Dieses Bilderbuch vom Knesebeck Verlag hat meinen Kita-Kids(4-6J.) optisch gut gefallen und auch die Geschichte mochten wir alle sehr.
Picopaco ist eine Spechtin, die alleine lebt, weil sie mit dem Lärm der anderen Vögel und den vielen Eindrücken unter ihnen nicht gut zurechtkommt.
Dabei ist sie eine äußerst geschickte Handwerkerin und lebt selber nicht in einer Spechthöhle, sondern einem stabilen, hübschen Häuschen.Als ein Sturm den Wald verheert, bittet eine größere Vogelfamilie bei ihr um Asyl und beide Parteien entdecken, das man mit gegenseitiger Hilfe und Rücksichtnahme gut miteinander klarkommt ..
Dann jedoch fragen auch andere Vögel nach Picopacos Hilfe, da sie ihnen ja eventuell auch stabilere + sicherere Häuser bauen könnte.Die Planung dafür lässt die Spechtin nicht schlafen und überwältigt von der großen Aufgabe bekommt sie Angst.Als sie diese aber zugibt, verstehen die anderen und sie beschließen, klein anzufangen und Stück für Stück -gemeinsam arbeitend- ein neues "Spechtheim"-Städtchen zu errichten.
Picopacos tolle Ideen fließen überall mit ein und so wird die ehemalige seltsame Außenseiterin ein geehrtes Mitglied der Vogelgemeinschaft.
Sie ist immer noch gern in ihrem ruhigen Zuhause, aber Besuch nun willkommen - bei der besten Baumeisterin des Waldes!
Mocculere hat ihre Bilderbuchgeschichte mit Bonbonfarben, Stempeldruck und Wachsmalkreide in liebenswürdigen Einzelszenen plus vielen netten Ideen ausgestattet.
Ihre Spechtfrau mit der roten Mütze ist ein Charakter, dessen Neurodiversität sie erst ausgrenzt, aber letztlich nicht daran hindert, ein anerkanntes Mitglied der Gemeinschaft zu werden.
Denn manchmal ist es gerade das Zugeben eines Problems, einer Unzulänglichkeit, die andere dazu bewegt, selber Zugeständnisse zu machen und zu entdecken, das der Andere gar nicht so anders ist...
Von den Vorsatzblättern mit integriertem Exlibris für kleine Besitzer über den liebenswürdigen Text bis zu den vielfältig gezeichneten Vögeln und deren Sozialleben ein gelungenes Bilderbuch!