoller Mensch, lies aber für mich Pauline zu wenig Luft zum Atmen. Sie verehrte ihn ja schon wie einen heiligen, bestimmte über seine Frau und Tochter. Sogar, als sie mit ihrem Studium als Ärztin hätte anfangen können, sie war überaus begabt, entschied er das sie zu erst Krankenschwester wurde, wieder beugte sie sich ihrem Vater und stellte ihren Wunsch hinten an. So, kam es das sie bei dem deutschen Arzt und Offizier arbeitete und sogar seine Geliebte wurde. Das wurde Pauline zum Verhängnis, nach der Befreiung Frankreichs, die Männer der Résistance , nahmen auf grausamste und fürchterliche Art Rache an ihr. Der Vater rettete sie, ich glaube man hätte sie einfach getötet. Man stelle sich vor, das alles geschah in der Öffentlichkeit, und das Volk jubelte dazu. Als sie zu studieren Anfing lernte sie ihren Freund Felix kennen, als sie ihm ihre Vergangenheit und was ihr zugestoßen ist beichtet, verspottet und verstößt er sie. Pauline versucht noch einmal eine Aussprache, die anders ausgeht wie vorgenommen im Affekt, tötet sie versehentlich Felix. Man verurteilt sie zum Tode und begnadigt sie zum Schluss in lebenslänglich, genau in dieser Zeit, dreht der Regiseur Henri-Georges-Clouzet, diesen Fall als Grundlage zu seinem Film " Die Wahrheit" mit Brigitte Bardot . Ich fragte mich wie muss sich Pauline gefühlt haben. Nach etlichen Jahren Gefängnis, geht sie nach Marokko, wo sie als Ärztin arbeitet und zurückgezogen in ihrem Haus lebt. Sie lernt dort ihre neue Liebe kennen, sie scheint bestand zu haben, bis zum Tage als sie ihm ihre Vergangenheit beichtet, da zerbricht auch diese Beziehung. Eine Geschichte mit einem tragischen Ende, Pauline, die um Liebe und Anerkennung kämpfte. Das alles ließ sie in ihren Aufzeichnungen zurück. Ihr schien kein Glück vergönnt .. Schön das der Autor die Geschichte ausgegraben hat und Pauline damit zum Leben erweckte und uns teilhaben lies an ihrem Leben.
Eine bewegend erzählte Geschichte
von Jennifer Hempel - 16.02.2017
Der französische Schriftsteller und Drehbuchautor Jean-Luc Seigle hat sich in seinem Roman "Ich schreibe Ihnen im Dunkeln" an eine in Frankreich bis heute heiß diskutierte Geschichte gewagt. Das tragische Leben bzw. Schicksal der Französin Pauline Dubuisson (1927-1963, Porträt siehe Cover) wurde sogar mit Brigitte Bardot in der Hauptrolle verfilmt. Doch dieser Film mit dem programmatischen Titel "Wahrheit" (1960) zeigt eben nur eine Wahrheit, nämlich die der Rechtsprechung. Dort wird Paulines Leben eindimensional porträtiert und sie zur kaltblütigen "Mörderin" degradiert. Der Autor Seigle konnte sich nicht länger mit dieser vorgefertigten Sichtweise von außen abfinden und hat deshalb dieses spezielle Buchprojekt ins Leben gerufen. Ein Projekt, bei dem der Autor versucht, die nach dem Selbstmord von Pauline verloren gegangenen Hefte und Tagebücher selbstständig und unter Zuhilfenahme von Quellen zu rekonstruieren. "Paulines Verbrechen nimmt einen winzigen Moment in ihrem Leben ein, die Zeit, um drei Revolverkugeln zu verschießen, kaum eine Minute. Man kann sie mit dem schöpferischen Augenblick vergleichen, dem geheimnisvollen Phänomen des künstlerischen Schaffens, derselbe Taumel, dieselbe plötzliche Inspiration, dasselbe Von-sich-selbst-Fortsein, um mit Stefan Zweig zu sprechen. Doch das Verbrechen ist kein Wunder der Kreativität, es ist eine Lücke in Paulines Leben, ein Riss der sich in ihrem Dasein auftut, eine unendlich kurze verdichtete Zeit." (S. 10) Pauline Dubuissons Leben enthält mehr Schatten als