Vom Fuchs, der ein Reh sein wollte

Empfohlen ab 6 Jahre. 50 farbige Abbildungen 50 Ill. 17, 3 cm / 23, 8 cm / 2, 2 cm ( B/H/T ).
Buch (gebunden)
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Nach dem großen Feuer findet Mama Reh am Rande des Waldes ein kleines graues Puscheliges: Blau-Auge, einen jungen Fuchs, der seine Familie verloren hat. Blau-Auge darf bei Mama Reh und ihren Kindern bleiben - und er gibt sich wirklich große Mühe, ein … weiterlesen
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Produktdetails

Titel: Vom Fuchs, der ein Reh sein wollte
Autor/en: Kirsten Boie

ISBN: 3789109533
EAN: 9783789109539
Empfohlen ab 6 Jahre.
50 farbige Abbildungen 50 Ill.
17, 3 cm / 23, 8 cm / 2, 2 cm ( B/H/T ).
Illustriert von Barbara Scholz
Oetinger Friedrich GmbH

1. März 2019 - gebunden - 192 Seiten

Beschreibung

Nach dem großen Feuer findet Mama Reh am Rande des Waldes ein kleines graues Puscheliges: Blau-Auge, einen jungen Fuchs, der seine Familie verloren hat. Blau-Auge darf bei Mama Reh und ihren Kindern bleiben - und er gibt sich wirklich große Mühe, ein gutes Reh zu sein! Aber als zuerst die dumme kleine Maus verschwindet und kurz darauf das Rehkitz Vielpunkt, glauben alle Waldtiere, dass Blau-Auge dahintersteckt. Ein Fuchs bleibt eben immer ein Fuchs! Doch Blau-Auge zeigt den Tieren, dass er ein echter Freund ist, auf den man sich verlassen kann.
Ob Füchse oder Kinder - alle brauchen Freunde und Geborgenheit. Und Kirsten Boie erzählt uns davon.
Mit wunderbaren Illustrationen von Barbara Scholz.

Rezensionen

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung vom 27.05.2019

Vorsicht vor Rundfüßlern
Gut so: In "Vom Fuchs, der ein Reh sein wollte" lässt Kirsten Boie viele Fragen offen

Wie vom Himmel gefallen liegt ein graues Pelzbündel zwischen den Tieren, die vor dem Waldbrand geflohen sind und sich nun versammeln. Weil das Wesen auf Fragen nur mit einem wimmernden "Mama" antwortet und kaum den Kopf hebt, geschweige sich aufrichtet und ansehen lässt, rätseln die Tiere, womit sie es überhaupt zu tun haben. Abenteuerliche Vermutungen werden laut, gerade von selbsternannten Experten, und als dann schließlich klar ist, dass da ein Fuchswelpe zwischen ihnen liegt, setzt das den Vermutungen, den Gerüchten, den Verleumdungen dennoch kein Ende: Man wisse ja, wie sie sind, diese Füchse, schlau und gefährlich, am besten halte man Abstand.

Einzig Mama Reh, die mit ihren drei Kitzen Langbein, Vielpunkt und Glanzfell gekommen ist, will sich des Waisen annehmen. Einfach so dalassen kann man den Fuchs ja nicht, findet sie, und ihre Sprösslinge begegnen dem Tier, das nun ihr Bruder sein soll, mit mehr oder weniger Sympathie.

Was der Fuchs, genannt Blau-Auge, nicht kann, wird rasch klar, über Zäune springen nämlich, aber was er statt dessen zum Wohlergehen der Familie beitragen könnte, erschließt sich nicht so schnell. Am Ende reicht der Fall einer verschwundenen Waldmaus, um Blau-Auge zwielichtig erscheinen zu lassen - einmal Fuchs, immer Fuchs. Und der Welpe muss die Rehfamilie verlassen.

Kirsten Boie hat mit ihrem neuen Roman "Der Fuchs, der ein Reh sein wollte", wieder mit klarem Strich und kräftigen Farben illustriert von Barbara Scholz, die schon Boies "Ritter Trenk" mit Bildern versah, auf den ersten Blick eine Tiergeschichte mit vermenschlichten Protagonisten geschrieben - die Wildschweine, Amseln, Kaninchen und Igel verkehren einträchtig miteinander, sie diskutieren und streiten, betrachten aber einander kaum als Beute, und im Hintergrund lauert der Mensch mit seinen mörderischen Autos, den "Rundfüßlern".

