Zu viel und nie genug

Wie meine Familie den gefährlichsten Mann der Welt erschuf. Originaltitel: Too Much And Never Enough. Deutsche…
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Das wahre Gesicht von Donald Trump - intime Details aus der Familiengeschichte des US-Präsidenten
Mary L. Trump, Nichte des US-Präsidenten und promovierte klinische Psychologin, enthüllt die dunkle Seite der Familie Trump. Einen Großteil ihrer Kindhei … weiterlesen
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Produktdetails

Titel: Zu viel und nie genug
Autor/en: Mary L. Trump

ISBN: 3453218159
EAN: 9783453218154
Wie meine Familie den gefährlichsten Mann der Welt erschuf.
Originaltitel: Too Much And Never Enough.
Deutsche Erstausgabe.
Übersetzt von Christiane Bernhardt, Pieke Biermann, Gisela Fichtl
Heyne Verlag

12. August 2020 - gebunden - 286 Seiten

Beschreibung

Das wahre Gesicht von Donald Trump - intime Details aus der Familiengeschichte des US-Präsidenten
Mary L. Trump, Nichte des US-Präsidenten und promovierte klinische Psychologin, enthüllt die dunkle Seite der Familie Trump. Einen Großteil ihrer Kindheit verbrachte Mary im Hause ihrer Großeltern in New York, wo auch Donald und seine vier Geschwister aufwuchsen. Sie schildert, wie Donald Trump in einer Atmosphäre heranwuchs, die ihn für sein Leben zeichnete und ihn letztlich zu einer Bedrohung für das Wohlergehen und die Sicherheit der ganzen Welt machte.
Als einziges Familienmitglied ist Mary Trump dazu bereit, aus eigener Anschauung die Wahrheit über eine der mächtigsten Familien der Welt zu erzählen. Ihre Insiderperspektive in Verbindung mit ihrer fachlichen Ausbildung ermöglicht einen absolut einmaligen Einblick in die Psyche des unberechenbarsten Mannes, der je an der Spitze einer Weltmacht stand.»Anstößig, bissig und gut recherchiert - und zugleich doch eine fesselnde Erzählung.« -The Guardian »Nach vielen, vielen Trump-Büchern ist dieses tatsächlich unentbehrlich.« - Vanity Fair


Portrait

Mary L. Trump promovierte am Derner Institute of Advanced Psychological Studies in New York und lehrte in den Fachbereichen Traumatherapie, Psychopathologie und Entwicklungspsychologie. Sie lebt zusammen mit ihrer Tochter in New York.

Pressestimmen

»Wer diesen Mann für einen Clown hält, sollte dringend Mary Trumps Buch lesen. Man erkennt da, mit wem man es zu tun hat.« Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung

»Ein köstliches Enthüllungsbuch, das wirklich alles so enthüllt, wie man es sich wünscht.« Vogue (US)

» Es entlarvt schonungslos die von [...] [Trump] meist geschätzten Mythen um seine eigene Person.« Los Angeles Times

»Marys Klarheit, Ausbildung, Disziplin und ihr scharfer Blick machen sie zu einer verlässlichen Erzählerin [...] und das, was sie schreibt, wird wahrscheinlich unauslöschlich stehen bleiben.« Bloomberg

»Ein aufschlussreiches, gut geschriebenes Memoir.« CNN

»Nach vielen, vielen Trump-Büchern ist dieses das Unverzichtbarste.« Vanity Fair

»Mary Trumps fesselnde Geschichte einer sehr unglücklichen Familie bietet mehr als nur versierte Einblicke in das beunruhigende Innere ihres Onkels.« Boston Globe

»[...] Trump berichtet aus der Insider-Perspektive eines Familienmitglieds und bringt die Beobachtungs- und Analysefähigkeit einer klinischen Psychologin und das Schreibtalent einer Literaturwissenschaftlerin mit ein.« Washington Post

»Anstößig, bissig und gut recherchiert und zugleich doch eine fesselnde Erzählung.« The Guardian

