Mika ist für mehrere Monate verreist und in der Zeit passt Ari auf Ostwind auf. Sie trifft auf einen Wanderzirkus und ehe er sich versieht wird Ostwind zur Hauptattraktion. Je länger ich diese Reihe verfolge, desto enttäuschter werde ich. Man soll bekanntlich aufhören, wenn es am schönsten ist, doch dieser Zeitpunkt ist schon lange verstrichen und so werden regelmäßig neue Geschichten an Land gezogen, die sich von der eigentlichen Idee - Mika und Ostwind- immer weiter entfernen. Während anfänglich der Fokus noch auf dem Pferd und auf der Verbindung von Mensch und Tier lag, steht inzwischen die Hintergrundgeschichte im Mittelpunkt. Die ursprüngliche Heldin wurde durch einen jüngeren Abklatsch ausgetauscht, die die alteingesessenen Fans enttäuscht. Ari wirkt unsympathisch, handelt nicht mehr im Interesse des Pferdes und wirkt egozentrisch. Für jüngere Leser mag das Buch funktionieren. Ihnen fallen Ungereimtheiten nicht auf und für die, die nicht mit Mika großgeworden sind, ist sie vermutlich eine austauschbare Figur. Mit diesem Buch hat sich der Eindruck, der sich mir schon seit einigen Bänden aufdrängt nur verstärkt. Die Marke Ostwind wird bis auf den letzten Cent ausgeschlachtet ohne Rücksicht darauf, dass sie auf die Art ihren Charme verliert.