Wenn ich wiederkomme

Originaltitel: Quando tornerò.
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Sie lassen die eigene Familie zurück, um sich um fremde Menschen zu kümmern - die Frauen aus Osteuropa. Daniela ist eine von ihnen. Sie arbeitet in Mailand, rund um die Uhr, ist zuverlässig und liebevoll als Pflegerin und als Kinderfrau. Doch je mehr … weiterlesen
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Produktdetails

Titel: Wenn ich wiederkomme
Autor/en: Marco Balzano

ISBN: 3257071701
EAN: 9783257071702
Originaltitel: Quando tornerò.
Übersetzt von Peter Klöss
Diogenes Verlag AG

29. September 2021 - gebunden - 312 Seiten

Beschreibung

Sie lassen die eigene Familie zurück, um sich um fremde Menschen zu kümmern - die Frauen aus Osteuropa. Daniela ist eine von ihnen. Sie arbeitet in Mailand, rund um die Uhr, ist zuverlässig und liebevoll als Pflegerin und als Kinderfrau. Doch je mehr sie fremden Familien hilft, desto heftiger vermisst sie die eigenen Kinder. Als ihrem heranwachsenden Sohn etwas zustößt, muss sie eine Entscheidung treffen.


Portrait

Marco Balzano, geboren 1978 in Mailand, ist zurzeit einer der erfolgreichsten italienischen Autoren. Er schreibt, seit er denken kann: Gedichte und Essays, Erzählungen und Romane. Neben dem Schreiben arbeitet er als Lehrer für Literatur an einem Mailänder Gymnasium. Mit seinem Roman Das Leben wartet nicht gewann er den Premio Campiello, mit Ich bleibe hier war er nominiert für den Premio Strega. Er lebt mit seiner Familie in Mailand.
Bewertungen unserer Kunden
sehr berührende Geschichte
von Marita Robker-Rahe - 28.12.2021
Wenn ich wiederkomme von Marco Balzano, ist mein erstes Buch dieses Autors, aber bestimt nicht mein letztes., denn mir hat nicht nur die Thematik dieses Buches sehr gut gefallen, sondern auch sein Schreibstil und seine Empathie, sich in Personen und Situationen hineinzuversetzen. Daniela kommt aus Rumänien und möchte, dass ihre Kinder ein besseres Leben und eine Zukuft haben und deshalb entscheidet sie sich ins Ausland zu gehen und dort als Pflegekraft zu arbeiten. Ihr Mann ist arbeitslos und sie sieht hierin die einzige Möglichkeit, das Geld für die Bildung ihrer Kinder und vielleicht auch noch fü die Renovierung ihres Hauses zu verdienen. Sie weiß nicht , was auf sie zukommt und ihre Kinder, die von den Großeltern versorgt werden sollen und auch ihre Tochter, die sich um ihren kleinen Bruder kümmern soll, sind nicht erfreut darüber, dass die Mutter in der Fremde arbeiten will. In diesem Buch kommen die beiden Kinder, aber auch Daniela selbst zu Wort und so erfährt der Leser, was Familien widerfährt, die in der Fremde versuchen , das Auskommen für die Familie zu finden. Wir sind es gewohnt darüber zu sprechen, dass unseren Alten von Osteuropäern versorgt werden, machen uns aber keine Gedanken darüber, was das für die betroffenen Familien bedeutet, aber auch, welchen Kraftakt diese ungelernten Frauen manchmal vollbringen müssen, die die dementen und schwerst gestörten und in ihren Alltagsversorgungen eingeschränkten Personen versorgen müssen und dies häufig auch noch schwarz, das heisst, ohne Sozialversicherung und andere Absicherungen. Mich hat dieses Buch sehr berührt und ich finde es sehr gelungen. Die Empathie, die der Autor aufbringt, um sich in die einzelen Personen hineinzufühlen, hat mich beeindruckt. Ich freue mich schon auf weitere Bücher dieses Autors und werde bis dhin seine alten Bücher lesen.
Macht nachdenklich
von Marie aus E. - 28.12.2021
Ich wollte die Geschichte einer Migrantin aus der heutigen Zeit erzählen, einer dieser Frauen, die so vielen von uns die Last der Pflege von Körper und Geist unserer Bedürftigen abnehmen und es uns ermöglichen, ein Leben nach unserem Gusto zu führen, ohne Verzicht . So der Autor in seiner (sehr lesenswerten) Nachbetrachtung. Damit ist eigentlich schon fast alles zum Inhalt gesagt, ein klein wenig hole ich doch noch aus. Daniela und ihre Familie leben in Rumänien. Der Vater verliert seine Arbeit, die Familie hat Geldsorgen und so geht Daniela nach Italien, um alte Menschen zu pflegen und so eine gute Ausbildung für ihre Kinder sicherzustellen. Der Preis ist jedoch sehr groß. Das Buch wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt. Danielas Sicht, einsam in der Fremde und mit keinerlei Beschränkung der Arbeitszeit. Genau genommen hat sie überhaupt kein Leben mehr, das sie auch nur ansatzweise selbst bestimmt führen kann. Aber auch ihre Kinder, die größere Tochter, die sehr früh viel Verantwortung übernehmen muss und der kleine Sohn, für beide verändert sich das Leben ebenfalls entscheidend. Diese Komplettsicht fand ich sehr wertvoll, wenn man sich etwas mehr damit auseinander setzt, werden die Ausmaße des Skandals, wie wir im mit Pflege umgehen, erst so richtig bewusst. Ein wichtiges Thema gut umgesetzt. Einzig eines fand ich etwas schade: die Figuren haben mich emotional nicht komplett erreicht, ich habe sie eher aus der Distanz betrachtet. Ich kann nicht genau benennen, woran das lag, ihr Schicksal war ergreifend, aber doch blieben sie auf Distanz. Insgesamt aber ein sehr lesenswertes Buch.
