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Beklaute Frauen

Denkerinnen, Forscherinnen, Pionierinnen: Die unsichtbaren Heldinnen der Geschichte

(46 Bewertungen)15
220 Lesepunkte
Buch (gebunden)
22,00 €inkl. Mwst.
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Wie Frauen Geschichte schrieben - und Männer dafür den Ruhm bekamen

Muse, Sekretärin, Ehefrau - es gibt viele Bezeichnungen für Frauen, deren Einfluss aus der Geschichte radiert wurde. Für deren Leistungen Männer die Auszeichnungen und den Beifall bekamen: Wissenschaftlerinnen, deren Errungenschaften, im Gegensatz zu denen ihrer männlichen Kollegen, nicht anerkannt wurden. Autorinnen, die sich hinter männlichen Pseudonymen versteckten. Oder Künstlerinnen, die im Schatten ihrer Ehemänner in Vergessenheit geraten sind. Lebendig und unterhaltsam erzählt die Historikerin Leonie Schöler ihre Geschichten, sie zeigt, wer die Frauen sind, die unsere Gesellschaft bis heute wirklich vorangebracht haben. Und sie verdeutlicht, wie wichtig die Diskussion um Teilhabe und Sichtbarkeit ist. Dabei wird klar: Hinter jedem erfolgreichen Mann steht ein System, das ihn bestärkt; vor allen anderen steht ein System, das sie aufhält.

Mit zahlreichen Abbildungen und Infokästen

Produktdetails

Erscheinungsdatum
28. Februar 2024
Sprache
deutsch
Seitenanzahl
416
Autor/Autorin
Leonie Schöler
Verlag/Hersteller
Produktart
gebunden
Abbildungen
22 SW-Abb.
Gewicht
572 g
Größe (L/B/H)
218/141/41 mm
ISBN
9783328603238

Portrait

Leonie Schöler

Leonie Schöler, geboren 1993, ist Historikerin, Journalistin und Moderatorin. Auf ihren beliebten TikTok- und Instagram-Kanälen (@heeyleonie) vermittelt sie spannendes Geschichtswissen und klärt ihre über 230.000 Follower*innen regelmäßig über die Vergangenheit und aktuelle politische Geschehnisse auf. Als Redakteurin und Filmemacherin mit Fokus auf Webvideos liefen ihre Recherchen bei diversen funk-Produktionen, unter anderem »Jäger und Sammler«, das »Y-Kollektiv« und »Auf Klo«. Im Sommer 2021 erschien ihre Dokumentation über das System Tönnies für ZDFinfo, im Januar 2022 ihre achtteilige Webvideoreihe zur Wannsee-Konferenz für das ZDF. Zudem moderierte Schöler ab November 2022 in ihrer Rolle als Historikerin das ZDFinfo-Format »Heureka« auf YouTube. Leonie Schöler lebt in Berlin. »Beklaute Frauen« ist ihr erstes Sachbuch.

Pressestimmen

»Ein ausgesprochen interessantes Buch, bei dessen Lektüre man sich fragen kann, warum die eine oder andere Fehlentscheidung der Vergangenheit nicht längst gerade gerückt wurde.« NDR Kultur

»Ein großer Wurf. Ein Kompendium, das zu weiteren Debatten einlädt.« nd.DerTag

»Lesenswert.« Welt am Sonntag

»Ein gut leserlicher Einstieg für alle, die eine feministisch aufgeklärte Lesart unserer Geschichte kennenlernen wollen und definitiv empfehlenswert.« Rhein-Neckar-Zeitung

»Lesenswert!« Woman

»Wichtig und aufschlussreich. Ein Muss für alle, die sich für die Geschichte der Wissenschaft und die Situation von Frauen in der heutigen Welt interessieren.« Wild Magazin

Bewertungen

Durchschnitt
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41 Bewertungen von LovelyBooks
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LovelyBooks-BewertungVon Miamou am 09.06.2024
Ein Sichtbar-Machen von Frauen der Geschichte (an Beispielen) bis zu heutigen aktuellen Debatten. Mitunter war der Zeigefinger zu hoch!
Von MoMe am 05.06.2024

