Wie beginnt man seine Gedanken über ein Buch auszudrücken, welches einen so intensiv in den Bann gezogen hat, wie Kryonium?
Zu Beginn dieses Buches konzentrierte ich mich auf das ruhige Einatmen und das langsame Ausatmen. Dann ging ich tief in mich und schloss die Augen, und begann zu lesen...
Wer bin ich?
Diese Frage zog Kreise in mein tiefes Bewußtsein!
Das ICH ist ein Wesen, welches in einem Schloss erwacht, und nicht weiß, wie es hier her kam, und woher es kam.
Es arbeitete in der Glühwerkstatt.
Das Schloss war wie ein verschwundenes Gefängnis und die Insel wie ein verfluchter Ort , an dem alle in lähmender Ohnmacht gefangen waren. Die Bewohner dort, sehnten sich nach Flucht, doch niemand wagte es, den Gedanken laut auszusprechen. Zu zahlreich waren die Gefahren. Es war ausichtslos. Bereits
13 Schlossbewohner wurden von Schleierwesen, rund um das Schloss verschlungen.
Die Lichtmauer, die das Schloss umschlung, war wie zähe Materie - wie ein "Nichts". Es war unmöglich zu entkommen.
Man warnte "es", sich vor den Identitätslosen fernzuhalten. Aber wer oder was, waren sie? Bin ich auch einer?
Es gab neben "es", noch Natan, Aron (der ebenfalls in Licherwerkstatt arbeitete) und Hannah. Sowie Nora (eine eifrige Assistentin in Bibliothek).
Ansonsten nur Wachen!
Zudem gab es eine Hexe, die Menschen hinter den Mauern des Schlosses peinigte, und ihre Körper entstellte und ihre Seelen brach.
Tage glichen dem anderen. Ein ausbrechen aus diesem Schloss war ausichtslos, bis "es" ein Zauberbuch fand, welches voller unterschiedlicher Magiesysteme, Formeln, Zaubersprüche, temporale Verzerrungen, räumliche Illusionen, astrale Sphären, Alchemistische Mysterien steckte. War das der Schlüssel zur Flucht?
Doch dann passierte etwas in dem Buch! Teil 2 des Buches - MONOTONIE - katapultierte mich als Leser und "ES" in die Gegenwart, und ins Jetzt.
Die Monotonie macht jeden Gedanken schwer. "Es" ist gefangen darin.
"Ich weiß nicht, wer ich bin. Ich habe keinen Namen, keine Geschichte, an der ich mich festhalten kann. Noch nicht mal ein Spiegelbild im Fensterglas. Da ist nichts, aber ich bin da!"
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Mehr möchte ich jetzt nicht von der Geschichte verraten, denn ich stellte mir immer während die Frage:
"Was ist hier real? Was ist Illusion? Wer ist "es"?
Ist "es" wirklich jemand, der in einem Labyrinth aus Fantasie und Wahnsinn gefangen ist?
Wir begegnen in diesem Buch Fragen über
Alchemie (ist eine historische Naturphilosophie) und experimenteller Chemie mit Spiritualität, Philosophie.
"Es ist beruhigend zu wissen, das man nicht alles verstehen muss, um es schön zu finden."
Ich setzte mich, wie "es", mit meiner eigenen Intensität auseinander:
"Beiben wie Du bist? Dann wirst Du Dich bis ans Ende Deiner Tage fragen, welche Wirklichkeit verborgen liegt. Die Antwort aber wirst du niemals finden." Viele philosophische Fragen begleiteten mich während meiner Lesestunden.
Und dann folgte ein weiterer, finaler Plottwist: Teil 3 des Buches wandelte noch einmal alles. Es wird nun klarer, und doch ist nichts, sowie es scheint.... und das Ende?
Es bleibt für mich als Leser interaktiv...
Ich war begeistert, elektrisiert und fasziniert von dieser Geschichte!!!
Der Wandel zwischen den Welten, überschritt Grenzen und das entriegelte verlorene Erinnerungen. Es war eine Sphären-Wanderung, die ich in nur 2 Tagen verschlang.
Es werden nicht jede Erinnerung an diese Story bleiben, manche werden verblassen. Aber das Buch hat sich in meinem Herzen eingenistet, und ich werde es in 20 Jahren immer noch mit neuen Augen lesen.
Es hat mich einfach berührt.
Es hat mich an manchen Stellen geheilt. Es hat mich verändert.
Es hat mich gefunden.
Es ist ein MEISTERWERK!!!!
ES MUSS GELESEN WERDEN!!!