ein aktuelles Thema, aufwühlend beleuchtet
von hiclaire - 28.12.2021
Für seinen neuen Roman wählt Marco Balzano ein schon seit langem aktuelles Thema, über das ich bisher noch nichts in Romanform gelesen habe. Stellvertretend für viele osteuropäische Frauen ist es hier Daniela, die ihre Familie über Nacht verlässt, weil sie keinen anderen Ausweg sieht ihren Kindern eine bessere Zukunft zu ermöglichen. Vielleicht wäre es gerade für die Kinder leichter zu ertragen gewesen, hätten sie vorher in der Familie darüber gesprochen und die Entscheidung gemeinsam getroffen. Aber so ist es nicht gelaufen und am härtesten trifft es ihren Sohn. Nacheinander verlieren Danielas Kinder ihre Bezugspersonen, fühlen sich im Stich gelassen. Die ältere Schwester Angelica kommt besser damit zurecht als ihr zwölfjähriger Bruder Manuel, der zunehmend den Halt verliert. So oder so ähnlich läuft es auch in anderen, vergleichbaren Familien, das schimmert durch. Doch die Geschichte bleibt eng an dem Schicksal von Danielas und ihrer Kinder, aus deren jeweiliger Perspektive die drei Teile erzählt werden. Obwohl mir die Figuren nicht nah gekommen und mir auch ihre Denk- und Handlungsweisen oft fremd geblieben sind, hat mich dieses Buch tief berührt. Weil es eindringlich erzählt wird, für meinen Geschmack manchmal etwas zu eindringlich und emotional, aber in erster Linie weil es so erschreckend aktuell ist. Und weil man bzw. ich mir bisher noch kaum Gedanken gemacht habe, welches Leid dahinterstehen kann, wenn es heißt wir haben jetzt eine Polin (die Nationalität nur als Beispiel). Sicher muss es nicht immer so dramatisch laufen wie in dieser Geschichte, aber es fühlt sich durchaus authentisch an. Hat es mir gefallen? Ich fand es beklemmend. So viele negative Gefühle und Bitterkeit, gerade zwischen Mutter und Tochter, die Familie und deren Zusammenhalt zerstört, jeder von jedem enttäuscht - nicht leicht zu lesen (trotz flüssiger Erzählweise), trotzdem bin ich froh es gelesen zu haben, aus den oben genannten Gründen. Marco Balzano hat intensiv recherchiert und viele Interviews mit Betroffenen geführt, erklärt er im Nachwort. Herausgekommen ist ein eindringlicher Roman, der sich in erster Linie auf emotionaler Ebene mit der Problematik befasst und nichts beschönigt. Das Leben in der Fremde bricht auch dem Stärksten das Rückgrat heißt es an einer Stelle im Buch. Dafür gibt es sogar einen Namen - die Italienkrankheit. Und weiter im Nachwort: Den ausgewanderten Frauen gelingt es zwar meist, die wirtschaftliche Lage der Familie zu verbessern, doch der Preis, den sie auf emotionaler Ebene zahlen, ist hoch: weil das Fortgehen die eigene Identität verändert und vor allem weil es Mütter und Kinder einander entfremdet. Gut, dass diesem Thema Aufmerksamkeit gewidmet wurde.
Eindrücklicher Roman über ein aktuelles, hochbrisantes Thema
von meggie3 - 26.12.2021
Ich habe "Ich bleibe hier" von Marco Balzano äußerst gern gelesen, deshalb wollte ich auch seinen neuen Roman "Wenn ich wiederkomme" unbedingt lesen. Auch in diesem Roman hat mich sein Schreibstil wieder überzeugt. Es geht in dem neuen Roman von Marco Balzano um die Familie Matei in Rumänien. Der Roman gliedert sich in drei Teile, die jeweils die Sicht eines Familienmitglieds auf die Geschehnisse abbilden. Daniela Matei beschließt nach Italien zu gehen, um dort zu arbeiten und mehr Geld für ihre Familie zu verdienen, zum Beispiel zur Finanzierung der Schule ihres Sohnes Manuel. Sie verlässt ihre beiden Kinder und ihren Ehemann, ohne dass diese etwas mitbekommen. Für Daniela ist es kein einfacher Schritt und sie leidet darunter, ihre Familie nur für eine kurze Zeit im Jahr sehen und ansonsten nur per Telefon Kontakt halten zu können. Während Daniela in Italien schwer arbeitet und auf vieles verzichtet, entfremdet sie die Distanz und die gegenseitige Verständnislosigkeit von ihren Familienmitgliedern, von ihrem Mann und den beiden Kindern. Ich habe es als wirklich bewundernswert empfunden, wie Balzano es schafft, die unterschiedlichen Perspektiven der Protagonist:innen nachvollziehbar zu schildern. Sowohl das Leid von Daniela und ihre Zerrissenheit ist spürbar geworden als auch die Verzweiflung des Sohnes Manuel und auch die Gefühle von Tochter Angelica, die in eine Rolle gezwungen wurde, die sie nie wollte. Marco Balzano schreibt über ein hochaktuelles gesellschaftliches Thema auf eine besondere Weise, die mich berührt hat. Ich bin sicher, dass ich den nächsten Roman von dem Autor auch unbedigt lesen werden möchte.
Die geteilte Familie
von Langeweile - 17.12.2021
Das Buch behandelt die Situation von Frauen, die ihre Familie verlassen, um im Ausland als Pflegekräfte zu arbeiten und dadurch die Familie finanziell zu unterstützen. Die rumänische Protagonistin Daniela verlässt in einer Nacht-und-Nebel-Aktion ihre Familie um in Mailand zu arbeiten. Der damals zwölfjährige Sohn Manuel und die 20-jährige Tochter Angelica ,sowie ihr Mann bleiben zurück. Die Geschichte wird im Wechsel aus der Sicht von Manuel und seiner Schwester sowie Daniela erzählt. In regelmäßigen Telefonaten beschwört sie ihren Sohn, einen guten Schulabschluss zu schaffen, um ein besseres Leben führen zu können, als sie es hat. Ihr Mann fällt in ein tiefes Loch,läßt sich gehen und ist für seine Familie keine Hilfe.Manuels einzige Unterstützung ist sein Opa, der sich liebevoll um ihn kümmert. Als dieser stirbt, bricht für den Jungen die Welt zusammen. Im zweiten Teil wird die Geschichte aus der Sicht von Daniela erzählt, die wahrlich kein leichtes Leben hat. Obwohl mich das Thema als solches sehr berührt hat, kam ich mit dem Schreibstil nicht zurecht und konnte keine wirkliche Verbindung zu den Protagonisten aufbauen. Ich bin mir bewusst, dass Danielas Schicksal kein Einzelfall ist und mir ist bekannt, dass es sehr viele Frauen in ihrer Situation gibt, die auch in unserem Land arbeiten, um ihrer Familie ein besseres Leben zu ermöglichen. Was sie dafür auf sich nehmen, darüber denkt man viel zu selten nach. Insofern hat mich das Buch etwas mehr für dieses Thema sensibilisiert und läßt mich nachdenklich zurück.
Wichtiges Thema, mäßig umgesetzt
von Anonym - 12.12.2021
Grundthema des Romans ist die Arbeitsmigration innerhalb der Europäischen Union. Daniela, Mutter zweiter Kinder, verlässt ihre Familie und ihr rumänisches Dorf um in Mailand als Pflegekraft zu arbeiten. Hierbei versucht sie nach Kräften ihre Familie mit ihrem bescheidenen Einkommen zu unterstützen. Gleichzeitig werden ihre beiden Kinder in ihrer Abwesenheit erwachsen. Der Ehemann und Familienvater verlässt ebenfalls die Familie und arbeitet weiter östlich in prekären Verhältnissen als Lastkraftfahrer und Kurier. Geschildert wird die Geschichte aus der Perspektive Danielas, ihrem Sohn Manuel und ihrer Tochter Angelika. Zunächst beginnt der Roman mit der Perspektive Manuels, der seine Probleme als Heranwachsender eindrucksvoll schildert, aber dann abrupt abbricht. Schwerpunkt des Romans bildet die Schilderung Danielas. Die Darstellung aus Sicht von Tochter Angelika bleibt ziemlich oberflächlich. Insgesamt ein Roman, der zwar wichtige Themen behandelt, aber aufgrund der Perspektivwechsel und der relativen Kürze, nicht so sehr in die Tiefe geht. Daher nur 3 Sterne.