»Das verheerendste, wertvollste und rundum beste Trump-Buch in seiner Amtszeit. [...] Es [...] liefert die bislang prägnanteste Darstellung, warum er so ist, wie er ist.« Politico

»Mary Trump gelingt es, das Verhalten Donald Trumps, seine Unfähigkeit zu Kompromissen oder basaler Empathie, zu erklären.« taz

»Mary Trumps Buch zu lesen, das fühlt sich so ein bisschen an wie Malen nach Zahlen: [...] die Farbe fehlte, und die Autorin füllt sie aus.« Handelsblatt

Rezensionen

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung vom 09.08.2020

Böse Männer
Mary Trump, die Nichte des amerikanischen Präsidenten, erzählt die Geschichte der Familie. Noch ein Buch über Trump? Ja, es musste sein.

Von Claudius Seidl

Was zum Teufel, möchte man fragen, müssen wir in diesen Tagen noch wissen über die Vergangenheit und Herkunft des Donald Trump, über den bösen Vater, die frühkindlichen Prägungen und das Heranwachsen des Jungen zum größten Angeber New Yorks (oder des Universums) - wo doch viel brisanter die Frage nach der Gegenwart und Zukunft des amerikanischen Präsidenten ist, die Frage also, ob er doch noch die Wahlen im Herbst gewinnen kann. Und ob er, wenn er verlieren sollte, das Ergebnis anerkennen wird.

Und wozu, möchte man weiterfragen, braucht es ein weiteres Buch, das seinen Lesern Donald Trump erklären will, wo es doch jedem halbwegs besonnenen Menschen weniger darum gehen muss, Trump zu verstehen, als vielmehr darum, ihn zu verhindern.

Warum das eine womöglich das Gegenteil des anderen ist: Das konnte man ganz gut beobachten bei den sogenannten Enthüllungsbüchern über Donald Trump, die in den vergangenen Jahren und Monaten erschienen sind. Der Präsident, so konnte man da lesen, hat wenig Wissen über die Welt, versteht weder die Regeln der Demokratie noch die der Gewaltenteilung, ist eitel, kleinlich, nachtragend und ohne jede Empathie. Vor allem ist er aber eine Figur, die ein erwachsener Mensch kaum für voll nehmen kann: ein böser Clown, ein Kasper, ein Kindskopf - ein Mann jedenfalls, der den hysterischen Großstadt-Irren aus "Batman"-Comics ähnlicher zu sein scheint als irgendeinem anderen amerikanischen Präsidenten, an den wir uns erinnern können.

Und genau das ist das Paradox dieser Bücher. Trump zu verstehen heißt offenbar, ihn zu unterschätzen. Denn wenn Trump so ein Trottel ist: Wie ist er dann an die Macht gekommen? Und wenn man ihn, auch wegen seines unabweisbaren Unterhaltungswerts, vor allem als quasifiktionale Figur wahrnimmt, als Erfindung seiner selbst: wie kommt man dann mit der ganz unfiktionalen Politik zurecht, mit den gar nicht comichaften Folgen Trump'schen Handelns? Die Europäer, so kommt es einem heute vor, sind in diese Fiktionsfalle getappt, gleich nach Trumps Amtsantritt, als so viele Politiker und all die Sinnstifter, die lieber Geschichte als Leitartikel schreiben wollten, die endgültige Abkehr Europas von Amerika forderten - so, als hätten die Vereinigten Staaten nicht nur einen neuen, von Europa aus betrachtet ziemlich unverständlichen Präsidenten bekommen, sondern als wäre das ganze Land abgedriftet in die Fiktionalität einer trivialen und absolut uneuropäischen Fernsehshow, "The Apprentice", in welcher der notorische Bankrotteur Donald Trump den erfolgreichen Unternehmer spielte.

