Vati

Roman.
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Monika Helfer schreibt fort, was sie mit ihrem Bestseller "Die Bagage" begonnen hat: ihre eigene Familiengeschichte.

Ein Mann mit Beinprothese, ein Abwesender, ein Witwer, ein Pensionär, ein Literaturliebhaber. Monika Helfer umkreist das Leben ihres … weiterlesen
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Produktdetails

Titel: Vati
Autor/en: Monika Helfer

ISBN: 3446269177
EAN: 9783446269170
Roman.
Hanser, Carl GmbH + Co.

25. Januar 2021 - gebunden - 176 Seiten

Beschreibung

Monika Helfer schreibt fort, was sie mit ihrem Bestseller "Die Bagage" begonnen hat: ihre eigene Familiengeschichte.

Ein Mann mit Beinprothese, ein Abwesender, ein Witwer, ein Pensionär, ein Literaturliebhaber. Monika Helfer umkreist das Leben ihres Vaters und erzählt von ihrer eigenen Kindheit und Jugend. Von dem vielen Platz und der Bibliothek im Kriegsopfer-Erholungsheim in den Bergen, von der Armut und den beengten Lebensverhältnissen. Von dem, was sie weiß über ihren Vater, was sie über ihn in Erfahrung bringen kann. Mit großer Wahrhaftigkeit entsteht ein Roman über das Aufwachsen in schwierigen Verhältnissen, eine Suche nach der eigenen Herkunft. Ein Erinnerungsbuch, das sanft von Existenziellem berichtet und schmerzhaft im Erinnern bleibt. "Ja, alles ist gut geworden. Auf eine bösartige Weise ist alles gut geworden."