Licht. Sie wurde in eine schwere Zeit hineingeboren, nämlich zwischen die beiden Weltkriege. Zwei der drei Brüder fielen im Ersten Weltkrieg, woraufhin die Mutter schwer depressiv wurde. Und Pauline schaute mehr zu ihrem machtvollen Vater, einen altgedienten Offizier auf. In dieser für ihre Familie katastrophalen Zeit kümmerte sich niemand um die 15-Jährige, so dass sich das hochintelligente Mädchen menschliche Wärme bei Matrosen suchte, was ihr nicht nur den Ruf als Schlampe einbrachte, sondern auch den Schulplatz am Gymnasium kostete. Doch ihr Traum, Medizin zu studieren, war zu stark und bereits mit 16 Jahren machte sie ihr Abitur auf eigene Faust. Danach verlangte der Vater von ihr wegen des Kriegszustands und der angeschlagenen Gesundheit der Mutter erst einmal eine Ausbildung zur Krankenschwester im Heimatort zu machen. Was folgte war eine lehrreiche wie aufregende Zeit für Pauline. Weil sie sich mit ihrem Ausbilder, einen deutschen Arzt, eingelassen hatte, wurde sie kurz vor Kriegsende von Kräften der Résistance öffentlich gedemütigt. Kahlgeschoren und mehrfach missbraucht holte sie ihr Vater zurück nach Hause. Nach einer Phase der Rekonvaleszenz begann sie in Lille Medizin zu studieren; was weit weg von der Heimatstadt Malo-les-Bains lag. Hier lernte sie den jungen Medizinstudenten Félix Bailly kennen und lieben. Die Trennung im Jahr 1953 hat sie alles andere als gut verkraftet. Als sie Félix ein letztes Mal besucht, erschießt sie ihn im Affekt. Danach wird sie von der medialen Öffentlichkeit zur persona non grata erklärt, gar als neue "Messalina" betitelt, und muss für neun Jahre hinter Gitter. Als Pauline mit 30 entlassen wird, ist sie eine andere, einsame und leere Frau. Sie beendet ihr Studium und wandert nach Essaouira (Marokko) aus. Dort nimmt sie den falschen Vornamen Andrée an und führt ein freies Leben ohne Vorwürfe. Zum ersten Mal fühlt sie sich angekommen. "Es herrscht vollkommene Übereinstimmung zwischen dem Stein und meinem Körper, zwischen dem Mittelpunkt des Hauses und meinem Herzen, zwischen seinem Schatten und meinem Innersten - genau das Gegenteil vom Gefängnis, wo es nur Trennung gibt zwischen Mauern und Körpern." (S. 28) Bis Jean in ihr Leben tritt und sie heiraten möchte. Doch als er die Wahrheit erfährt, ist alles vorbei und Pauline wieder allein. Die Konsequenz - ihr Suizid - erscheint so traurig wie folgerichtig, denn niemand liebte sie mehr Jean-Luc Seigles einfühlsame wie unverstellte Herangehensweise nimmt den Leser ab der ersten Zeile gefangen. Unterteilt in drei fiktive Hefte zeichnet Seigle Paulines Schicksal minutiös nach. Dabei rollt er die Geschichte von hinten auf, indem er mit Paulines marokkanischer "Exilzeit" beginnt. Auf diese Weise taucht der Leser Seite für Seite in deren Leben ein. Ihre Entbehrungen, ihre Sehnsüchte, ihre Begierden sowie ihre dunkelsten Erfahrungen, Seigle lässt nichts unausgesprochen und ist vor allem dann am stärksten, wenn er Paulines Leid und seelische Zerrissenheit nachzeichnet. Hierbei schlüpft er täuschend echt in Paulines Rolle und agiert als Ich-Erzählerin. Dies tut er auf eindringliche, stark metaphorische und erschreckend realistische Weise. Kriege und männliche Gewalt haben Paulines Leben hart zugesetzt und letztendlich ist sie trotz ihres starken Willens daran zerbrochen. FAZIT Ein berührender Roman, der auf einer wahren Geschichte basiert und selbst nach Beendigung noch lange nachwirkt. Ein literarisches Meisterstück.
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