Joachim Ringleben präsentiert eine Lehre von Gott als dem Lebendigen, die das göttliche Sein als in Zeit und Ewigkeit im "Werden zu sich" begriffen denkt und so zu neuartigen Aussagen über Allmacht, Schöpfung, Offenbarung, Liebe, Geist, Trinität und die letzten Dinge (Eschatologie) gelangt. Trotz intensiver logischer Klärungen werden die biblischen Bezüge stets mitgeführt.
Exodus 3:14 provides Joachim Ringleben's study with the starting point for revealing a re-conception of the living God, whose Being is thought of as a self-generating temporal-eternalness. This gives rise to new ideas about omnipotence, creation, eternity, revelation, love, omnipresence, and omniscience, and, in particular, allows a rethinking of the doctrine of the trinity in its logical structure. Biblical and Christological references throughout are a special feature of the work, which the author fittingly rounds off with an outline of eschatology. Anhand der Leitfrage "Was meint die Rede vom 'lebendigen Gott' der Sache nach?" entfaltet Joachim Ringleben einen konsequenten Gedankengang, der mit dem intensiv interpretierten und spekulativ begriffenen "Namen" Gottes Ex 3, 14 einsetzt und zu einem neuen Begriff von Gottes Sein als ein zeitlich-ewiges Sichhervorbringen führt, dessen logische und theologische Bedingungen er (im Anschluss an die philosophisch-theologische Denkgeschichte) detailliert diskutiert; sie kreisen um das Konzept eines "Werdens zu sich".
Die daraus abgeleiteten Begriffe göttlicher Einheit-mit-sich und Persönlichkeit ermöglichen eine bestimmte (un-metaphorische) Fassung der Lebendigkeit und Allmacht Gottes. Aus deren Kombination ergeben sich neuartige Überlegungen zu den traditionellen Themen: Schöpfung, Ewigkeit, Offenbarung, göttliche Liebe, Allgegenwart und Allwissenheit, Gottes Herrsein und Geistsein.
Seine Gedankenentwicklung kulminiert in einer Neuinterpretation der Trinitätslehre (mit einem neuen Konzept der Logik von Dreiheit), und sie vollendet sich sachgemäß in einer Eschatologie, die von Gottes lebendigem Zeit-Ewigkeits-Verhältnis her begriffen wird.
Dieser inhaltlichen Gotteslehre sind knappe "Prolegomena" vorgeschaltet, die auf das Verhältnis von Gotteserkenntnis und Gottesbegriff, Denken und Glaube sowie Gott und Glaube konzentriert sind. Die wesentlichen biblischen und christologischen Bezüge dieser Arbeit am Gottesbegriff werden überall mit reflektiert.