Was aber hier verhandelt wird, erinnert gerade nicht an "Bambi" und dergleichen, sondern an die Tradition der Fabeln - nicht im Duktus, wohl aber darin, dass es um Grundmuster menschlichen Verhaltens geht, die hier an Tieren kenntlich gemacht werden. Es geht um Fürsorge, um Angst vor dem Fremden, um Vorurteile und Ausgrenzung, und es macht den großen Reiz dieses Romans aus, dass er all diese Fragen differenziert betrachtet und weniger an Urteilen interessiert ist als an den Ursachen.

Dabei rückt rasch die Angst als Hauptantrieb für Ausgrenzung in den Fokus, zugleich aber auch die Frage, warum einige Tiere dennoch bereit sind, dem Fremden entgegenzukommen. Und schließlich die nach der Umgebung, wo ein entwurzeltes Wesen am besten aufgehoben ist: unter seinesgleichen und sonst denen, die ihm noch am meisten ähneln? Oder unter denen, die das meiste Verständnis für ihn aufbringen, unabhängig von der Biologie? Oder schließlich, ein kühner Gedanke, unter denen, die ihn am meisten zu neuen Verhaltensweisen und zum Entwickeln neuer Fähigkeiten herausfordern? In diesem Fall: als Fuchs unter Rehen, die ihn zum Überwinden von Weidezäunen bringen, auch wenn sie selbst einen anderen Weg gehen?

Auch hier vermeidet Boie auf wohltuende Weise, sich explizit für eine dieser Richtungen zu entscheiden - auch wenn der Fuchs am Ende ein Plädoyer hält und die Antwort gibt, die er für seine Existenz gefunden hat. Die Fragen aber wirft die Autorin auf, und so wie die Tiere sich ihnen stellen müssen, so auch die Leser. Auch hierin steht Boie in bester Fabel-Tradition.

TILMAN SPRECKELSEN

Kirsten Boie: "Vom Fuchs, der ein Reh sein wollte". Roman.

Mit Bildern von Barbara Scholz. Oetinger Verlag, Hamburg 2019. 192 S., geb., 16,- [Euro]. Ab 8 J.