Luxusgut Liebe
von Nanni - 10.12.2021
Inhalt: In einer Nacht- und Nebenaktion verlässt Daniela ihr rumänisches Dorf, ihren Sohn und ihre Tochter um in Italien als Altenpflegerin zu arbeiten. Sie verspricht sich, mit dem Geld, das man ihr dort bezahl, die Schulausbildung der beiden Kinder finanzieren und ihnen so ein besseres Leben ermöglichen zu können. Doch der Preis, den sie dafür zahlt, ist hoch, und die Entbehrungen schmerzhaft. Harte körperliche Arbeit und prekäre Verhältnisse zehren genauso an ihr, wie die zunehmende Entfremdung und die stillen Vorwürfe der Daheimgebliebenen. Und nicht nur Daniela kämpft. Während sie in weiter Ferne schuftet, entlädt sich zuhause ein jahrealter Konflikt in einer Katastrophe. Meine Meinung: Balzano beschreibt eindrucksvoll anhand eines Einzelschicksals die Geschichten so vieler osteuropäischer Gastarbeiter, die in reiche europäische Länder kommen und hier einen maßgeblichen Beitrag dazu leisten, das System aufrecht zu erhalten, ohne dafür jemals entsprechende Würdigung zu erfahren. Im Gegenteil: Frauen wie Daniela leiden unter katastrophalen Arbeitsbedingungen, Rassismus und Geringschätzung. Das, obwohl sie so viel aufgeben für den Traum von einem besseren Leben. Der Autor bringt diese Entbehrungen in einer dichten ruhigen Sprache auf den Punkt. Dabei zeichnet er seine Protagonisten als wunderbar ambivalente Figuren, mit guten und weniger guten Seiten. Daniela ist eine starke niemals unfehlbare Heldin, keine Heilige, eine Mutter, die sich selbst der Mutterrolle beraubt, die sich in ihren Träumen verläuft. Sie steht steilvertretend für so viele Frauen, die ihr Leben in die Hand nehmen, in der Hoffnung aus ihren begrenzten Möglichkeiten das Beste machen zu können. "Wenn ich wiederkomme" ist ein politischer Roman, der auf ein krankes System aufmerksam macht, das Frauen, Familien und ganze Länder ausblutet. Der Autor stellt nicht nur Danielas Schicksal dar, sondern auch das ihrer in Rumänien gebliebenen Kinder Manuel und Angelica, die unter der Abwesenheit ihrer Mutter leiden müssen. Die Frauen und Männer, die nach Italien oder Deutschland kommen, um hier zu arbeiten, fehlen in ihren Heimatländern nämlich an allen Ecken. "Wenn ich wiederkomme" ist also auch ein Roman, über das Schicksal nicht einer, sondern vieler Frauen, die innerhalb dieses Systems kaum gesehen und gehört werden. Nicht zuletzt handelt es sich aber um einen Roman über die Liebe, und darüber wie es ist, so arm zu sein, dass man sich diese nicht leisten kann. Fazit: Balzanos Roman ist ein absolutes Highlight für mich. Selten habe ich ein politisches Thema auf so vielen Ebenen so feinfühlig und eindrücklich umgesetzt gesehen. Das Nachwort des Autors bewegt und spricht für sich.
Zerreißprobe
von caro.booklover - 04.12.2021
Marco Balzano erzählt die Geschichte einer rumänischen Familie, deren Mutter Daniela sich entschließt, eine besser bezahlte Stelle im Ausland anzunehmen. Italien wartet mit Jobs in der häuslichen Pflege, allerdings leben die Frauen bei den pflegebedürftigen Menschen zu Hause und sind somit 24 Stunden verfügbar. Eine Situation, die häufig nicht lange zu ertragen ist. Daniela legt großen Wert auf Bildung und möchte ihren Kindern das Beste ermöglichen. Doch was passiert mit einer Familie, wenn die zentrale Figur fehlt? Wenn die Person, die die Fäden zusammengehalten hat, nicht mehr da ist? Der Roman wird aus drei verschiedenen Perspektiven der Familienmitglieder erzählt, wobei man jede Sichtweise sehr gut nachvollziehen kann, auch wenn sich dadurch teils konträre Empfindungen ergeben. So zum Beispiel die Meinung der Kinder zum Weggang der Mutter und wiederum deren Beweggründe für diese schwere Entscheidung. Dabei zeigt sich wie so häufig, dass mangelnde Kommunikation ein fragiles Gefüge zum Kippen bringt. Bis alles in Scherben vor einem liegt. Und dass man nicht an Dingen festhalten kann, die man vor langer Zeit losgelassen hat. Das alles beschreibt Marco Balzano in einer ganz wunderbaren, teils poetischen Sprache, die mir schon beim Vorgänger-Roman Ich bleibe hier sehr positiv aufgefallen ist. Fazit: Eine sehr lesenswerte Geschichte über eine Familie, die auf der Suche nach vermeintlicher Verbesserung an den Rand der Zerstörung gerät. Wundervolle Sprache!
