Friedchen und Paula lernen sich 1932 kennen und ihre Freundschaft von Anfang an ist sehr tief und innig , die zwei stammen aus verschiedenen Schichten aber beide sind voll mit Hoffnungen aufs gute Leben und beide genossen das Leben in vollen Zügen. Die Geschichte schreibt jedoch eigene Szenario und mit die guten Leben wird nichts, Paula ist Jüdin und muss fliehen und zusätzlich Paula hat ein Geheimnis welche die Freundschaft erschüttern lässt....
Die Autorin schreibt mit viel Leichtigkeit und mit viel Feingefühl über sehr schwierigen Thema- Holocaust und seine Nachwirkungen auf die nächsten Generationen, die Personen hier erleben das hautnach und die große Wunde prägt ihre weitere Leben, nichts ist wie vorher war. Friedchen und Paula , auch Max sind hier sehr preziös beschrieben ich als Leser habe ich sofort die drei und ihre Handlungen verstanden. Die leise und einfühlsame Schreibstil gefällt mir sehr gut, niemand ist böse , jeder ist nur als Mensch mit anderen Vorstellungen und von Leben erwartet etwas anderes.
Dass die Autorin ein Schritt weiter geht und zeigt die Verbindung von Holocaust bis zu heutigen Zeiten finde ich als eine sehr gute Idee wir sehen dass die traumatische Ereignisse von damals bis heute nachwirken.
Ein wunderbares Buch über Freundschaft, Liebe und über die Wurzeln welche tiefer in uns sitzen als man denkt.