© Alle Rechte vorbehalten. Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH, Frankfurt.
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Nach einem verheerenden Waldbrand versammeln sich alle Tiere am Waldrand. Dort findet Mutter Reh auch einen kleinen Fuchs, der bei dem Feuer seine Familie verloren hat. Doch keiner will dem kleinen Fuchs helfen, denn sie sind der Meinung: "Ein Fuchs bleibt ein Fuchs" und der ist nun mal eine Gefahr für die anderen Waldtiere. Aber Mutter Reh, die selber 3 kleine Kinder hat, nimmt den kleinen Reh erst mal in ihre kleine Familie auf. Aber der kleine Fuchs gibt nicht auf und ist sicher, seine Familie doch noch wieder zu finden. Ein wunderschönes, liebevoll geschriebenes Kinderbuch, über Vorurteile, Familienbande und Freundschaft mit sehr schön illustrierten Bildern.
Bewertungen unserer Kunden
Die Geschichte, die der Uhu erzählt, wird zum Buch
von Daggy - 11.08.2019
Kirsten Boie spricht in diesem Buch die Leser*innen direkt an, vertraut sich ihnen an. Sie hat die Geschichte vom kleinen Fuchs Blau-Auge, der von einer Rehmutter aufgenommen wird von einem Uhu erzählt bekommen. So wird die Geschichte auch aus Sicht der Tiere mit ihren Worten erzählt. Das Buch hat 192 Seiten mit großen Buchstaben und wird durch 50 Zeichnungen aufgelockert. Eine Menge für Leseanfänger, aber toll zum Vorlesen, für gute Zuhörer sicher schon ab 4 Jahren. Aber schließlich muss, laut Uhu, eine gute Geschichte 1.000 Wörter haben. Es gab ein Feuer im Wald und alle geretteten Tiere treffen sich auf der Wiese. Der kleine graue Fuchs (kleine Füchse werden erst später rot) hat seine Familie verloren und Mutter Reh ist mitleidig und nimmt den Kleinen auf. Wie erwartete gibt es da einige Probleme, ihre drei Kitze verhalten sich ganz unterschiedlich, aber mit Vielpunkt kann Blau-Auge sich anfreunden. Die beiden entdecken gemeinsam die Umgebung. Was ist das schwarze Band und welche Gefahr geht von ihm aus? Von der Mutter haben sie schon gelernt, dass die Zweifüssler gefährliche Donnerflügel nutzen, um die Tiere zu töten. Aber die Rundfüssler, die auf dem schwarzen Band unterwegs sind, fressen mit ihren seitlichen Mäulern Zweifüssler. Das ist für die Jungen schwer zu verstehen. Und weil der Uhu das so empfohlen hat, muss eine spannende Geschichte auch traurig und lustig sein und am Ende müssen alle wieder fröhlich sein. Und an diesen Rat hält sich die Autorin. Blau-Auge wird beschuldigt am Verschwinden der kleinen Waldmaus Schuld zu sein, die Reh-Mama schickt ihn fort, er übernachtet beim Dachs und denkt immer an die Wort Ein Fuchs bleibt immer ein Fuchs , Professor Kater, der die Zweifüssler gut kennt, hilft Blau-Auge bei der Befreiung eines Rehkitz und am Ende findet der kleine Fuchs seine Familie wieder. Eine wundervolle Geschichte um eine Freundschaft, die auch zwischen Fuchs und Reh möglich ist.
wieder ein wirklich schönes, niedliches Kinderbuch von Kirsten Boie
von Funny1210 - 21.03.2019
Vom Fuchs, der ein Reh sein wollte von Kirsten Boie und illustriert von von Barbara Scholz ist erneut ein wundervolles Kinderbuch der Autorin. Bei einem Feuer hat der kleine Fuchs seine Mama verloren. Mama Reh nimmt ihn dann bei sich und ihren Kindern vorübergehend auf. Blau-Auge, wie der Fuchs nun genannt wird, bemüht sich von nun an ein gutes Reh zu sein. Leider verschwinden dann nacheinander die kleine Maus und das kleine Rehkitz Langbein. Blau-Auge gerät unter Verdacht, da er ja ein Fuchs ist. Kann Blau-Auge beweisen, dass er unschuldig ist und nicht böse, nur weil er ein Fuchs ist. Die Geschichte ist aus der Sicht der Tiere geschrieben und allein die Namensgebung für die Tiere fand ich toll. Die Sprache ist absolut kindgerecht. Allerdings ist die Geschichte eher zum Vorlesen als zum Selbstlesen für Erstleser geeignet, da es doch verhältnismäßig viel Text ist. Kinder, die schon einige Zeit lesen können, werden aber sich gut damit zurecht kommen. Die Zeichnungen sind absolut passend zur Geschichte und laden wirklich zum Anschauen ein. Sie sind teilweise wirklich niedlich und unterstreichen den lieblichen Charakter der Geschichte. Dennoch wird es in dem Buch auch stellenweise sehr traurig. Das Buch schafft es die Emotionen gut zu vermitteln. Mein Sohn und ich haben teilweise wirklich mitgelitten. Das Thema Freundschaft kommt in diesem Buch auch ganz deutlich hervor. Wie wichtig es doch ist, dass man jemanden hat, auf den man sich verlassen kann. Zudem sollte man nicht zu schnell vorverurteilen aufgrund irgendwelcher Vorurteile. Schön, wie scheinbar locker die Kinder solch wichtigen Dingen in der Geschichte erfahren und vielleicht dann auch lernen können. Insgesamt ein wirklich tolles, niedliches, aber auch immer wieder ergreifendes Kinderbuch.