Familiendrama aus drei Perspektiven
von Bücherhexle - 01.12.2021
Pflegenotstand scheint nicht nur ein deutsches Problem zu sein, auch andere europäische Länder haben damit zu kämpfen. Der norditalienische Autor Marco Balzano hat sich dieser brisanten Thematik angenommen, indem er das Schicksal rumänischer Frauen beleuchtet, die als Arbeitsmigrantinnen nach Italien gehen, um dort mitunter illegal in der häuslichen privaten Altenpflege tätig zu sein. Genau das ist das Schicksal der Protagonistin Daniela. In ihrer Heimat, einem kleinen Geisterdorf in Rumänien, fehlt ihr die Perspektive, ihr Mann hat seit Monaten keine Arbeit, trinkt gerne und kommt seinen Familienpflichten in keiner Weise nach. Eine Freundin hat ihr die Tätigkeit als Altenpflegerin in Mailand schmackhaft gemacht. Daniela möchte ihren Kindern etwas bieten können und ihnen den Aufstieg sichern, für den eine gute Schulbildung die Grundlage bildet. Gute Schulen kosten in Rumänien Geld. Daniela verlässt ihre Familie ohne Vorbereitung, ohne Erklärung, ohne Verabschiedung Im ersten Teil kommt ihr damals 12-jähriger Sohn Manuel zu Wort. Der Junge ist anfangs völlig erschüttert über die Abreise seiner Mutter. Nur langsam gewöhnt er sich an die veränderten Umstände. Zunächst übernimmt seine 20-jährige Schwester Angelica die Mutterrolle. Der Vater versagt erneut, indem er eine Arbeit als Fernfahrer annimmt und fortan nicht mehr bei seinen Kindern lebt. Als Angelica zum Studium das Dorf verlässt und Manuel einen weiteren Verlust verkraften muss, verliert dieser immer mehr den Halt. Er vermisst seine Mutter, fühlt sich einsam, kommt aus der seelischen Balance. All das findet in einem tragischen Ereignis einen Höhepunkt, der den ersten Teil des Romans beendet und Daniela zurück nach Rumänien führt. Im nächsten Teil schildert Daniela ihre Sichtweise, die naturgemäß von der Manuels abweicht. Unbestreitbar wird deutlich, dass Daniela nur das Beste für ihre Kinder will, ihr aber die Konsequenzen ihres Handelns nicht klar sind. Auch sie fühlt sich fremd in Italien, ihr Aufenthalt dort ist kein Zuckerschlecken. Die Arbeit ist hart, der Lohn gering, oft ist sie der Willkür der von ihr betreuten Senioren oder deren Angehörigen ausgeliefert. Als Leser bekommt man einen sehr guten Einblick in diese Verhältnisse. Daniela leidet unter dem Verlust ihrer Kinder, fühlt sich als Versagerin. Natürlich hat sie auch schöne Momente in der Fremde, diese sind aber nur von kurzer Dauer oder werden überlagert. Entgegen der anfänglichen Hoffnungen verlängert sich ihr Engagement in Italien Jahr um Jahr. Im dritten Teil berichtet Angelica, wie sie den Weggang der Mutter sowie die Entwicklung ihres Bruders erlebt hat. Diese letzte Perspektive rundet den Roman aus meiner Sicht wunderbar ab und liefert wichtige ergänzende Szenen. Das Thema ist hochaktuell. Frauen aus ärmeren Gegenden Europas verlassen ihre Familien, um betagte Senioren in wohlhabenderen Ländern zu pflegen und ihnen dadurch das Leben in den eigenen vier Wänden zu ermöglichen. Welche Auswirkungen hat das auf die Familien der Pflegenden, welchen Preis müssen sie zahlen? Der Roman zeigt Licht- und Schattenseiten dieser sozialen Entwicklungen auf, zeichnet ein glaubwürdiges Bild der Realität. Balzano beleuchtet insbesondere den Mikrokosmos Familie, indem er drei Stimmen getrennt voneinander auftreten lässt. Das schafft große Nähe und Intensität. Mir hat das gut gefallen. Das Buch macht neugierig, sich intensiver mit der Thematik der Arbeitsmigration zu beschäftigen, insbesondere dann, wenn man selbst die Verantwortung für pflegebedürftige Familienangehörige hat. Naturgemäß kennt man hierzulande nur die eine Seite der Medaille, macht sich wenig Gedanken darüber, wie die zumeist polnischen Hilfskräfte die Trennung von ihrer Familie empfinden. Der Autor lässt am Ende bewusst Fragen offen, die zum Nachdenken und zur Diskussion anregen. Bei all der geschilderten Dramatik kann es kein reines Happy End geben, Daniela kann die Uhr ja nicht zurückdrehen. Mit Wenn ich wiederkomme ist Balzano erneut ein sehr lesenswerter Roman gelungen, der sich spannend in einem Zug lesen lässt. Den unterschiedlichen Perspektiven wurden auch sprachlich differenzierte, aber insgesamt gut verständliche Stimmen gegeben, was deren Authentizität erhöht. Die Protagonisten sind glaubwürdig und komplex angelegt, man bekommt tiefe Einblicke in ihr Seelenleben und ihre Konflikte. Im Mittelteil sind meines Erachtens jedoch einige Nebencharaktere recht stereotyp geraten, was der Dramaturgie zu Gute kommen mag, mich aber gestört hat. Insgesamt hat mich der Roman nicht in dem Maße packen können wie sein Vorgänger Ich bleibe hier , der im letzten Jahr bei Diogenes erschienen ist. Dennoch empfehle ich auch Wenn ich wiederkomme sehr gerne allen Lesern, die sich gerne mit aktuellen gesellschaftlichen Themen auseinandersetzen. Von Marco Balzano kann man kaum enttäuscht sein; es ist erstaunlich, welch umfangreiche Themenpalette er fesselnd und gekonnt umsetzen kann.
Traurig aber wahr
von Alexander Bittner - 26.11.2021
Eine Mutter, die gezwungen wird, wegzugehen, um eine weit entfernte Pflegerin zu sein. Sie wurde nach Rumänien zurückgerufen, um ihrem halbwüchsigen Sohn nach einem Unfall beizustehen. Sie erzählt, was sie tun musste, um ihren Kindern eine Zukunft zu sichern. Ein Leben, in dem alte Menschen sterben, in der Illusion, bald nach Hause zu kommen, um alles dort wieder aufzunehmen, wo es aufgehört hat. Marco Balzano erzählt in seinem Roman realistisch von der Sicht derjenigen, die ihre Kinder als Waisen zurücklassen und sich im Ausland um die Eltern ihrer Kinder kümmern, die sie haben, sich aber nicht um sie kümmern können, und um die Kinder, die nicht mehr ganztags betreut werden können, weil sie Karriere machen müssen. In diesem unnatürlichen Schweigen zwischen Mutter und Kind sind die Wünsche, die Opfer, das Bedauern, die Schuldgefühle eines Lebens, das man sich anders wünscht, das man aber nicht ändern kann, denn es kommt eine Zeit, in der die einzige Möglichkeit bleibt, wegzugehen, auch wenn man es nur tut, damit man eines Tages wieder bei seinen Gefühlen sein kann. Rührend und sehr wahr. Ein Lebensstil, der so gesehen keiner ist.
