Ein Kater, der die richtigen Fragen stellt.
Und das tut er ohne erhobene Pfote und ohne Pathos. Klar, Romane und Geschichten, in denen Tiere sprechen können und die nah an der Grenze zur Vermenschlichung entlangschrappen, wirken oftmals schwerst kitschig und man kann sie nicht ernst nehmen. Diese Gratwanderung, nämlich kurz vor Kitschalarm wieder in die reine Handlung zu gehen, gelingt dem Autor allerdings gut und immer dann, wenn ich kurz davor war, diesen Punkt zu kritisieren, bog Herr Gutsch ab. Frankie ist diese Sorte Charakter, den man selbst gerne zum Freund hätte, er ist wissbegierig, hinterfragt, ohne altklug zu sein, hat eine grundsätzlich positive Sichtweise auf das Leben und kennt auch seine Grenzen. Er ist frei von tragischen Altlasten und grad mal so klug, was man an seinen Fragen ablesen kann, dass man ihm lässig folgen mag auf dem Weg seiner Sinnsuche. Ich hatte das Gefühl, dass ich kurzweilig unterhalten wurde, wobei ich, ehrlich gesagt, nicht mit hohen Erwartungen an den Roman rangegangen bin. Vielleicht konnte mich deswegen das Buch auch nicht enttäuschen. Da ich den Band 1 noch nicht gelesen habe, stellt sich die Frage, ob ich das noch nachholen werde und meine Antwort lautet: JA!