Ophelia Scale lebt in einer Welt, in der Technologie weitgehend verboten ist. Doch die Rebellengruppe, zu der Ophelia gehört, sieht einen Ausweg, denn sie ist eine Bewerberin um einen begehrten Platz im Geheimdienst des Königs. Ihre Chance, den König zu stürzen, ist somit in greifbarer Nähe. Wäre da nicht Lucien, der Bruder des Königs, in den sie sich verliebt. Zwischen Liebe, Verrat und Rebellion, weiß sie bald nicht mehr, wem sie überhaupt noch vertrauen kann.
Meine Gedanken:
Wie bereits bei anderen Büchern von Lena Kiefer (z.B. Westwell und Coldhart) ist der Schreibstil super angenehm zu lesen und die Geschichte entwickelt sich in einem guten Tempo.
Am Anfang fiel es mir noch etwas schwer in die Handlung zu finden, weil die dystopische Welt noch nicht so tiefgreifend beschrieben wurde, doch dies änderte sich schnell.
Mit Ophelia kann man sich gut identifizieren und auch ihre Gedankengänge waren für mich sehr nachvollziehbar. Das komplette Gegenteil ist Lucien: Er blieb bis zum Schluss mysteriös und undurchschaubar. Das wird auch daran liegen, dass die Geschichte ausschließlich aus Ophelias Sicht erzählt wird, was ich in dem Fall auch sehr passend finde. Ich weiß bis heute nicht, welchen Charakteren man trauen kann und wem nicht, was das Lesen ungemein spannender gemacht hat.
Toll fand ich auch die Szenen, in denen man mehr über Ophelias Vergangenheit erfahren hat. Das hat sie mir als Charakter deutlich nahbarer und ihr Verhalten realistischer gemacht.
Besonders in den letzten Kapiteln war die Spannung sehr hoch. Viel zu schnell war der erste Band der Trilogie zuende und ich blieb mit offenem Mund zurück. Der Cliffhanger ist einer der fiesen Art, einer, der einen nicht mehr loslässt und bei dem man sofort zu der Fortsetzung greifen will.
Ihr sucht eine Dystopie, die sowohl spannend als auch romantisch ist und euch mit einem fiesen Cliffhanger zurück lässt? Ophelia Scale ist das perfekte Buch für euch!