Konnte mich am Anfang stellenweise nicht packen, am Ende bin ich allerdings nur so durch die Seiten geflogen.
Der Punkt ist eigentlich nebensächlich, machte für mich jedoch besonders den Anfang sehr interessant. Die Beziehung von Briseis Müttern ist einfach toll. Sie stellen ihre Tochter immer an erste Stelle, sind unterstützend und liebevoll - so wie Eltern sein sollten, aber in Büchern nicht oft zu finden sind. Auch die Dynamik zwischen den Charakteren stimmte von Anfang an.Dass sich Briseis neben ihrem "Pflanzenproblem" (den grünen Daumen hätte ich gerne) auch noch mit normalen Teenagersorgen herumschlagen muss, fand ich realistisch (z.B. Freundschaften, die sich langsam auseinander leben) und gut umgesetzt, auch wenn es im Verlauf immer weniger eine Rolle spielte.Auf den neugierig machenden Anfang, folgte dann jedoch schnell eine lange Flaute. Die Geschichte dümpelte so vor sich hin und irgendwann habe ich das Buch sogar für einige Zeit weggelegt.Der Plot hat etwas von einem Kleinstadt-Roman ohne den Romance-Anteil. Viele ulkige Bewohner, die dadurch umso liebenswerter werden und ein Haus mit Geheimnissen, das einen in den richtigen Augenblicken überrascht.Mit griechischer Mythologie kann man vieles richtig, aber auch sehr viel falsch machen. Hier hätte der Part für mich gerne etwas früher einsetzen können, denn da wurde es erst richtig interessant (etwa die letzten 150 Seiten). Im schleppenden Part lernte man dafür die Charaktere besser kennen, leider ohne dass die Story richtig weiter kam.Das Buch liest sich leicht, selbst auf Englisch, ausgenommen der Pflanzenbezeichnungen - doch dank meines schwarzen Daumens wäre das auch auf Deutsch ein Problem für mich geworden.Am Ende bin ich (überraschenderweise) nur so durch die Seiten geflogen vor Spannung. Trotz zäher Momente und einigen Längen im Mittelteil eine solide Urban Fantasy mit tollen Überraschungen. Cliffhanger inklusive.