John Fitzgerald Kennedy, meist kurz John F. Kennedy, später häufig nur nach seinen Initialen JFK genannt, war als Politiker der Demokratischen Partei von 1961 bis 1963 der 35. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika. In seine Amtszeit während der Hochphase des Kalten Krieges fielen historische Ereignisse wie die Invasion in der Schweinebucht, die Kubakrise, der Bau der Berliner Mauer, der Beginn der bemannten Raumfahrt, die Eskalation des Vietnamkriegs sowie die Zeit des zivilen Ungehorsams der afroamerikanischen Bürgerrechtsbewegung. Wegen seines vergleichsweise geringen Alters und seines Charismas verkörperte er als Präsident für viele die Hoffnung auf eine grundlegende Erneuerung der USA. Die Hintergründe seiner Ermordung 1963 sind bis heute in der Öffentlichkeit umstritten.
Als junger Mann reiste Kennedy dreimal nach Nazi-Deutschland. Seine privaten Aufzeichnungen über diese Reisen wurden zeitlebens nie veröffentlicht. Nun liegen Sie erstmals zusammen mit dem bislang unveröffentlichten Reisetagebuchs Lem Billings in deutscher Übersetzung vor.
Kirk LeMoyne Billings, genannt Lem , war ein Schulfreund von John F. Kennedy und blieb zeitlebens dessen enger Vertrauter. Gemeinsam unternahmen die beiden als Studenten im Sommer 1937 eine ausgedehnte Europa-Reise von Frankreich über Italien, Österreich, Deutschland, die Niederlande und Belgien bis nach England. Sie führten dabei Tagebücher, die hier erstmals zusammen veröffentlicht werden. Nach seinem Studium an der Princeton University und der Harvard Business School arbeitete Lem Billings als Geschäftsmann und in der Werbung. Er unterstützte Kennedy bei dessen Wahlkämpfen sowie in verschiedenen Funktionen während der Präsidentschaft.