Arbeitsmigration exemplarisch dargestellt
von Anonym - 24.11.2021
Das Thema Arbeitsmigration hat Marco Balzano schon in einem früheren Roman aufgegriffen. In seinem Buch " Das Leben wartet nicht" ging es um Kinder aus dem armen Süden Italiens, die Mitte des 20. Jahrhunderts ihre Heimat verlassen haben, um im reichen Norden Arbeit zu finden. In seinem neuesten Roman geht es nun um das Heer der Frauen aus Osteuropa , die als Pflegekräfte in den wohlhabenden europäischen Ländern arbeiten und dort deren Sozialsysteme vor dem Kollaps bewahren. Was das für die Frauen und deren Familien bedeutet, zeigt er uns hier exemplarisch. Daniela ist eine dieser Frauen. Sie lebt in einem kleinen Ort in Rumänien. Die Zeiten sind hart. Die Ceaucescu- Diktatur hat ein kaputtes Land hinterlassen. Ihr Mann hat seine Arbeit in der Fabrik verloren, ihr Arbeitgeber ist mittlerweile zahlungsunfähig. Da entschließt sich Daniela zur Flucht. Bei Nacht und Nebel reist sie nach Mailand , wo ihr eine Freundin einen Job als private Altenpflegerin besorgt hat. Zurück lässt sie ihren Mann und ihre beiden Kinder, den 12jährigen Manuel und die acht Jahre ältere Tochter Angelica. Der Schritt fällt ihr schwer, doch sie sieht keinen anderen Ausweg. Für ihre Kinder und deren Zukunft macht sie es; die sollen es einmal besser haben. Doch Manuel ist fassungslos. Er kann nicht verstehen, dass seine Mutter gegangen ist ohne ein Wort. Er verzeiht ihr das nicht und unterstellt ihr, dass sie sich in ein Italien ein schönes Leben machen will. Der Vater ist völlig überfordert mit der neuen Situation. Bald darauf verschwindet auch er, verdient nun sein Geld als LKW- Fahrer zwischen Polen und Russland. Angelica übernimmt die Mutterrolle für ihren jüngeren Bruder. Doch später zieht sie zum Studium in die Stadt. Manuel wechselt, dank des Geldes, das Daniela schickt, auf ein privates Gymnasium. Aber hier fühlt sich der Junge überhaupt nicht wohl. Ständig bekommt er zu spüren, dass er nicht dazugehört. Als bald darauf auch noch der Großvater stirbt, der einzige Vertraute des Heranwachsenden, verliert Manuel jeglichen Halt und er begeht eine folgenschwere Dummheit. Diesen ersten Teil der Geschichte erfährt der Leser aus der Sicht Manuels. Nun, im zweiten und umfangreichsten Abschnitt des Romans, wechselt die Perspektive. Hier ist es die Mutter, die zu Wort kommt. Sie sitzt am Bett ihres im Koma liegenden Sohnes und erzählt ihm von ihrem Leben in Italien. Am Anfang ist sie völlig überfordert mit der neuen Aufgabe. Rund um die Uhr alte Menschen betreuen und pflegen, ist ein harter Job. Noch dazu, wenn man dafür überhaupt nicht ausgebildet wurde. Sie erzählt von der Ausbeutung als illegale Arbeitskraft, von Rassismus und Einsamkeit. Vier Jahre wird Daniela in Italien bleiben, arbeitet als Altenpflegerin oder als Kindermädchen. Dabei verlässt sie nie die Sehnsucht nach daheim, nach ihren Kindern. Doch sie spürt, dass sie nach und nach die Verbindung zu ihnen verliert. Die Telefongespräche werden immer kürzer und nichtssagender. Bei ihren seltenen Besuchen bringt sie Sohn und Tochter neue Handys und schicke Markenklamotten mit, aber Einfluss hat sie keinen mehr auf sie. Im dritten Teil sehen wir Danielas Fortgehen noch aus der Perspektive der älteren Tochter. Sie kommt emotional mit dem Verlust der Mutter besser zurecht, da sie schon ein eigenständiges Leben führt und auch eine stärkere Bindung zum Vater hat. Was sie überfordert ist die Erzieherrolle bei ihrem Bruder. Doch für Angelica scheint sich Danielas Einsatz gelohnt zu haben. Sie hat ihr Studium erfolgreich abgeschlossen. Dass sich der Autor für drei Perspektiven entschieden hat, gibt ihm die Möglichkeit, die Problematik von allen Seiten zu beleuchten. Mit Daniela richtet er seinen Fokus auf das Schicksal dieser Frauen, die auch bei uns eine wichtige Funktion erfüllen. Unsere zunehmend alternde Gesellschaft stellt uns vor große Probleme. Wer kümmert sich um die Alten und Pflegebedürftigen? Die mittlere Generation kann selten dieser Aufgabe vollumfänglich nachkommen, Plätze in Seniorenheimen sind knapp. Auch möchten viele Ältere ihr gewohntes Umfeld nicht verlassen. Da bietet sich die Hilfe in Form polnischer ( bei uns ) oder rumänischer ( in Italien) Frauen an. Dass sich bei diesen Frauen oftmals ein Burnout diagnostizieren lässt, verweist auf die hohe Belastung psychischer und physischer Art . Als " Italienkrankheit" wird diese Diagnose bezeichnet, wie Marco Balzano in seinem Nachwort schreibt. Es ist nicht nur die Arbeitsbelastung, was die Frauen seelisch krank werden lässt, sondern auch die Sehnsucht nach den Kindern und Schuldgefühle ihnen gegenüber. Das beschreibt der Autor anschaulich an Daniela, die einerseits bei ihrem kranken Sohn um Verständnis bittet, gleichzeitig aber ihm verständlich machen will, dass sie keine andere Wahl hatte. Doch was diese Situation bei den zurückgelassenen Kindern anrichtet, sieht der Leser an Manuel. Dabei hatte dieser noch Glück. Es gab eine Schwester und Großeltern, die sich kümmern konnten. Manche dieser zurückgelassenen Kinder kommen in Heime oder bleiben sich selbst überlassen. Abgerundet wird die Geschichte durch die Perspektive der älteren Tochter. Marco Balzano hat seine Figuren komplex angelegt. Man hat Verständnis für ihre Situation, aber nicht immer für ihr Verhalten. Geschildert wird dies in einer einfachen schlichten Sprache, passend zur jeweiligen Erzählstimme. Trotz des nüchternen Tons berührt einem das Gelesene. Ebenfalls angesprochen wird, was die Migration für die Region bedeutet. Ganze Ortschaften sterben aus; zurück bleiben oftmals nur die Kinder und die Alten. Perspektivlosigkeit wird mit Alkohol bekämpft. Auch schafft es eine Zwei- Klassengesellschaft. Dort, wo Vater oder Mutter im Ausland arbeiten, hat die Familie mehr Geld und kann sich schmücken mit Konsumartikeln. Marco Balzano hat für seinen neuen Roman wieder viel recherchiert, mit Betroffenen geredet. So packt er sehr viel Stoff in seine Geschichte, das geht nicht immer ohne Klischees . Doch er ist ein Autor, der mit jedem seiner Bücher ein Anliegen hat. Hier will er auf ein Schicksal aufmerksam machen, wie es das zu Tausenden gibt. Er löst damit Nachdenklichkeit und Betroffenheit aus. Ein wichtiges Buch, das sich zu lesen lohnt, auch wenn es nicht an die literarische Qualität seines letzten Romans heranreicht.