Mary Trump, Nichte des Präsidenten und Tochter seines älteren, frühverstorbenen Bruders, hat ein Buch über ihren Onkel geschrieben, "Zu viel und nie genug" heißt es, im Untertitel "Wie meine Familie den gefährlichsten Mann der Welt erschuf" - und wenn man darin zu lesen beginnt, denkt man erst einmal: Oh je, nach der TV-Show kommt jetzt auch noch der Roman. Denn Mary Trump fängt, wie einst Balzac, ihre Erzählung mit dem Großvater an, mit Friedrich Trump, später Frederick genannt, dem Deutschen aus Kallstatt in der Pfalz, der nach Amerika auswanderte, sein erstes Geld mit Bordellen verdiente, später einen Friseursalon auf der Wall Street eröffnete und schließlich in Queens die Grundlage schuf für das Immobiliengeschäft, das sein Sohn Fred, Donalds Vater und Marys Großvater, dann zu einem riesigen und extrem profitablen Unternehmen machte. Dieser Fred Trump, ein Mann von großer Nüchternheit, Skrupellosigkeit und ohne jedes Talent für Empathie, ist der eigentliche Schurke dieses Buchs und zugleich eine hochliterarische Figur. Man denkt an den alten Séchard in den "Verlorenen Illusionen", den Vater, der seinen eigenen Sohn um ein Vermögen bringt.

Der tragische Held ist Freddy, der älteste Sohn, der dem Vater gefallen und sich zugleich gegen ihn behaupten will; der seinen eigenen Weg sucht und dabei verlorengeht. Und der schließlich am stärkeren Vater zerbricht, Alkoholiker wird und mit Anfang vierzig stirbt. Es ist ein Konflikt von fast mythologischer Wucht; aber wenn der Vater tot ist, leben die Kinder halt weiter - und so werden sie Zeugen, wie ihr Onkel Donald von seinem Vater all das bekommt, was seinem älteren Bruder verweigert wurde: Hilfe, Protektion, Verbindungen. Und vor allem unfassbar viel Geld, all die Millionen, von denen Donald Trump dann behaupten wird, er hätte sie selbst verdient.

Mary Trump ist Psychologin, und konsequenterweise versucht sie, den Charakter (oder wie immer man das nennen mag) ihres Onkels aus dessen früher Kindheit zu erklären. Die Mutter kränkelnd und ohne die Kraft, ihre Kinder mit Zuwendung, Interesse, Mitgefühl zu versorgen. Der Vater kalt, nur am Erfolg und nicht im Geringsten am Eigensinn oder gar dem Widerstand seiner Kinder interessiert. So wird sein Sohn zu einem Mann, der zu prahlen, zu blenden, zu lügen lernt, weil er um jeden Preis seinem Vater gefallen will. Und später auch allen anderen. Das alles muss man dem Buch schon deshalb glauben, weil man den Präsidenten nicht selbst auf die Couch legen und ausfragen kann. Und weil es sich im Wesentlichen mit dem Bild deckt, das man sich von der öffentlichen Figur Donald Trump machen kann. Die interessanteste der Diagnosen von Mary L. Trump, Ph.D. (wie sie sich auf dem Titel des englischen Originals vorstellt) ist diese hier: dass hinter all der Show und dem Theater eine tiefe, womöglich unheilbare Verzweiflung sei.

Mary Trump ist aber auch die mehr oder weniger enterbte Enkelin, die wütend zusieht, wie der Großvater unfassbare Summen in seinen Sohn Donald investiert. Und wie dieser Sohn es immer wieder schafft, dieses Geld zu vernichten. Sie selbst, das wird beim Lesen klar, versteht nicht viel vom Immobiliengeschäft - und es unterläuft ihr eher, als dass sie es intendiert hätte, aber letztlich porträtiert sie ihren Onkel eben doch als ein Genie. Mag sein, dass Trump keine einzige gute Geschäftsidee hatte. Aber wie er mit Krediten jongliert, wie er Gläubiger hinhält, Niederlagen als Siege verkauft; wie er, so schildert es jedenfalls das Buch, die Banken dazu bringt, ihm 450 000 Dollar im Monat dafür zu zahlen, dass er nach außen den Erfolgsmenschen spielen kann: Das zeigt, dass Trump, wenn es um ihn selbst geht, nicht zu unterschätzen ist.

