Der Ich-Erzähler Adam Brewster, der in den vierziger Jahren in Exeter, Neu-England ohne Vater mit der sehr jungen Mutter Rachel aufwächst, entwirft ein spezielles Familienbild und einen Freundeskreis voller Außenseiter-Figuren. Bei seiner Großmutter Nana aufgewachsen, teilt er mit ihr seine Vorliebe für Bücher wie Moby-Dick oder Bartleby, der Schreiber von Herman Melville oder Charles Dickens' Große Erwartungen, während seine eins siebenundfünfzig kleine Mutter mindestens halbjährig in Skiresorts als Skilehrerin arbeitet. Nicht nur Kleinwüchsigkeit stellt für weitere Figuren wie z.B.dem noch kleineren Englischlehrer Elliot Barlow ein Problem dar, auch deren sexuelle Orientierung in einem prüden Amerika wird gesellschaftskritisch über mehrere Jahrzehnte verfolgt. Neben seiner Cousine Nora tritt ihre stumme Bühnenpartnerin Em als lesbisches Paar in einem New Yorker Comedy-Club mit politisch ausgerichteten Provokationen z. B. zum Vietnamkrieg auf. In seiner Dachkammer spukt der Geist des dementen Großvaters Lew herum. Auf der Suche nach seinem vermeintlichen Vater Paulino Juárez alias Paul Goode, zunächst rund um das Hotel Jerome in Aspen, später in der Filmindustrie mit Noir-Filmen, werden skurrile Begebenheiten sehr detailliert, langatmig beschrieben. Weitere Figuren wie z.B. die verklemmten Tanten und ihre lustigen nordischen Ehemänner werden extrem überspitzt dargestellt. Die Thematik rund um LGBTQ und auch Wiederholungen in den schrägen Beziehungsgeschichten nehmen zu viel Raum ein. Neben dem Fabulieren über das Ringen und Skifahren gibt der Autor etlichen Szenen rund um die Drehbuchdialoge eindeutig zu viel Freiraum.
Insgesamt bei angenehmem Schreibstil einfach zu lang. 2,5*