Mit viel Gefühlen auf der Suche
von liesmal50 - 02.03.2019
Große Aufregung herrscht bei den Tieren nach einem Waldbrand. Ein junger Fuchs, das "kleine graue Puschelige", hat seine Familie verloren. Doch er hat Glück im Unglück, denn er darf bei Mama Reh und ihren Kindern bleiben, bekommt den Namen Blau-Auge und will wirklich ein gutes Reh werden. Das ist leichter gesagt als getan. Es beginnt schon damit, dass er mit seinen kurzen Beinchen nicht springen kann wie ein Reh. Mit Vielpunkt, einem der Rehkinder, verbindet Blau-Auge eine wunderbare Freundschaft. Das Buch aus dem Oetinger Verlag, geschrieben von der Autorin Kirsten Boie und illustriert von Barbara Scholz, ist ein wahrer Schatz. Wort und Bild sind wunderbar aufeinander abgestimmt. Ich liebe es, wenn Bild und Text aussehen, als wenn sie miteinander "verschmolzen" sind. Kirsten Boie versteht es, Geschichten mit aussagekräftigen Zitaten spannend und lehrreich (ohne dass ein ausgestreckter Zeigefinger zu spüren ist) zu erzählen. Es geht nicht nur um Vorurteile, um Rechthaberei, um Ablehnung und um Schadenfreude, sondern immer auch darum, all diese Dinge - oftmals auf ganz einfache Weise - ins Gegenteil zu verwandeln. So erleben die Tiere große Abenteuer, bei denen die Leser das Gefühl bekommen, hautnah dabei zu sein. Durch direkte Ansprache gerade auch der jungen Leser verstärkt sich dieses Gefühl noch. Man kann mitfiebern, mitlachen, traurig und fröhlich sein - und alles, was die Tiere aus ihren Erfahrungen lernen, überträgt sich wie von selbst auf die "Zweifüßler", wie wir Menschen in dem Buch bezeichnet werden.
ein wunderbares Vorlesebuch
von MarTina - 02.03.2019
Der kleine Fuchs verliert bei einem großen Feuer seine Familie. Mama Reh hat Mitleid und nimmt ihn bei sich auf. Doch bald merken alle, dass Füchse und Rehe doch ziemlich verschieden sind. Und dann verschwindet auch noch eine kleine Waldmaus. Die anderen sind sich sicher: Daran kann eigentlich nur der kleine Fuchs schuld sein. Denn jeder weiß, dass Füchse Mäuse fressen. Doch auch wenn die anderen nicht immer nett zu ihm sind, lässt er sie in der Not nicht im Stich ... Meine Meinung: Ich habe das Buch unseren Mädels (5 und 7 Jahre) vorgelesen. Der Schreibstil ist ganz besonders und eignet sich wunderbar zum Vorlesen. Er schafft eine richtig gemütliche Stimmung. Unsere Mädels waren immer aufmerksame und begeisterte Zuhörerinnen. Der kleine Fuchs ist auch ein ganz sympathischer kleiner Kerl, den man gerne bei seinem Abenteuer begleitet. Daneben wurden auch vor allem Mama Reh und ihr Kitz Vielpunkt von unseren Mädels geliebt. Lustig fanden meine kleinen Zuhörerinnen die Gedanken der Tiere über Menschen und Autos. Hier hat vor allem unsere Kleine den Behauptungen der Tiere immer widersprochen. Dass Tiere diese Dinge nicht wissen können und sich darum eigene Erklärungen suchen, hat aber auch sie verstanden. Daneben war die Geschichte auch spannend, da so ein Tierleben auch böse Überraschungen bereithält. Doch am Ende wird fast alles gut. In der Geschichte stecken auch viele wichtige Aussagen. Z. B. verurteilen die Tiere den kleinen Fuchs sofort, als die Waldmaus verschwindet, nur weil er ein Fuchs ist. Man spürt sofort, dass dies nicht richtig ist. Das fanden auch unsere Mädels sehr gemein. Auch das Bemühen des kleinen Fuchses, sich wie ein Reh zu verhalten, war zum Scheitern verurteilt. Auch dies war den Kindern von Anfang an bewusst. So etwas kann natürlich nicht gelingen. Am Ende wird klar, dass man, auch wenn man komplett verschieden ist, tolle Freunde sein kann. Begleitet wird der Text von wunderschönen, farbenfrohen Illustrationen. Bei uns wurden die Bilder geliebt. Auch ich habe mich während des Vorlesens auf jedes Bild gefreut. Sie tragen auch zu dieser besonderen Stimmung bei. Fazit: Die Geschichte ist so warmherzig und kindgerecht geschrieben, dass unsere Mädels und auch ich als Vorleserin einfach begeistert sind. Außerdem sind die Bilder dazu total schön. Uns hat dieses Buch wunderbare Vorlesestunden beschert. Empfehlenswert!
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