In der vergangenen Woche hat die New Yorker Staatsanwaltschaft ihre Ermittlungen wegen Trumps Geschäftspraxis intensiviert. Die "New York Times" beschrieb, wie Trump die Briefwahl denunziert und zugleich dafür sorgt, dass die Post wirklich ruiniert wird und seine Prophezeiung eintritt. Und die "Zeit" hat dargelegt, mit welchen Tricks Trump es schaffen könnte, an der Macht zu bleiben, auch wenn er, knapp, die Wahl verlieren sollte.

Wer diesen Mann für einen Clown hält, sollte dringend Mary Trumps Buch lesen. Man erkennt da, mit wem man es zu tun hat.

Mary L. Trump: "Zu viel und nie genug. Wie meine Familie den gefährlichsten Mann der Welt erschuf". Aus dem Englischen von Christiane Bernhardt, Pieke Biermann, Gisela Fichtl, Monika Köpfer, Eva Schestag. Heyne Verlag, 288 Seiten

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Bewertungen unserer Kunden
Die Trumps - "Zu viel ist nie genug"
von leseratte1310 - 22.09.2020
Ob dieses Buch tatsächlich unentbehrlich ist, wie Vanity Fair meint, wage ich zu bezweifeln. Dennoch finde ich es ganz interessant, die Sichtweise eines Familienmitgliedes kennenzulernen, zumal die Autorin Mary L. Trump nicht nur die Nichte von Donald Trump ist, sondern auch promovierte klinische Psychologin. Natürlich fragt man sich auch in diesem Fall: Sind es die Gene oder ist es das Umfeld, welche uns prägen? Aber uns Menschen wurde auch ein eigener Wille mitgegeben und der ist es letztendlich, der unser Handeln bestimmt. Dieses Buch gibt uns Einblick in eine Familie, die man mit dieser Lieblosigkeit und Grausamkeit wohl nicht so oft findet. Wichtig ist den Fred Trump Ansehen und Macht, aber vor allem Geld und nochmal Geld. Diese Einstellung erwartete er auch von seinem Nachfolger. Sein Sohn Freddie erwies sich in seinen Augen als Versager, daher wandte er sich seinem Sohn Donald zu, das heißt Zuwendung gab es nicht im Hause Trump. Aber durch Beobachtung hatte Donald gelernt, wie er es seinem Vater recht machen konnte und Fred ließ daher Donald alles durchgehen. Dabei sah er durchaus Mängel bei seinem zum Thronfolger erkorenen Sohn, doch die wurden nicht beachtet, wichtig war nur, dass die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit da war. Auch die Geschwister sind nur ergebene Wegbereiter und Unterstützer für Donalds weiteren Weg. Streckenweise kam mir das Buch wie eine Entschuldigung vor für die Unfähigkeit, die Unberechenbarkeit, die Lügen, den Rassismus, das Frauenbild usw. Mary L. Trump kann natürlich nicht objektiv über diese Familie berichten, dafür ist sie viel zu sehr involviert, aber sie dürfte doch einen mächtigen Groll gegen ihre Familie hegen, die ihren Vater emotionslos hat sterben lassen, ihre Mutter gedemütigt hat und versucht hat sie und ihren Bruder zu betrügen. Es gab Wiederholungen und Längen. Trotzdem liest man dieses Buch mit Faszination und Irritation, denn man kann kaum glauben, wie es in dieser Familie läuft.
Die Familie Trump mal ganz persönlich
von violas_buecher - 09.09.2020
Meinung: Das Buch "Zu viel und nie genug" ist eine Mischung zwischen Sachbuch und Biografie, welches sich leicht lesen lässt und einfach verständlich ist. An manchen Stellen war es jedoch etwas holprig, was den Lesefluss etwas gestört hat. Es werden eigene Erfahrungen von Mary (wie z.B. Treffen) erzählt, aber auch gesammelte Informationen niedergeschrieben. Die Psychodynamik der Familie Trump wird skizziert. Jedoch glich es an manchen Stellen des Buches einer persönlichen Abrechnung mit Donald Trump. Die Familiengeschichte in dem Buch