Fernweh, Salz auf der Haut und dieses leise Kribbeln, wenn man Bilder sieht, die nach Freiheit schreien, genau das liefert der LONELY PLANET Bildband Legendäre Tauchabenteuer. Weniger Lehrbuch, viel mehr Einladung, in die schönsten Ecken der Unterwasserwelt abzutauchen. Und ja, selbst als Schnorchler sitzt man da und denkt: Da will ich rein. Sofort.
Das Great Blue Hole, das Rote Meer, versunkene Wracks vor Italien das sind keine Spots, das sind Sehnsuchtsorte. Seitenweise türkisblaues Wasser, Korallen in allen Farben, Lichtstrahlen, die durch die Tiefe schneiden. Manche Fotos sind so intensiv, dass man beim Umblättern automatisch leiser wird. Als würde man die Szene nicht stören wollen.
Was dieses Buch unglaublich gut kann: Lust machen. Auf Reisen. Auf Meer. Auf dieses schwerelose Gefühl unter der Oberfläche. Auch wenn man nur mit Maske und Flossen unterwegs ist, bekommt man hier eine Bucketlist serviert, die sofort wächst.
Fachlich gibt es ein paar Stolpersteine. Begriffe sind nicht immer sauber übersetzt, und wer tief im Tauchsport steckt, wird das merken. Das kratzt am Anspruch, wenn man es als ernsthafte Tauchlektüre liest. Doch als Inspirationsquelle für wunderschöne Plätze rund um den Globus funktioniert der Bildband richtig stark.
Unterm Strich bleibt ein traumhaft gestaltetes Buch mit atemberaubenden Orten, kleinen Schwächen im Detail und ganz viel Meer im Herzen. Für Fernweh und Unterwasserträume absolut empfehlenswert.