Was von der Familie übrigbleibt
von holdesschaf - 20.11.2021
Weil die Eltern arbeitslos sind und die Familie in Rumänien kaum genug zum Leben hat, verlässt Mutter Daniela eines Nachts ohne Abschied ihre Kinder und ihr Heimatdorf, um in Italien als Pflegekraft in einem Privathaushalt zu arbeiten. Das Geld, das sie sich schwer verdient, schickt sie nach Hause, damit Tochter Angelica studieren und Sohn Manuel in eine gute Schule gehen kann. Als auch der Vater im Ausland eine Arbeit findet, bleiben die beiden allein mit den Großeltern und jede Menge Verantwortung zurück. Das Verlassenwerden durch die Mutter lastet schwer, vor allem auf Manuel und die Kluft zwischen den Familienmitglieder wird immer größer. Dann passiert ein Unfall und Daniela muss entscheiden: Bleiben oder wiederkommen? Das Thema dieses Romans ist ein hochaktuelles und wichtiges. Auch in Deutschland bedienen wir uns ausländischer Arbeitskräfte, die unsere Alten und Kranken pflegen, weil es hierzulande nicht genügend Personal gibt. Zu selten machen wir uns Gedanken darüber, was mit den Familien, vor allem den Kindern der Mütter passiert, die wir beschäftigen. Wie kommen sie ohne Mutter zurecht? Macht das Geld, das die Mütter schicken ihre Abwesenheit weniger schlimm? Was möchten die Kinder? Mit all diesen Fragen und Gedanken spielt der Autor in seinem Roman und konstruiert ein Einzelschicksal, dass uns aufmerksam macht auf die Probleme, die durch die reicheren Länder in den Familien der ärmeren entstehen. Mit drei Erzählstimmen, Sohn, Mutter und Tochter, lässt er uns in die Köpfe der Betroffenen schauen. Es gelingt ihm gut, den Schreibstil an die jeweilige Person anzupassen, so dass man sich besser in sie hineinversetzen kann. Die Geschichte liest sich sehr flüssig und ich finde sie auch sehr fesselnd. Was mir allerdings gefehlt hat, sind Emotionen, die mich tief im Innersten berühren, so dass mich das Schicksal trifft, ich länger darüber nachdenke und mich verantwortlich fühle oder den unbändigen Willen verspüre, etwas zu verändern. Dennoch waren vor allem die Eindrücke, die uns Daniela zur Arbeit mit alten, verwirrten und senilen Menschen vermittelt hat, wichtig, um zu zeigen, was all jene täglich leisten, die die Pflege übernehmen, weil sie häufig nur zu gerne übersehen werden. 4 Sterne
Vom Gehen und Bleiben
von Elke - 20.11.2021
In Deutschland sind Stand 2019 ca. 300.000 osteuropäische Pflegekräfte in Privathaushalten im Einsatz und betreuen dort, oft rund um die Uhr, pflegebedürftige Senioren. Eine Zahl, die wahrscheinlich in den kommenden Jahren weiter ansteigen wird, da sich viele Familien die kostspielige Unterbringung von Oma oder Opa in einem Pflegeheim nicht leisten können. Ein Problem, das sich quer durch Europa zieht. Während es in Deutschland meist polnische Frauen sind, die diese Arbeit erledigen, kommt in Italien die Mehrzahl der Pflegerinnen aus Rumänien, ein Fakt, den der Mailänder Autor Marco Balzano seinem neuen Roman "Wenn ich wiederkomme" zugrunde gelegt hat. Was macht es mit einem Menschen, wenn er die Heimat verlassen muss? Und was macht es mit denen, die zurückbleiben? Das sind offenbar die elementaren Fragen, die Balzano umtreiben. War es in "Ich bleibe hier" noch die Zwangsevakuierung, der sich die Protagonistin widersetzt, so steht nun Daniela, eine rumänische Ehefrau und Mutter vor dieser Entscheidung. Soll sie bleiben und ihre Familie weiter von der Hand in den Mund leben, oder wird sie in die Fremde gehen, um ihren Kindern eine finanziell gesicherte Zukunft und somit auch eine ordentliche Ausbildung bieten zu können? Sie entscheidet sich für letzteres, nicht ahnend, welche Konsequenzen es für sie und ihre Familie nach sich ziehen wird. Von dem Vater ist keine Hilfe zu erwarten er ist kaum präsent, unzuverlässig. Fels in der Brandung ist Großvater Mihal, der sich rührend um Enkel und Enkelin kümmert. Er ist nach dem Weggang der Mutter die einzige Konstante, versucht den Kindern Stabilität zu geben, sorgt sich um sie. Doch dann stirbt er, und sein Verlust hat weitreichende Konsequenzen für die Zurückgebliebenen. Es ist eine eindrücklich geschilderte Familiengeschichte, an der uns der Autor aus den verschiedenen Perspektiven (Mutter, Tochter, Sohn) teilhaben lässt. Eine Geschichte, die mit Sicherheit so immer wieder in den Familien der Arbeitsmigranten vorkommt und auch zukünftig vorkommen wird, vor allem dann, wenn man sich die Zahl vergegenwärtigt, die 2020 im Deutschen Ärzteblatt veröffentlicht wurde. Man geht von knapp 500.000 Pflegebedürftigen aus, die in Privathaushalten leben. Und mit zunehmender Überalterung der Gesellschaft wird diese Zahl weiter ansteigen. Eine Tatsache, die keine Pflegeversicherung auffangen kann, aber offenbar der Politik kein Kopfzerbrechen verursacht.
Macht nachdenklich
von Sbs - 19.11.2021
Ein gutes Leben für die eigenen Kinder, das wünschen sich alle Eltern. Manche bringen dafür sehr große Opfer - nur lohnt sich das? Die Rumänin Daniela ist vom einen auf den anderen Tag verschwunden. Hinterlassen hat sie ihrem pubertierenden Sohn, der etwas älteren Tochter und dem Mann einen Brief. Sie wird nun in Italien, genauer Mailand als Pflegekraft arbeiten und Geld nach Hause schicken, um den Kindern ein bestmögliche Ausbildung zu finanzieren. Was macht das mit einer Familie? Ob in der Stadt oder auf dem Land, wer kennt nicht mindestens eine osteuropäische Pflegerin, die in dem Haushalt eines alten und/oder kranken Menschens wohnt und diesen pflegt? Es ist heute fast schon normal und die wenigsten werden sich fragen, was die Abwesenheit der Mutter, Ehefrau, etc., die nun in einem wohlhabenden Land als Pflegerin arbeitet, für die jeweilige Familie bedeutet. Dass es für die Frau ein massiver Einschnitt ist oder zumindest sein kann, dass wird ja häufig vor Ort sichtbar - zumindest, wenn man nicht die Augen vor ihren Problemen verschließt. Genau in den Fokus genommen hat der Autor dieses Phänomen mit seiner fiktiven Geschichte, die jedoch auf Schilderungen von Frauen und Familien basiert, die genau das erlebt haben - die Zerreißung der Familie, der Einsturz eines Fundamentes, welches doch mit allen Mitteln erhalten bleiben und mit Geld noch optimiert werden sollte. Dieses Buch hat mich sehr berührt und extrem nachdenklich gemacht. Die Thematik ist sehr aktuell und brisant, ich kann mir aber auch nicht vorstellen, wie es ohne dieses System funktionieren sollte. Ja, es erfordert viele Opfer, aber was, wenn die Frauen nicht die Möglichkeit haben in der häuslichen Pflege in Deutschland, Italien oder so unterzukommen? Geld benötigen sie auch so und was dann? Dass der Pflegenotstand sich in D und Co durch beispielsweise ein Verbot diese Arbeiterinnen zu engagieren noch verschärfen würde, ist logisch - eine schwierige Geschichte und ich bin froh dieses Buch gelesen zu haben, denn auch wenn es fiktiv ist, so basiert es auf Tatsachen und vor diesen sollten wir die Augen auf keinen Fall verschließen. Davon abgesehen, stellt sich auch die Frage: Was ist wirklich wichtig im Leben? Die perfekte Ausbildung? Geld? Der Schreibstil ist rund, die gewählten Erzählperspektiven sehr gut gewählt, um ein ehrliches, offenes Bild von der Familie zu erhalten. Emotionale Ungleichgewichte werden sehr deutlich, aber beispielsweise auch die Probleme, die die fehlende Mutter in der Familie verursachen kann. Die Charaktere als solche sind nicht so richtig greifbar, aber das finde ich hier weniger schlimm - im Gegenteil, ich habe so noch ein bisschen mehr das Gefühl, dass jede Familie den Platz der drei Erzähler einnehmen könnte, auch die Frau, die nur wenige Häuser weiter ihre Arbeit tut
