Frankies Geschichte geht weiter. Nachdem Gold, Frankies Herrchen, sich gegen Depressionen stationär behandeln lässt, ist Frankie allein. Anna kümmert sich zwar, doch Frankie ist einsam und beginnt, seine alten Plätze aufzusuchen. Nach einem kleinen Unglück ist er plötzlich fernab von seinem Heimatort und findet nicht mehr heim. Unterwegs erlebt er jetzt neue Abenteuer. Er trifft Shattap, ein Flüchtlingsmädchen, welches selbst allein, ohne festen Wohnsitz versucht, ihr Leben zu bestreiten. Die beiden ziehen auf dem Weg zu Golds Klapse gemeinsam los und geben sich irgendwie einander Halt.
Frankies Perspektive ist erneut einzigartig. In Band 1 war es komplett neu. Und auch wenn es in Band 2 bereits ein bekanntes Erzählmuster ist, empfand ich die Geschichte erneut bezaubernd. Denn auf eine ganz naive Art tauchen Themen wie Ausgrenzung, Identität, Heimat, Moral und Menschlichkeit auf. Frankie bietet als Katze Entschuldigung, Kater dabei eine wunderbare Projektionsfläche, die Themen anders aufzubringen, kindlicher, nachfragender, hinterfragender. Und das macht schon nachdenklich beim Lesen. Ich habe die Geschichte daher erneut sehr genossen und empfehle sie gern weiter.