geht drei Generationen zurück. Im Mittelpunkt steht neben dem Onkel Donald Trump auch die Geschichte ihres Vaters und der Großeltern. Vor allem ihr Großvater Fred Trump wird nochmal hervorgehoben. Es ist erkennbar, dass sich die psychopathischen Züge von Donald sehr früh so entwickelt haben, wie sie heute sichtbar sind und durch das familiäre Umfeld - besonders jedoch durch den Vater - noch gefördert wurden. Alle Charaktere sind gut ausgearbeitet und authentisch beschrieben. Fazit: Eine gute Mischung aus Sachbuch und Biografie mit ein paar kleinen Schwächen. Trotzdem ein interessantes und lesenswertes Buch.
Ein Titel, der nicht passender sein könnte
von Bücher in meiner Hand - 02.09.2020
Mary L. Trump erzählt ihre Familiengeschichte und verweilt dabei vor allem bei der Biografie ihres Grossvaters Fred und die von zwei seiner fünf Kinder, nämlich Fred junior, Freddie genannt, und Donald. Freddie ist Marys Vater. Als ältester Sohn stand er extrem unter dem Einfluss des Vaters, der ein harter, gefühlloser Mensch war. Seine Lebenseinstellung gab er seinen Kindern weiter, erwartete, dass sie so werden wie er. Jegliches Aufmucken wurde nicht geduldet, woran vor allem Freddie litt. Sich von seinem Vater zu lösen gelang ihm nicht. Gedankt wurde es ihm mit Verachtung. Nur einer machte den Vater wohl stolz: Donald, der sich sogar noch schlimmer entwickelte als sein väterliches Vorbild. Donald erinnerte mich immer ganz stark an dreijährige Trotzköpfe, die andern ihr Spielzeug wegnehmen, behaupten, es sei seins und die anderen damit haut und gleichzeitig nach Aufmerksamkeit und Liebe heimst. Nach dem Lesen von Zu viel und nie genug weiss ich, dass ich mit meinem Eindruck noch viel näher dran war, als ich je dachte. Die Autorin erzählt die wahre Familiengeschichte der Trumps. Sie selbst scheint sich mittlerweile von der Familie gelöst zu haben, aber auch ihr viel es schwer, trotz allem, was die Familie ihr und ihrem Vater antat. Und sie erzählt dabei nicht mal irgendwas total Skandalöses, sondern nur Ereignisse, die real so statt fanden. Nach der Lektüre wundert es mich noch mehr, dass die Amerikaner solch einen Menschen in das Amt des Präsidenten wählten, obwohl in Amerika schon früh bekannt war, was für ein Lügner und Betrüger Donald ist. Einer der total verschuldet von Apanagen der Banken lebte, monatlich einen riesigen Betrag bekam, mit dem eine vierköpfige Familie einige Jahre lang gut leben könnte. Ein Soziopath, der seine Wähler nicht mal mag, sondern sich einen Scheiss um alle anderen ausser sich selbst kümmert, und auch vor seinen eigenen Familienmitglieder nicht Halt macht und sie übers Ohr haut. Einer, der nur sich selbst der Nächste ist. Zu viel und nie genug - ein Titel, der nicht passender sein könnte. Das Buch ist keine Enthüllungsstory, sondern eine Analyse einer dysfunktionalen Familie. Fazit: Mary L. Trump ist es gelungen, den Lesern eine sachliche Vorstellung davon zu geben, wieso der Mann, der aktuell im Oval Office sitzt, so ist wie er ist. Bleibt zu hoffen, dass möglichst viele Amerikaner dieses Buch lesen, damit der jetzige Bewohner des Weissen Hauses diesen Winter umziehen muss. 4 Punkte.
anders als erwartet
von Jennifer Rouget - 27.08.2020