Ein Leben in der Fremde
von maike_march - 18.11.2021
Daniela lebt mit ihrem Ehemann und ihren zwei Kindern, Manuel und Angelica, in einem kleinen Ort in Rumnänien. Sie ist arbeitslos und das Geld reicht vorne und hinten nicht. Um ihren Kindern die Chance auf ein besseres Leben und eine gute Ausbildung zu ermöglichen, macht Daniela sich in einer Nacht und Nebel Aktion auf nach Italien. In Mailand findet sie eine Anstellung als Altenpflegerin, das verdiente Geld schickt sie nach Hause. Sie arbeitet körperlich schwer und Gerät auch emotional an ihre Grenzen. Immer wieder denkt sie an das Ziel nach Hause zurück zu kehren, doch sie weiß, dass viele andere Frauen vor ihr das nicht geschafft haben. Danielas Schicksal steht stellvertretend für viele hunderte oder gar tausende Frauen aus Osteuropa, die ihr Land verlassen um als Kranken-oder Altenpflegerin in Süd-und Westeuropa zu arbeiten. Teilweise tun sie dies schwarz, teilweise auf legalem Wege über einen Vertrag oder eine seriöse Agentur. Beleuchtet wird in diesem emotionalen Roman nicht nur der Weg der Mutter, sondern auch der der Kinder die zurück gelassen wurden. Wie ergeht es ihnen, wenn die Mutter fehlt? Kann das Opfer der Mutter ihnen wirklich ein besseres Leben bescheren? Und was ist ein besseres Leben? Mit diesen und noch mehr Fragen setzt Marco Bolzano sich in diesem ergreifenden Roman auseinander. Ich persönlich konnte viele Parallelen zwischen Daniela und einer Frau aus Polen entdecken, die sehr liebevoll eine Nachbarin von mir pflegte bis diese verstarb. Es zeigt mir auf, wie realitätsnah dieser Roman ist. Die Frauen verlassen ihre Familie mit den besten Absichten und voller Hoffnung und doch gibt es letztendlich nur harte Arbeit und kein Glück oder im schlimmsten Fall eine Familie die es auseinander gerissen hat. Daher gibt es von mir eine klare Leseempfehlung. Sicherlich ist es kein einfaches, aber es ist ein sehr wichtiges Thema über das man sich mehr bewusst sein sollte.
Kann man die Zukunft der eigenen Kinder mit Geld kaufen?
von Rose75 - 17.11.2021
Damit ihre eigenen Kinder eine bessere Zukunft haben, verlässt Daniela, ohne Absprache, mitten in der Nacht, ihre Familie und fährt nach Italien um dort Geld als Pflegekraft zu verdienen. Ihre Kinder, Angelica und Manuel, kommen nur schwer mit der Situation zurecht. Manuel wird verhaltensauffällig, kommt in der Schule nicht mehr mit und kommt bei einem Unfall schwer zu schaden. Daniela kommt nach Hause und während sie am Bett ihres Sohnes sitzt, erzählt sie ihm von ihren Erlebnissen in Italien. Das war für mich der interessanteste Teil, weil ich in meinem Bekanntenkreis auch zwei Familien habe, denen rumänische Frauen bei der Pflege und Betreuung ihrer Angehörigen geholfen haben. In diesen Fällen waren es reifere Frauen. Mir war nicht bewusst, dass viele junge Mütter, aus finanzieller Not, ihre Familien verlassen um als Arbeitsmigranten im Westen zu arbeiten und es in Rumänien Einrichtungen für Eurowaisen und Home Alone Children gibt. Das hat mich sehr betroffen gemacht. Die Frauen, die wieder nach Hause kommen, sind oft ausgebrannt und emotional schwer belastet. Anscheinend gibt es für diesen Zustand schon einen Begriff Italienkrankheit . Die Geschichte selber ist in drei Teilen erzählt. Im ersten Teil vom Sohn, dann von der Mutter und am Schluss erzählt die Tochter von den Ereignissen in der Familie. Mich hat die Geschichte sehr berührt und ich bedanke mich beim Autor, dass er dieses Thema ins Licht rückt.
Die Italienkrankheit
von mari_liest - 13.11.2021
"ITALIENKRANKHEIT steht da. Ich checke das Wort im Internet: Damit bezeichnen Psychiater eine spezielle Form von Depression, die jene befällt, die jahrelang fern von zu Hause und den Kindern leben, um anderswo Alte, Bedürftige und Kranke zu versorgen". (S. 155) In einer Nacht-und-Nebelaktion verlässt Daniela ihre geliebte Familie in Rumänien und sucht in Mailand ihr berufliches Glück, um ihre Familie über Wasser zu halten. Sie pflegte dort ältere Menschen und verdient auch gutes Geld. Doch die Arbeit ist hart und zehrt an ihrer Psyche und ihren Kräften. Ihr Mann Filip ist seit langem arbeitslos, die Tochter Angelica möchte studieren, der Sohn Manuel geht noch zur Schule, die Großeltern werden auch nicht jünger, kümmern sich jedoch sehr gut um die Kinder. Während dieser herausfordernden Zeit verlässt auch der Vater eines Tages die Familie und lässt die Kinder zurück. Und als weiteren Schicksalsschlag muss die Familie den Tod des Großvaters ertragen, der eine sehr enge Bindung zu Manuel hatte. Das gute Verhältnis von Daniela zu ihren Kindern wird schleichend schlechter und als Manuel eines Tages einen Unfall hat und im Koma liegt, bleibt Daniela nichts anderes mehr übrig, als ihre Zelte in Mailand abzubrechen und den Weg in die Heimat einzuschlagen. So kehrt sie zurück in die triste, alte Gewohnheit mit der "Italienkrankheit" im Gepäck. Aus drei Perspektiven bekommen wir die Story präsentiert (Daniela, Manuel und Angelica) und was wir hier lesen ist eindrücklich und schlichtweg haarsträubend, ist es doch nicht nur eine fiktive Geschichte, sondern pure Realität, die in eine Geschichte verwoben wurde. Daniela wünscht sich nichts sehnlicher, als dass es ihren Kindern finanziell gut geht und sie ihre Ausbildungen abschließen. Doch ihre Absenz hat ihren Preis. Dies ist ein sehr feinfühliges, empathisches Buch und doch birgt es auch tragische Situationen in sich. Balzano schildert die Situation ungeschminkt, klar, nüchtern und doch auch leise. Und ich denke, dass allen Leser*innen klar ist, dass diese Situation nach wie vor Bestand hat. Nicht nur in Italien wurden und werden die Pflegekräfte unter harten Bedingungen und meist nicht adäquat abgegolten bzw. oft mit weniger als dem Mindestlohn abgespeist; an den Grenzen ihrer Kräfte arbeiten sie bis zur bitteren Erschöpfung. Entfremdung, Aufopferung, Ängste. Ein Bild, das sich auch in Österreich und Deutschland seit Jahren findet. Ein Klatschen der Politik über den Einsatz der Pflege, als politisches Instrument um sich persönlich auf die Schulter zu klopfen, um im Umkehrschluss, nach Ende der Wahlen, die Betroffenen, ausgebrannten, überarbeiteten, psychische fertig-gefahrenen Menschen in der Pflege wieder dumm sterben zu lassen. Hier haben wir eine Situation, in der nicht nur Betroffenen leiden, sondern auch die Patient*innen und Familien. Danke Marco Balzano für dieses tolle Buch!! Es war mir wieder eine Ehre! Eindringliche Leseempfehlung und 5/5 Sternen! Und dann empfehle ich gleich auch nochmal sein anderes Buch "Ich bleibe hier" :-)
Fast schon ein Essay!