Ein Sachbuch, das die Frauen und ihre Leistungen in den Vordergrund rückt

Beklaute Frauen klingt nach einem reißerischen Titel. Der mich sofort anspricht und in mir die Hoffnung sät, dass ich tatsächlich in die Geschichte eintauchen kann und erfahre, welche Frauen wirklich um ihre Leistungen gebracht wurden. Welche bedeutsamen Frauen im Lauf der Zeit im Dunkeln der Geschichte verschwanden und warum. Der Einstieg in Beklaute Frauen ist stark. Leonie Schöler geht weit zurück in die Steinzeit, um genau zu sein. Dabei zeigt sie anhand neuster Forschungen auf, dass durchaus auch Frauen Anführerinnen gewesen sind und von der Gesellschaft ihrer Zeit mit Anerkennung sowie Respekt überschüttet wurden. So stellte sich zum Beispiel heraus, dass das Grab eines hoch angesehenen Herrschers in Wahrheit das einer Frau war. Wissenschaftlich bewiesen anhand von DNA-Tests. Es sollte einen erstaunen, doch ich denke wirklich, dass vieles, was wir über die Geschichte glauben zu wissen, nicht der Wahrheit vollumfänglich entspricht. Das kann es auch nicht, da die Forschenden bei der Aufstellung ihrer Thesen auch selbst ob gewollt oder ungewollt auf ihre eignen Erfahrungsschätze und Denkstrukturen zurückgreifen. Auch das beleuchtet Leonie Schöler interessant und erklärt es verständlich. Dann gibt es einen gewaltigen Zeitsprung und die rund letzten 200 Jahre werden meist aus geschichtlicher Sicht beleuchtet. Dabei pickt sich Leonie Schöler mal Frauen als Kollektiv heraus, wie beispielsweise die Frauen, welche für die Revolution 1848/49 auf die Straße gingen, oder einzelne Persönlichkeiten und beleuchtet, auf welche Art und Weise diese zu den gesellschaftlichen Veränderungen beitrugen. Und wie sie am Ende ins dunkle Vergessen gerieten. Es ist spürbar, dass sich Leonie Schöler intensiv mit den Frauen beschäftigt und viel Recherchearbeit investiert hat. Beklaute Frauen scheint auf den ersten Blick klar strukturiert und nach Themenfeldern aufgebaut zu sein. Das gefällt mir. Der Schreibstil ist locker und verständlich erklärend. Er ist sogar so gestaltet, dass sich das Sachbuch spannend lesen lässt. Abgerundet wird das Ganze durch Infokästen, Bildern, Zitate und am Ende durch zahlreiche Verweise auf Quellen und Literaturempfehlungen. Die einzelnen Abschnitte von Beklaute Frauen werden mit weiblichen Persönlichkeiten beleuchtet und zwar so, dass sie exakt auf das Thema passen. Das ist mir persönlich ein wenig zu eindimensional. Nehmen wir zum Beispiel die Ehe. Sie nimmt viel Raum in diesem Buch ein und schnell wird klar, Leonie Schöler hält rein gar nichts davon. Und so wird unter anderem der Werdegang von Mileva Mari, der Ex-Frau von Albert Einstein, genau darauf projiziert. Ich finde das superschade, denn auf der einen Seite berührt mich das Schicksal von Mileva Mari, auf der anderen Seite rutscht die Autorin gelegentlich ins Feld der Mutmaßungen ab, obwohl sie das eigentlich nicht möchte. Damit geht die Sachlichkeit verloren. Zwischendurch schweift Leonie Schölern ab, bezieht sich mal auf aktuelle Themen oder kramt schon besprochene Themendetails wieder heraus. Das ermüdet beim Lesen und ich muss längere Lesepausen einlegen. Mir fehlt der erhoffte durchgängige rote Erzählfaden. Generell werden in Beklaute Frauen nicht nur jene Frauen beleuchtet, die tatsächlich um ihre Leistungen gebracht und mit aller Macht diskreditiert oder der Vergessenheit anheimgegeben wurden. Sondern es kommen auch Themen auf den Tisch, die meiner Meinung nach nicht in dieses Sachbuch gehören. Nicht, weil es nicht wichtig ist, über die LGBTQIA+-Gemeinschaft, Behinderte und Farbige zusprechen oder auch für sie zu kämpfen. Sondern weil das Sachbuch und auch der Klappentext suggerieren, dass hier wertungsfrei aufgezeigt wird, weshalb Frauen Unterdrückung erfuhren und um die Anerkennung ihrer Leistungen gebracht wurden. Bei aller Kritik, Leonie Schöler hat interessante Persönlichkeiten vorgestellt und mich an ihrem Wirken teilhaben lassen. Dabei werden die Frauen und ihre Geschichten ins Licht gestellt, wo sie auch ganz klar hingehören. Wo deutlich hervorgeht, dass es nicht in Ordnung ist, sich mit fremden Federn zu schmücken, nur weil der Mann glaubt, dass es einer Frau nicht zu Gesicht steht, solche Errungenschaften selbst zu schaffen und zu behalten. Teile von Beklaute Frauen haben wirklich ein Aha-Effekt für mich. Sie zeigen auf, wie beschwerlich der Kampf für die Freiheit und Anerkennung der Leistung von Frauen war und auch noch ist. Es zeigt ebenfalls, wie wichtig es ist, sich bewusst zu machen, dass wir noch lange nicht in einer Gesellschaft leben, wo es egal ist, welche Hautfarbe, Geschlecht oder Gesinnung jemand hat und wo es akzeptiert wird, dass jeder erfolgreich sein kann, der es ist und dies anerkannt wird. Fazit: Beklaute Frauen ist ein wichtiges Buch über Sichtbarkeit und Teilhabe. Nur fehlt es manches Mal an Sachlichkeit und die Fähigkeit, beim eigentlichen Thema zu bleiben.