Rom, 1700: Das Heilige Jahr aus der Sicht zweier Benediktiner aus dem Kloster St. Gallen.
Ein Heiliges Jahr in Rom bedeutete in der Barockzeit ein ungleich aufwändigeresSchauspiel als heute. Noch vor der Öffnung der Heiligen Pforte läuteten an vierTagen während vieler Stunden in allen Kirchen der Stadt die Glocken. Der Aktdes Öffnens selbst wurde von einem Feuerwerk, von Kanonenschüssen auf derEngelsburg und von Salutschüssen der Schweizergarde begleitet. Mitten drinnen in den Feierlichkeiten des Jubeljahrs 1700 waren zwei Benediktineraus dem Kloster St. Gallen. Aus der Perspektive eines Beichtvaters für deutschsprachigePilger und von Studenten erlebten sie den Tod von Papst Innozenz XII. und die Wahl von Clemens IX. , unternahmen aber auch Ausflüge nach Subiaco, Montecassino und Neapel, um ihre Grand Tour durch den «Garten Italiens» abzurunden.