Portrait

Monika Helfer, geboren 1947 in Au/Bregenzerwald, lebt als Schriftstellerin mit ihrer Familie in Vorarlberg. Sie hat Romane, Erzählungen und Kinderbücher veröffentlicht, darunter: Kleine Fürstin (1995), Wenn der Bräutigam kommt (1998), Bestien im Frühling (1999), Mein Mörder (1999), Bevor ich schlafen kann (2010), Oskar und Lilli (2011) und Die Bar im Freien (2012). Im Hanser Kinderbuch veröffentlichte sie gemeinsam mit Michael Köhlmeier Rosie und der Urgroßvater (2010). Für ihre Arbeiten wurde sie unter anderem mit dem Robert-Musil-Stipendium, dem Österreichischen Würdigungspreis für Literatur und dem Solothurner Literaturpreis ausgezeichnet. Mit dem Roman Schau mich an, wenn ich mit dir rede (2017) war sie für den Deutschen Buchpreis nominiert. Zuletzt erschien von ihr bei Hanser Die Bagage (Roman, 2020).
Bewertungen unserer Kunden
Ein großer Lesegenuss!
von iGirl - 16.01.2021
Aufgrund des Covers hätte ich das Buch nicht in die Hand genommen. Doch dann hätte ich auf einen wahren Lesegenuss verzichten müssen. Vati ist ein Buch mit einer Sprache die einen umhüllt. Geschildert wird aus Sicht der Autorin ihre Familiengeschichte die nicht nur um Vati und Mutti kreist, sondern die Onkels und Tanten mit Partnern, die Geschwister und die Stiefmutti einschließt. Vati, der die Bücher liebt und die Mutti und irgendwie auch die Kinder und an dessen Tod Bücher sogar beteiligt sind. Vati der wenig spricht und den die Töchter erst sehr spät wirklich kennenlernen . Vati und Mutti lernen sich im Krieg im Lazarett kennen. Beide kommen aus armen Familien. Die Liebe und die Fähigkeit Vatis schaffen der Familie unbeschwerte Jahre in den Bergen. Vati leitet ein Versehrtenerholungsheim. Bei der Schilderung der steilen Wiese vor dem Heim möchte man sich am Liebsten mit den Kindern hineinlegen und die Gerüche und Farben in sich aufnehmen. Nach dem Tod der Mutter bleibt der kleine Bruder bei der Tante Irme. Die 3 Mädchen werden von der Tante Kathe aufgenommen. Mit der Beschreibung zur beengten Wohnsituation bei der Tante (3 eigene Kinder, den kettenrauchenden Mann und den zahlreichen Besuchen der Onkels und Tanten) scheint man die Zigarettenrauchwolken in der kleinen Küche zu spüren. Trotzdem erfahren die Mädchen eine Art Zuhause und Zusammengehörigkeit die sie stützt. Erst nach Jahren sehen sie Vati wieder. Er heiratet Stiefmutti und die Kinder kommen wieder zurück in die gemeinsame Familie. In wenigen Momenten reflektiert die Autorin zu ihrer späteren eigenen Familie. In einem der Absätze wird der Leser unerwartet mit dem Tod der Tochter Paula konfroniert und man hält den Atem an. Monika Helfer ist es mit diesem Buch gelungen, ohne die oft langatmigen Ausschweifungen von Familiengeschichten, eine gefühlvolle jedoch niemals schwülstige Erzählung ihres Heranwachsens in einer durchaus nicht rosaroten Familienwolke in Worte zu fassen, die einfach nur Spaß zum Lesen machen.
Auf den Spuren des väterlichen Lebens
von Lymon - 16.01.2021
"Vati" heißt dieser autobiografische Roman von Monika Helfer, in dem sie auf Spurensuche nach ihrem Vater geht. Der Roman setzt früh ein, der Leser bekommt Einblicke in die längst vergangenen Leben ihrer Großeltern mütterlicher- und väterlicherseits. Beide Familienlinien zeichnen sich durch äußerst ärmliche und bedrückende Verhältnisse aus. Sehr beeindruckend wird geschildert, wie in schweren Lebenslagen vor allem die Geschwister der Mutter der Familie beistehen. Eine Kindheit, die von den Kriegsauswirkungen geprägt ist, wird dem Leser ausgemalt. Sie ist traurig, aber auch von großer Geborgenheit geprägt. Der Vater, der sich seit seiner Kindheit zu Büchern hingezogen fühlt, wird als Leiter eines Kriegsversehrtenerholungsheims hoch in den Bergen ernannt. Er, der selbst mit seiner Beinprothese vom Krieg gezeichnet ist, erlebt beglückende Zeiten, da ihm eine großartige Bibliothek für das Heim als Schenkung zur Verfügung gestellt wird. Doch dann gerät das Leben des Vaters aus den Fugen.
Würdigung
von yellowdog - 15.01.2021
Monika Helfers letztes Buch Die Bagage war sehr stark und hatte mir unheimlich gut gefallen. Vati geht in die gleiche Richtung. Es sind autobiografische Erinnerungen der Autorin an den Vater, literarisch aufbereitet. Das ist ein eigenes Genre und Monika Helfer ist eine meisterhafte Vertreterin davon. Die Handlung von Bagage wird sogar einmal kurz zusammengefasst, daher sehe ich die Bücher für mich als eine Einheit. Vati ist eine Würdigung und von Porträt des Vaters Josef, ein intelligenter, belesener Mann, zurückhaltend und überlegt ist sein handeln. Und er gibt nicht so schnell etwas von sich preis. Das ist vielleicht die größte Herausforderung für die Autorin. Es bleiben auch blinde Flecken im Leben des Vaters. Monika Helfer nähert sich der Figur auf sensible Art an. Sie zeigt die Kindheit, die versehrte Rückkehr aus dem Krieg und sein späteres Leben. Es wird ein sehr persönliches Buch, denn Monika Helfer erzählt im Zusammenhang mit ihrem Vater natürlich auch von sich selbst. Das Buch ist relativ kurz, daher wirkt es manchmal verknappt, aber das ist mir lieber als Geschwätzigkeit. Die Autorin bleibt präzise und verzichtet auf Ausschmückungen. Jeder Satz zählt. Mich überzeugt Monika Helfers Stil und den Ton, den sie erzeugt sehr und gerne werde ich weitere Bücher von ihr lesen.
Ein Mann der Bücher
von TochterAlice - 06.01.2021
Das ist Josef, der invalide Exsoldat. Also Vati, Monika Helfers Vater, den Grete Moosbrugger, ihre Mutter, sich im Lazarett schnappt und vom Fleck, beziehungsweise von der Front weg heiratet. So kommt er zur Bagage , deren Teil Grete ist, eines der vielen Geschwister dieser Familie, die im Fokus des Vorgängerromans der Autorin steht. Auch er kommt vom Rand der Gesellschaft, auf eine andere Art und Weise allerdings. Und er liebt Bücher auf eine bedingungslose Art und Weise. Ihm geht es nicht nur ums Lesen, sondern auch ums Berühren, ums Besitzen. Das Schaffen einer Bibliothek ist sein großes Werk, fast könnte man sagen, sein Lebenswerk, auch wenn es nicht für die Ewigkeit Bestand hat. Er wird nämlich zum Verwalter eines Kriegsopfer- Erholungsheimes, das über Jahre nur im Sommer belegt ist und so wachsen Monika Helfer und ihre Geschwister zunächst in schöner Natur und mit viel Platz auf. Sie können sich aussuchen, wo sie schlafen möchten - die meiste Zeit des Jahres jedenfalls. Josef leitet das Heim mit fester, aber nicht zu strenger Hand - sein Ein und Alles ist die von ihm begründete Bibliothek. Wer ihm da nicht rein redet bzw. sogar unterstützt, der hat anderweitig durchaus freie Hand. Und dann ändert sich alles, die Mutter stirbt und auch das Erholungsheim verschwindet. Und leider auch Vati - zumindest aus dem Leben seiner Kinder Kinder - er wird zum Abwesenden. Vati ist ein ganz schöner Brocken: einer, der seinen Kindern Wichtiges und Schönes näher bringt, Bücher vor allem. Doch er ist auch einer, der nicht immer zu ihnen steht, es in bestimmten Lebenslagen offenbar nicht kann. Ob es seiner eigenen Geschichte wegen ist? Denn auch seine Kindheit war keine einfache. Und er macht es seinen Kindern auch nicht gerade leicht. Die Atmosphäre ist es, die mich als Leserin dies es eindringlichen Romans bis ins Innerste trifft und verfolgt, das Wiedererkennen nämlich. Das Erkennen von Aspekten des Lebens unter Kriegsversehrten, von bestimmten Ansätzen, die ich gar nicht so genau benennen kann, die mich eher emotional treffen und wohl in meine früheste Kindheit zurückführen ist, denn auch mein Vater war einer von ihnen. Dieser Punkt vor allem macht diesen Roman zu einem ganz besonderen Buch für mich, doch auch der Zugang der Autorin zum alles andere als einfachen Thema hat mich tief beeindruckt. Gewissermaßen gibt sie sich und ihre Familie ihren Lesern preis. Somit ist dieses Buch eine ganz besondere Art von Denkmal, das sie ihrem Vater setzt, eines mit Ecken und Kanten, aber auch mit viel Wärme!
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