Anhand des Titels hatte ich eigentlich etwas anderes erwartet. Ich dachte, dass es hier hauptsächlich um Donald Trump und seinen Weg zum weißen Haus ginge. Allerdings musste ich feststellen, dass es viel mehr um seinen Vater Fred Trump und seinen Bruder Freddy Trump (Vater der Autorin) geht. Fred Trump war ein sehr eigensinniger Mensch, der sich und sein Tun vor allen anderen stellte. Diese Eigenschaften hat Donald Trump zweifelsohne übernommen. Mary J. Trump erzählt die Familiengeschichte ab dem Tod ihres Urgroßvaters bis zu Donald Trumps Versagen als Präsident während der Pandemie. Da aber, wie erwähnt, hauptsächlich das Schicksal ihres Vaters und anschließend ihr eigens und das ihres Bruder im Vordergrund steht, wird Donald zu einer Randfigur. Viele Wiederholungen im Buch und viele Zahlen und Fakten machten es etwas trocken zu lesen. Sofern man einen Überblick über die Familiengeschichte Donald Trumps und deren Machenschaften im Immobiliengeschäft haben möchte, sollte dieses Buch lesen.
von Leseratte - 24.08.2020
Ich lese gerne Biographien und Familiensagas. Zunächst war ich skeptisch, als ich von Mary L. Trumps Buch hörte. Schon mit gesundem Menschenverstand kann man sehen, wie gefährlich der momentane US-Präsident, ihr Onkel, ist. Würde ich Neues erfahren? Welche Intention bewegt diese Frau, seine Nichte? Üblicherweise gilt ein solches Verhalten als Nestbeschmutzung der übelsten Art. Aber als Klinische Psychologin ist sie Fachfrau; das Buch versprach somit interessant zu werden. Mal im Ernst, wirklich viel Neues an Erkenntnissen enthält das Buch nicht. Aber es erhält einen neuen Dreh durch die Innenansicht eines Familienmitglieds und tatsächlich auch eines Opfers dieser Familientragödie. Wirklich interessant ist die gesamte Familiengeschichte, der Hintergrund dafür, wie ein Mensch so butal, herablassend, selbstgefällig, Frauen verachtend, sich selbst verklärend und gefährlich werden kann, wie Donald Trump es nun mal ist, um nur einige seiner Eigenschaften aufzuzählen. Wer in einem so lieblosen und emotional toten Umfeld aufwächst, kämpft sein Leben lang um die Liebe der Eltern, um Wahrnehmung und Anerkennung durch sie. Kinder beginnen irgendwann zu glauben, was Eltern ihnen als ihre Sicht auf das Kind einbläuen. Bekommt ein Kind wiederholt mitgeteilt, wie ungenügend es ist, wird es das eines Tages glauben. Umgekehrt glaubt ein Kind, das erhöht wird, auch das: Es sei etwas ganz Besonderes, auch wenn es das eigentlich nicht ist, wenn die Fähigkeiten, die ihm unterstellt werden, in Wahrheit nicht gegeben sind. Phasenweise hatte ich tiefes Mitgefühl mit diesen Kindern. Die eisige Kälte und Brutalität des Elternhauses erschütterten mich derart, dass ich immer wieder lange Pausen während des Lesen einlegen musste. Und dann ist da die Passage, in der Mary L. Trump schreibt, dass Donalds Verhaltensweisen zu seinem Charakter wurden. Er leidet, unbewusst, und weigert sich zur gleichen Zeit, sich dies einzugestehen. Könnte er dies, so wäre er vielleicht bereit, an sich zu arbeiten. Aber nein, er überhöht sich selbst. Dieser Mann ist brandgefährlich für die Welt. Ein Zuviel an Lieblosigkeit, Mangel an Wertschätzung und Respektlosigkeit führt in der Seele zu einem Nie-Genug an Buhlen um Liebe und Aufmerksamkeit und Anerkennung. Wer dieses Buch gelesen hat, erkennt die Intention der Autorin. Sie will wachrütteln. Sie will ihr Land schützen. Denn offenbar gibt es in Donald Trumps Umfeld niemanden, der bereit ist, ihn aufzuhalten, sich wirklich gegen ihn zu stellen. Die Nichte wagt es, sie hat, folgt man ihrer eigenen Biographie, die in dem Buch anklingt, bezogen auf diese Familie nichts zu verlieren. Nüchtern betrachtet sie die Familienkonstellation, die Geschwisterkonstellation. Im Wesentlichen stehen der Älteste und der Zeitjüngste im Fokus. Sie zeigt anschaulich auf, was geschieht, wenn das