von MB - 13.11.2021
Marco Balzano konfrontiert uns in seinem neuen Roman mit einem Teil der Wirklichkeit, den wir sehr gerne ausblenden: In den wirtschaftlich erfolgreichen, westlichen Industriestaaten schaffen Familien, in denen beide Partner für den Erfolg arbeiten, es nicht mehr, die Betreuung ihrer eigenen Kinder und die Versorgung der pflegebedürftig gewordenen Eltern zu übernehmen. Hierfür greifen wir - fast schon in einer Form modernen Sklaventums - auf Arbeitsmigrantinnen aus dem östlichen Europa und auch aus anderen Kontinenten zurück. Diese Geschichte erzählt Marco Balzano am Beispiel der zweifachen rumänischem Mutter Daniele, die in einer Nacht- und Nebelaktion ihre Heimat verlässt, um sich in Italien als Kindermädchen und Altenpflegerin zu verdingen und der zurückgelassenen Familie die so wichtige finanzielle Unterstützung zu geben. Als dann ihr Sohn Manuel nach einem Mopedunfall (Suizidversuch?) ins Koma fällt, verschärft sich für Daniela der Konflikt, weil sie weiß, dass sie auf den Vater der Kinder nicht zählen kann. Die Stärke des Romans ist, dass er ganz nahe an der Alltagswirklichkeit der Arbeitsemigrantinnen inszeniert ist und auf Psychologisierungen weitgehend verzichtet. Eher eine etwas nüchterne, als eine stark emotional aufgeladene Geschichte - fast schon ein Essay. Leseempfehlung!
Wenn ich fort bin, wird alles besser
von Reading.out.loud - 13.11.2021
Als ich die ersten Zeilen von Marco Balzanos Familiendrama Wenn ich wiederkomme gelesen habe, kamen meine Gedanken bereits ins Stocken. Du hättest eigentlich gar nicht geboren werden dürfen . Der Satz, den eine Mutter vielleicht manchmal denkt, zu schwierigen Zeiten, wenn das ganze Alltagsgerüst über einem zusammenbricht und man am liebsten den Tag unter eine Decke verkrochen verbringen will. Dieser Satz ausgesprochen jedoch, in das Gesicht eben jener Kinder, der ist unwiderruflich und so mächtig in seinen Folgen, wie der Schmetterlingsflügelschlag, der einen Orkan auslöst. Unabsehbare Konsequenzen der Macht unserer Worte, die wir in Momenten, in denen wir nicht bei uns selbst sind, hinaus in die Welt schicken und nicht mehr einzufangen vermögen. Daniela lebt in einer rumänischen Stadt am Existenzminimum zusammen mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern. Wie viele träumt sie von einem besseren Leben für ihre Kinder und schlussendlich auch sich selbst, also sucht sie das Glück in Mailand. Die Arbeit ist beschwerlich und sie vermisst ihr Leben und vor allem ihre Kinder. Als ihr Sohn einen schwerwiegenden Unfall erleidet, sieht sie sich gezwungen, der Wahrheit ins Auge zu blicken, denn Glück bedeutet nicht nur ein gewisser Wohlstand, sondern Glück bedeutet auch Zeit. Der Stil ist nahezu erschreckend leicht, was in Kontrast zur schweren Thematik steht. Das erzeugt jedoch eine gewisse objektive Gleichgültigkeit auf die subjektive Sicht auf die Dinge, die dem Leser aus allen Perspektiven entgegenschallt. Egal, wie intensiv die Gedanken sind, der Leser kratzt durch die Wechsel immer nur an der Oberfläche und so fühlte ich mich über weite Strecken versunken im Sumpf der ungehörten Gedanken und verborgenen Emotionen. Vor allem die Wechsel der Protagonisten hat mir sehr gut gefallen, dabei bleibt die Erzählsicht spannend und fesselnd. Viele wunderbare Metaphern und visuelle Momente erzeugen nahezu einen Klang in meinem Kopf, wie eine Sinfonie der Sinnlosigkeit der Situation. Die Protagonisten sind dabei gut skizziert, nicht zu komplex dargestellt und bleiben doch mysteriös. Es fühlt sich an wie eine Begegnung auf der Straße, die auf einen Kaffee reicht, einige Gespräche und die dich dann auf unbestimmte Zeit in die Nacht entlässt. Eine Empfehlung für alle, die vielschichtige Romane schätzen, die mehr über die Italienkrankheit erfahren möchten und die viel aus einer Geschichte mitnehmen können, die dich mit Fragezeichen im Kopf in den Alltag entlässt.
Zerfall
von Kaffeeelse - 12.11.2021
Marco Balzano hat sich hier an ein schwieriges Thema gewagt. Die weibliche Migration aus wirtschaftlich schwächeren Staaten in die westliche Welt. Gerade soziale Berufe/soziale Berufszweige haben viele unbesetzte Stellen. Unterbezahlte Stellen, die der landeseigenen Bevölkerung nicht zum Lebenssicherung reichen, aber für Frauen und Mädchen aus wirtschaftlich schwächeren Staaten durchaus interessant und reizvoll erscheinen. Zumindest erst einmal. Hier in diesem Buch sind es die Rumänen in Italien, aber diese stehen nur exemplarisch für diese moderne Sklaverei, denn es strömen aus den verschiedensten Ländern Frauen in die westliche Welt. Daniela verlässt wegen der chronischen Geldnot ihre rumänische Familie, bestehend aus ihrem Mann Filip und ihrer Tochter Angelica und ihrem Sohn Manuel und geht nach Italien, um dort Italiener zu pflegen und zu behüten. Doch dieses Ausreisen, dieses Wegfallen hat psychische und soziale Folgen für alle Familienangehörigen, denn alle verändern sich, finden andere Wege, müssen sie finden, driften auseinander. Ein Unfall führt wieder zusammen. Doch passiert dies wirklich? Missverständnisse weiten sich aus, werden unüberbrückbar. Marco Balzano schildert diese Folgen empathisch und treffend und auch berührend in seinem Buch Wenn ich wiederkomme in drei Teilen, drei Mitglieder der Familie kommen in diesen Teilen/in diesen Zeilen zu Wort, unterschiedlich in Klang und Sicht und leider manchmal auch etwas überzeichnet. Dabei erschafft er Figuren, die keine Schwarz-Weiß-Zeichnung aufweisen, sie sind nicht Gut oder Böse, sie sind beides. Man versteht sie, man versteht sie nicht, man hat sie gern und man verachtet sie. Ein richtig gelungener Blick, aber auch ein manchmal etwas verwirrender Blick! Ein Blick, der nicht immer gefällt, der aber recht real rüberkommt, authentisch ist.
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