erstgeborene Kind nicht den Erwartungen der Eltern entspricht und dafür bestraft wird, wie die Geschwisterfolge umgestellt wird und welch katastrophale Folgen das auf das gesamte Familiensystem hat. Erzählend, beschreibend fließt die psychiatrische Sicht mit ein. Unauffällig geradezu, weder dozierend noch mit erhobenem Zeigefinger. Dennoch, viele Familien auch in Deutschland kennen das Beschriebene, mal in die eine, mal in die andere Richtung anders. Jede Familie ist einzigartig. Aber wer Teile dieser lieblosen, zuwendungsarmen, autoritären Familiengeschichte aus eigener Anschauung kennt, wird Zeit brauchen beim Lesen. Ich gebe fünf Sterne, das Buch ist überaus lesenswert. Soll Niemand hinterher sagen, er habe von nichts gewusst. Die Katastrophe leuchtet bereits am Horizont auf.
Das wahre Gesicht hinter der Fassade
von Rebecca Kiwitz - 10.08.2020
Schon als das Buch von Mary L. Trump in den USA veröffentlicht wurde war ich neugierig darauf, denn ich habe mich schon lange gefragt war da Wohl schiefgelaufen sein muss damit man so wird wie dieser Mann. Mir war von Anfang an klar, dass es sich hier um keine Biografie in dem Sinne handeln wird wie man es annimmt, sondern eher eine Aufarbeitung der ganzen Familiengeschichte der Familie Trump. Als ich zu lesen begann wusste ich noch nicht auf was ich mich da genau eingelassen hatte und in wie viele Abgründe ich schauen würde bis ich zum Ende kam. Die Vorbemerkung fand ich schon recht interessant und als Frau Trump dann im Prolog erzählte wie ihr Besuch im weißen Haus zu einer Familienfeier abgelaufen ist und ja wie er einiges zu seinem Nutzen ausgeschlachtet hat kam schon das erste Entsetzen bei mir auf und ich dachte bei mir es kann eigentlich nur besser werden, doch im Gegenteil es wurde eher immer schlimmer. Wenn man liest wie Fred Trump seine Familie manipuliert hat damit diese genau das tut was er von ihnen verlangt und ja seine Frau war jetzt auch nicht gerade jemand die ihren Kindern viel Liebe gezeigt oder auch gegeben hat. Selbst wenn man bedenkt welche Zeiten damals waren so ist es doch wirklich sehr verwunderlich wieso Fred Trump überhaupt geheiratet hat bzw. Kinder in die Welt gesetzt hat. Unter diesem starken Erwartungs- und Erfolgsdruck ist ein Sohn mehr oder weniger vollständig zusammengebrochen und der andere Sohn hat seine Chance gesehen der Liebling des Vaters zu werden und ihn auch einmal zu beerben. Frau Trump schildert Ereignisse und auch Erlebnisse wo man merkt, dass eigentlich die ganze Familie ein Problem aht und ja sich vollständig über das Geld in der Familie definiert und nicht über Liebe oder Zuneigung wie es normal ist. Auch nimmt Frau Trump kein Blatt vor den Mund und zeigt auf, dass der mächtigste Mann der Welt eigentlich gar nicht Mächtig ist sondern jemand ist der nach Liebe und Anerkennung sucht. Nachdem ich den Roman beendet hatte musste ich das gelesene erst mal sacken zu lassen um über die wirklich vollständig verkorkste Familie nachzudenken. Obwohl bestimmt viele Frau Trump vorwerfen sie hätte das Buch geschrieben um es ihrer Familie heimzuzahlen, so glaube ich es weniger ja, sie ist eine Frau der von Klein auf übel mitgespielt wurde und nun zeigen möchte wie lange es in dieser Familie völlig Falsch gelaufen ist. Aber als Neidisch oder gar Rachsüchtig würde ich sie nicht einschätzen eher möchte sie die Welt vor ihrem Onkel warnen. Ich persönlich empfand das Buch als sehr informativ und so habe ich mich entschlossen alle fünf Sterne zu vergeben.
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